Wie haltet ihr es mit der Software?

G_Brose
Mitglied seit
12.08.2016

111 Beiträge

Hallo miteinander,

ich habe bei meiner Vorstellung (ich schaffe es leider nicht, hier darauf zu verweisen) so nebenbei auch die Software erwähnt und dabei auch darauf eine Reaktion erhalten.

Wenn mir jetzt nach vielen Jahren eine neue Software empfohlen wird, und sowas scheint immer wieder vorzukommen, dann sieht das so aus, als könnte man problemlos von einer Software zur andern wechseln und als wäre das durchaus nicht unüblich.

Ich habe zu Beginn meines Umgangs mit Computern auch ein Programm zur Erstellung einer Familienchronik erworben und damit erste Erfahrungen gemacht. Arg zufrieden war ich nicht. Dann kamen zunächst noch zwei weitere Programme dazu. Haupt-Problempunkte waren zunächst,
- daß man nur komplette Daten aus Tag, Monat und Jahr eingeben konnte,
- daß man eine Person, die an zwei Stellen auftrat, erst ein zweites Mal eingeben und dann beide wieder zusammenfassen mußte, und
- daß man beim Übergang von einem Programm zum andern alles erneut eingeben mußte.

Es kam noch schlimmer:
Beim Wechsel auf das nächste Betriebssystem tat vieles nicht mehr. Ich konnte den Drucker nicht mehr erreichen und damit waren alle Möglichkeiten weg, Diagramme oder Auflistungen zu erstellen (schon das Erstellen funktionierte nicht und nicht nur das Ausdrucken). Für eines der Programme gab es ein Nachfolgerprogramm für das neue Betriebssystem. Aber es war völlig anders aufgebaut und hat die alten Daten auch nicht übernommen und bot auch keine Möglichkeit, dies irgendwie anders als durch völlige Neueingabe zu lösen.

Zwischenzeitlich wurde mir auch klar, daß Beziehungen durch Patenschaften eigentlich unbedingt in eine solche Familiendatenbank eingetragen werden sollten. Aber nicht nur in einem Notizfeld, sondern so als Bezugsperson wie die anderen, bei denen durch einfaches Klicken oder Ähnliches direkt zu dieser Person gesprungen weden kann. Nur dann ist es auch möglich, solche Beziehungen auch in Aufbereitungen irgendwelcher Art mit einzubeziehen. Nicht ganz so häufig und wichtig, dennoch aber nicht zu vergessen, sind Beziehungen anderer Art, etwa Adoptionen.

Ich hatte schon vorher begonnen, mir eine eigene Datenbank unter Access zu erstellen und habe dann mit dieser weitergemacht. Dies läuft, nicht ganz zufriedenstellend, jetzt schon unterm vierten Betriebssystem. Ich habe nie richtig programmieren gelernt, aber ich komme zurecht damit. Auf neuere Versionen von Access zu wechseln, habe ich nicht geschafft, aber ich kann mit neueren Versionen auf die alten Daten zugreifen.

Mit den anderen beiden Programmen habe ich weitergearbeitet, aber mit den o.g. Einschränkungen. Außerdem habe ich jetzt nicht überall den gleichen Datenbestand.

In letzter Zeit habe ich auch versucht, meine Daten über GEDCOM auszugeben und zum Zweck des Ausdruckens in andere bekannte Programme zu importieren. Gute Erfahrungen habe ich für's Erste mit Gramps gemacht. Hier kann ich später weitermachen. Und beim Übertragen mit GEDCOM nehme ich anstelle des Familiennamens NAME eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten einer Person, etwa
"Ursula ENDERLE geborene GÜGENHANS aus Ballendorf (geboren .., gestorben 23.2.1737 in Höpfigheim)"

Und was mach' ich und was macht ihr mit den ganzen Dateien im Umfeld von Familienprogrammen? Vor allem sind dies Bilder der Personen, so weit vorhanden und Kirchenbuchauszüge etwa aus Archion. Diese sollten ja auch wiederauffindbar und den zugehörigen Personen zugeordnet abgespeichert werden. Und es sollte das Ganze mit einiger Wahrscheinlichkeit zumindest im übernächsten Betriebssystem noch verwendbar sein.

