Gesucht wird: Johann Peter Simon

  • 1
KoenigAguar
Mitglied seit
05.03.2016

227 Beiträge

Guten Abend

Gesucht wird:

Johann Peter Simon, geboren 02. April 1759 in Vilbel als Sohn des Gastwirts und Bierbrauers Johann Peter Simon, selbst Nachfahre hugenottischer Einwanderer aus Lothringen. Er war gelernter Rotgerber von Beruf. Am 21. Februar 1786 heiratete er in Vilbel die Berger Gastwirtstochter Anna Dorothea Starck und zog nach Bergen, Grafschaft Hanau, Nachbarort von Vilbel. Dort übernahm er die Gastwirtschaft seines Schwiegervaters und war außerdem Fändrich des "Ausschusses Bornheimer Berg" (= der örtlichen Landwehr).

Seine letzten bekannten Spuren finden sich bei der Taufe seines dritten Kindes Jakob Simon am 15. Mai 1789 in Bergen,
http://www.archion.de/p/213a078f42/
(Jacob, des Peter Simon, seit einigen Mona-
ten entwichenen Nachbars und Gastwirts dah.
& ux. Dorothea geb. Starkin, Sohn, nat. d. 12. h. 7.
mat.)

sowie beim Tod seines zweiten Kindes Johann Peter ebenda am 3. November 1795:
http://www.archion.de/p/973f29d104/
(Joh. Peter, des Peter Simon, ausgetretenen Nachb.
dah. ehel. Sohn, † d. 3. h. 5. mat. Alt 6 Jahre 4. Mon. 16 T.
Warscheinl. an der Wasserscheüe, indem er vor etli. 30. Tagen,
an der Oberlefze, von einem herumlaufenden Hunde, gebissen
wurde. _ p.)

Bei der zweiten Hochzeit seiner Frau am selben Ort mit Johannes Gerbich am 28. Februar 1799 wird sie als seine hinterlassene Witwe bezeichnet:
http://www.archion.de/p/446751b3b5/
1799
den 28ten Februar
wurde Johannes Gerbich, hiesiger Nachbar, des Johann Philipp Gerbich, gewe-
senen Einwohners und Beisaßes dahier ehelicher noch
lediger Sohn _ mit Anna Dorothea, des Peter Simon,
Nachbars und Gastwirths dahier, hinterlassener Witwe,
nach vorhergegangener dreimaliger Proklamation, zum Ehe-
stand eingesegnet. (Dispens. Im Hause getraut.)

Er muß also zwischen 1795 und 1799 gestorben sein.

Zeugin Frau Grimm, d i e lokale Koryphäe in Sachen Genealogie in Vilbel und Umgebung, die seit ca. 45 Jahren die Vilbeler Familien und Teile der Wetterau erforscht, sagte aus: "Ich weiß auch nicht, wo der abgeblieben ist".

Fragen:
1) Erforscht jemand diese Familie und kann Auskunft über den Verbleib von Johann Peter Simon geben? Wann starb er wo?

2) Wie ging so ein "Austritt" aus der Gemeinschaft der Nachbarn vor sich? Das war doch sicher mit zumindest einem Behördengang verbunden. Da er 1789 als "entwichen" und 1795 als "ausgetreten" genannt wird, könnte es sein, daß er aus irgendwelchen Gründen geflohen ist und von Amts wegen ausgewiesen wurde? Wie war da das Verfahren?

Sachdienliche Hinweise werden unter Aktenzeichen 260 IX entgegengenommen

EvKBForsch
Mitglied seit
08.01.2015

89 Beiträge

Ich hoffe, ich bringe Dich nicht auf eine falsche Spur, aber am 13.2.1794 stirbt ein Peter Simon "aus Hessen", 3x Jahre alt (letzte Ziffer fraglich) im Lazarett des alten preußischen Dragonerregiments Nr. 8 Esebeck: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/61131/images/0492749-00469 Nr. 13.
(Liebe Archion-Mitarbeiter: Falls dieser Link zur Konkurrenz nicht gewünscht ist, dann bitte löschen)

KoenigAguar
Mitglied seit
05.03.2016

227 Beiträge

Nein, wieso falsche Spur? Das Sterbedatum deckt sich doch mit den Angaben im Ehe- und Receptions-Gesuch der Witwe aus Deinem ersten Link. Das paßt meiner Meinung nach schon zusammen.

Danke für die unerwartet rasche Aufklärung. Wie hast Du das gefunden? Was hast Du als Suchbegriff wo eingegeben? Ich habe jetzt also ein Datum. Aber ein Ort wird nicht erwähnt, oder habe ich was übersehen?

Die Links über die Gerichtsakten wegen der Schulden klingen interessant, führen aber zu keinen Digitalisaten – ich müßte also nach Marburg fahren, um diese einzusehen – richtig?

EvKBForsch
Mitglied seit
08.01.2015

89 Beiträge

Naja, Hessen ist groß, und es kann gut mehrere Peter Simon gegeben haben. Du solltest schon erst versuchen zu bestätigen, ob der Mann aus Bergen wirklich derselbe ist, der im preußischen Dragonerregiment diente. Mit Militärsachen kenne ich mich aber nicht aus. Wo das Lazarett war, weiß ich nicht. Als Suchbegriffe habe ich die naheliegenden benutzt: bei Arcinsys Name und Ort, bei Ancestry Name und Sterbejahr. Du könntest aus dem Staatsarchiv Marburg auch Scans bestellen, bei so vielen Akten könnte das aber ins Geld gehen.

KoenigAguar
Mitglied seit
05.03.2016

227 Beiträge

Dein Einwand mit der Größe Hessens hat was für sich, obwohl es damals um etliches kleiner war (mit "Hessen" meinte man damals meist nur das Kurfürstentum Hessen-Kassel, zu dem die Grafschaft Hanau gehörte) aber:

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Männer mit demselben Namen, aus der gleichen Gegend, im selben Alter am selben Tag zu Tode kommen?
Das angegebene Alter in dem Todeseintrag wurde meiner Meinung nach zuerst falsch mit 33 Jahren angegeben, dann überschrieben mit 36 und dann nochmal korrigiert auf 35 (und die Oberlänge der 6 wurde gestrichen), weil er erst sechs Wochen später 36 geworden wäre.

Anscheinend hat es aber dann noch drei Jahre gebraucht, bis man "den todtenschein nach Hessen gegeben" hat, wenn ich die Jahreszahl mit 1797 richtig lese, dafür ist das Datum wieder uneindeutig - 19. oder 29. April?

Ich halte es nicht für 100%ig sicher, aber doch immerhin zu 90%, daß es sich hier um meinen gesuchten Vorfahren handelt.

Danke für das Schließen einer Lücke

  • 1