Familie Lautenbach in Widdern/Franken

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louiseott
Mitglied seit
26.02.2016

112 Beiträge

Hallo zusammen,
nachdem meine Vorfahren bislang ausnahmslos aus dem Ravensberger Land kamen, freue ich mich, endlich mal jemanden "von weiter wech" gefunden zu haben.
Konkret such ich Informationen zu Johann Ludewig Lautenbach aus Widdern in Franken und würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte, vielleicht sogar an derselben Familie forscht oder die Gegend besser kennt als ich.

Diese Informationen habe ich bereits gesammelt

(1)Johann Ludewig Lautenbach heiratete am 12.10.1752 im ostwestfälischen Exter seine Frau Johanna Modesta Louise Fürstenau. Seine Frau stammt aus der Herforder Pastorenfamilie Fürstenau.

(2)Zum Beruf von J.L. Lautenbach gibt es unterschiedliche Angaben: Armenküster, Informator im Armenkasten, Informator im Weisenhaus. Zusammenfassend würde ich sagen, er war so etwas wie ein Lehrer für die Armen oder Lehrer im Waisenhaus in Herford.

(3)In einem Verzeichnis Herforder Bürger wird Lautenbach als "Außländer" bezeichnet. Was zur damaligen Zeit nicht viel heißen muss, da auch beispielsweise Lipper "Ausländer" waren.

Gestorben ist Johann Ludewig Lautenbach im Jahre 1779, sein Alter wird mit mit 66 Jahren angegeben.
http://www.archion.de/p/2c874b44e4/

Soweit kann ich alles gut belegen. Jetzt kommen andere Quellen ins Spiel.

In einem alten Buch "Altes und Neues von Schulsachen" aus dem Jahre 1752 fand ich eine Bemerkung, dass Johann Ludewig Lautenbach aus Widdern in Franken einen Vortrag zum Thema Deutsche Sprache gehalten hat. Der Zeitraum könnte gut zum meinem J.L. Lautenbach passen, der Lehrerkontext ebenfalls, zudem ist die Namenskombination selten.

Jetzt bin ich in Widdern gelandet.
Und dort finde ich 1714 folgenden Heiratseintrag (oben auf der Seite)
http://www.archion.de/p/957d1919f1/
Leider kann ich es nicht komplett lesen.
"10. July sind alhier ??? getrauet ??? H Johann ??? Lautenbach Organist und Schul??? ??? und ??? Ursula Christina ???? Tochter.
Zumindest kommen auch diese Lautenbachs aus einem schulischen Kontext. Bestärkt mich darin, dass ich richtig liege.
Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand einen Tipp zum Lesen des Heiratseintrages hätte oder sonstige Anregungen.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Ingo

Jokurz
Mitglied seit
15.09.2014

560 Beiträge

Hallo Ingo,

ein Johann Ludewig Lautenbach war nicht zu finden.
Zur Heirat in 1714 siehe https://gedbas.genealogy.net/person/show/1201306706

Weiteres zu Lautenbach;
Johann Veit Lautenbach *31.05.1683 ?Schernau?, +09,09.1745 Braunsbach
Pfr in Braunsbach, heiratet am 19.10.1717 in Künzelsau
Susanne Rosine Schuppart
6 Kinder u.a.
Johann Michael Nikolaus Lautenbach, württ. Schulm. in Hößlinsülz,
heiratet eine Pfarrerstochter.
https://www.wkgo.de/personen/suchedetail?sw=gnd:GNDPFB8894

Vater Johann Veit Lautenbach war Schuldiener und
Gerichtsschreiber in Schernau (bei Würzburg, Franken), für das es ein OSB gibt.

Vielleicht hilft dies etwas weiter.

Gruß
Joachim

louiseott
Mitglied seit
26.02.2016

112 Beiträge

Hallo Joachim,
danke für deine Antwort, das hat schon mal geholfen.
Johann Valentin Lautenbach und Ursula Christina Schnorz wären natürlich gut passende Eltern, aber ich finde zwar mehrere Kinder, aber keinen Johann Ludwig.
Dieser Johann Ludwig aus Widdern würde zeitlich genau passen:
http://www.archion.de/p/b838f203bd/
Steht einige Zeilen unter einer Geburt der Lautenbachs. Leider kann ich es nicht lesen, aber das große "H" deutet wohl darauf hin, dass es eine eher wichtige Person war.
Herzliche Grüße
Ingo

mismid
Mitglied seit
08.01.2015

87 Beiträge

Den Johann Valentin Lautenbach oo Ursula Christina Schnorz haben auch ich in meiner Ahnenreihe. Eltern: Caspar Lautenbach, Caspar Schnorz.
Allerdings mit der Tochter Maria Sybilla Lautenbach

louiseott
Mitglied seit
26.02.2016

112 Beiträge

Hallo,
danke für den Hinweis.
Ich denke, dies ist "mein" Johann Ludwig, Bruder von Sybilla.
http://www.archion.de/p/59faedae10/
Beutet, dass der Sterbeeintrag genau um 10 Jahre daneben lag. Er war nicht 66, sondern 56 Jahre alt.
Herzliche Grüße
Ingo

mismid
Mitglied seit
08.01.2015

87 Beiträge

Zitiert von: louiseott

Beutet, dass der Sterbeeintrag genau um 10 Jahre daneben lag. Er war nicht 66, sondern 56 Jahre alt.

Das kam häufiger vor, wenn der Geburtseintrag nicht im dem Kirchenbuch des Ortes des Todes zu finden war.
Und wenn die Ehefrau auch schon verstorben war, hat der Pfarrer manchmal einfach das Alter geschätzt. Oder er hat sich einfach verrechnet, da 66 schon eine recht konkrete Zahl ist.

Falls du die Geburt von Johann Valentin irgendwann findest, kannst du gerne Bescheid geben.

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