Ich hab' vor, dies so wie bei meinen Dias zu lösen, daß ich die Daten selbst irgendwie in einem Ordner (einschließlich Unterordner) abspeichere und den Zugriff dazu über Access erledige. Dabei gehe ich davon aus, daß die Daten im jpg- oder pdf-Format weiterhin lesbar (oder zumindest en bloc zu übertragen) sein werden, daß auch weitere Betriebssysteme ihre Datenwelt mit der gleichen Ordnerstruktur betreiben und daß Microsoft immer eine neue Variante von Access anbieten wird. Bei allem anderen habe ich Bauchweh. Und dabei kann ich sogar aus der Familiendatenbank selbst auf diese Daten zugreifen.

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Viele Grüße,

Gerhard

melzig
Mitglied seit
09.01.2015

12 Beiträge

Hallo Gerhard,
ich verfolge einen ähnlichen Ansatz wie Du. Als Programm für den Stammbaum benutze ich Familienbande, da ich dabei sehr einfach die Personen verknüpfen und suchen kann. Taufpaten sind etwas unübersichtlich gelöst, man kann sie aber eingeben. Was ich besonders gut finde ist, dass man mit dem Programmierer in Kontakt treten kann und er nach Möglichkeit neue Wünsche einbaut.

Für meine Familienunterlagen, egal woher, benutze ich ebenfalls eine selbst zusammengebaute Datenbank. Ich habe mich als Mac-Benutzer allerdings für Filemaker entschieden, auch, weil es die Software für Windows und Mac gibt, also selbst, wenn ich mal wechseln sollte, müssten meine Daten lesbar bleiben. Ansonsten könnte man das ja auch mit OpenOffice o.ä. absichern. In meiner Datenbank habe ich auch meine Familiendaten ein zweites Mal erfasst, da ich dadurch andere Möglichkeiten nutze. Hierzu gehören ein Kalender, der mir die Geburts- und Todestage pro Kalendertag oder als Zeitleiste ausgibt. Auch meine Archivsuchen sind als Aufträge mit den Archiven und den Personen verknüpft.

Vor allem gefällt mir hierbei, dass man bei Bedarf eigene Ideen schnell ergänzen kann, wie z.B. aktuell die Möglichkeit, Lebensläufe oder Adressverläufe darzustellen.

Wir können uns gerne weiter austauschen und Ideen zuspielen,
viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
Jan

ippes
Mitglied seit
15.01.2015

13 Beiträge

Hallo miteinander,
bevor ich das Programm empfehle, mit dem ich seit vielen Jahren meine Familienforschung dokumentiere, muss ich sagen, dass ich in diesem Zusammenhang von Office-Programmen, egal ob Microsoft, Libre oder Open Office, nicht allzuviel halte, so faszinierende Funktionen in Excel und Access auch enthalten sind.
Da gibt es doch adäquatere Programme, die speziell für unsere Zwecke gebaut worden sind. Ich nutze also schon einige Jahre nach diversem Ausprobieren das Programm Ahnenblatt von Dirk Böttcher.
Unter http://www.ahnenblatt.de kann man sehen, was es vermag. Die Ausgabe und der Export sind in alle nur denkbaren Formaten möglich, natürlich auch Gedcom. Die für mich geniale Software ist unter neun Windows-Versionen beginnend mit win 95 bis win 10 gelaufen. Ich habe Herrn Böttcher auch schon um Rat fragen können.
Inzwischen ist mein Stammplan auf über 200 Personen angewachsen, der sich aus drei Familienstammbäumen zusammensetzt, die ich per Bildbearbeitungsprogrammen zusammengefügt habe.
Wenn man mit einer neuen software beginnt, fängt man wieder von vorn an, Einfügen aus anderen Programmen lässt sich da nach meiner Erfahrung wenig.
Auch von mir viel Erfolg an die Mitstreiter!
ippes

