Bemerkung im KB GE-Bismarck 1896 unter Bemerkungen

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Pitka
Mitglied seit
30.12.2014

23 Beiträge

Hallo,

ich bitte um Lesehilfe und Interpretation eines Sterbeeintrags, weil der zu der Person gehörende Taufeintrag nicht im entsprechenden Taufregister vorhanden ist bzw. ich ihn nicht finden kann.

Es geht um den Eintrag lfd. Nr. 141 Alfred Benjamin Berger.
Kann mir bitte jemand beim Lesen bzw. bei der Bedeutung in der Spalte Bemerkungen helfen. Ich lese dort: o. L. b.
Habe ich das richtig entziffert? Und was mag die Bedeutung sein?

Diese Bemerkung kommt in dem KB auch bei anderen Taufeinträgen vor (u. a. auch auf derselben Seite).

http://www.archion.de/p/8e17cdb628/

Ich bedanke mich schon jetzt für jede weiterführende Hilfe.

LG Pitka

upm_familie
Mitglied seit
22.12.2014

111 Beiträge

Hallo Pitka,

auf der ersten Seite dieses Begräbnisbuches steht ein ausführlicherer Hinweis: "... das Kind wird daher ungetauft ohne Begleitung beerdigt."

Ich vermute daher, dass das Kürzel o Bb (nicht o Lb) für ohne Begleitung beerdigt steht.

Erschreckend ist für mich, wie viele Kinder in dieser Zeit starben...

Grüße Ute

Pitka
Mitglied seit
30.12.2014

23 Beiträge

Ganz lieben Dank, Ute, für Deine Antwort.

Da ich das ganze KB durchblättere und natürlich eine entsprechende Vergrößerung insbesondere auf die Namen eingestellt habe, konnte ich die Bemerkungen bei dem Eintrag nicht sehen, denn bei meinen ganzen anderen gefundenen Familienangehörigen war eine solche Bemerkung nicht dabei.

Jetzt habe ich auch mal so durch`s KB geblättert und festgestellt, dass Du vollkommen Recht hast. Diese Bemerkung steht immer bei Totgeburten und bei den nur wenige Tage alten Kindern, die wohl noch nicht getauft waren bevor sie starben und deshalb auch bei der Beerdigung keine kirchliche Begleitung haben konnten.
Und deshalb kann ich auch keinen Taufeintrag finden!

Übrigens war es das 8. Kind meiner Vorfahrin. Jedes zweite Jahr bekam sie ein Kind, bevor sie dann 1901 nach der Geburt ihres 11. Kindes im Alter von nur 41 Jahren starb.

Und ja, es ist richtig, dass in diesen Kirchenbüchern GE-Bismarck ganz überwiegend (ich schätze über 90 %) Kinder starben oder es sich um Totgeburten handelte. Aber auch die Erwachsenen wurden ganz selten über 40-50 Jahre alt und verstarben an Krankheiten, die heute medizinisch gut behandelbar wären.

Wir dürfen froh sein, dass wir in der heutigen Zeit leben.

Vielen Dank nochmal und liebe Grüße
Pitka

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