okhaine
Mitglied seit
16.01.2015

277 Beiträge

Hallo,
das ideale Programm gibt es leider nicht.
Mir sind die ganzen aktuellen Programme echt derart überladen, da schreckt mich die Werbung eher ab. Als Mac Anwender spreche ich da vor allem von MacStammbaum. Preislich ist zwar alles moderat aber brauche ich das?
Mir ist wichtig, dass ich den Stammbaum aufbauen kann, komplett und unkompliziert. Und das natürlich der GEDCOM Standard als Ausgabeformat vorhanden ist. Primär gebe ich meine Daten in MyHeritage ein. Das Nacharbeiten passiert dann im MyHeritage Programm für Mac, dem FamilyTree Builder. Synchronisierungen funktioneren.
Das Thema mit den Paten ist sehr interessant und wichtig. Allerdings habe ich mich auch noch nicht um eine adäquate Erfassung gekümmert. Wichtig wäre ja die Personen in Bzug zueinander zu setzen und das muss das Stück Software leisten.

Jeder muß für sich seine Lösung finden. Meine Forschung hier bei Archion halte ich übrigens komplett parallel in Word fest ...

Gruss, Oliver

Sunday
Mitglied seit
18.01.2015

4 Beiträge

Ich verwende die webbasierte Software Webtrees: https://www.webtrees.net/index.php/en/

Diese ist kostenlos. Alles was man braucht ist eine Webseite auf der man die Software installieren kann. Dann kann man darauf von überall zugreifen. Es bietet diverse Auswertungsmöglichkeiten und kann auch über zusätzliche Plugins erweitert werden.

Einfach mal angucken unter: http://dev.webtrees.net/demo-stable
* Logins stehen dann oben auf der Seite

Der große Vorteil für mich den ich sehe, es ist OpenSource, d.h. man kann zur Not selbst mit Hand anlegen und die bestehende Software erweitern und verbessern (das entspr. Knowhow natürlich vorausgesetzt) und/oder Wünsche und Ideen mit einbringen.

Pazi
Mitglied seit
20.03.2015

25 Beiträge

Hallo,

ich bin ebenfalls Nutzer der Software Ahnenblatt. Allerdings in einer älteren Version. Ich bin damals zu der Software gekommen, weil ich etwas gesucht habe, wo schnell und einfach erfasst werden kann. Je umfangreicher die Software-Programme werden, natürlich auch auf Wunsch der Nutzer, desto länger dauert die Erfassung von Daten.

Von Stammbäumen bildlicher Art bin ich eigentlich ab. Ab einer bestimmten Größe wird das ganze unpraktikabel. Allerdings nutze ich den Stammbaumdrucker (Version 6 - alt) um hin und wieder Stammbaumäste zu drucken.

Was mir bei meiner Erfassungs-Software fehlte, war ein Kennzeichen, ob bestimmte Ereignisse mit einer Urkunde oder einem Beweis hinterlegt waren. Dazu habe ich mir eine Exceltabelle angefertigt. Obwohl ich eigentlich Doppeleingaben hasse.

Pazi
Mitglied seit
20.03.2015

25 Beiträge

Entschuldigung, aber ich musste kurzfristig unterbrechen.

Also Doppelerfassungen bergen immer das Problem der Falscherfassung.

Neben der ganzen elektronischen Erfassung sammel ich natürlich auch jede Menge Papier, da ich der Software nicht wirklich traue.

Ein schönes Wochenende

Martin (Fischer)

okhaine
Mitglied seit
16.01.2015

277 Beiträge

Ich denke, das mit dem Papier umtreibt vielen Ahnenforscher.
Bei mir ist allerdings fast alles nur in digitaler Form vorhanden. Das Ziel ist möglichst früh eine druckbare Version zu bekommen. Und nicht nur die Familien sondern auch wenn vorhanden Familiengeschichte(n), Ortsbeschreibungen, Bilder usw.
Gruss, Oliver

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1091 Beiträge

Ob der ursprüngliche Fragesteller noch in diesem Forum mitliest
und all die Tipps überhaupt noch bekommt - da er wohl erst
noch später bei Archion buchen wollte ?
Wäre ja schade, wenn er die Tipps verpasst.
Freundiche Grüße

G_Brose
Mitglied seit
12.08.2016

111 Beiträge

Hallo miteinander,

ich bin noch da und lese auch mit. Ich werde mit Sicherheit auch noch antworten.

Viele Grüße,

Gerhard