Balth Laufenlechner?

Jokurz
Mitglied seit
15.09.2014

409 Beiträge

Hallo,

hier sind einige Indexe aus Matricula mit ähnlich klingenden Ortsnamen aus Österreich. Sie beginnen um 1650 mit dem Nachnamen -H-.
Ein Oberstein.... war nicht zu finden.

Steinerkirchen an der Traun, Oberösterreich
http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/steinerkirchen-an-der-traun/202%252F01a/?pg=44

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/steinerkirchen-an-der-traun/302%252F01a/?pg=39

Steinakirchen/Forst, Niederösterreich
http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/st-poelten/steinakirchen-forst/03%252F01/?pg=11

Steinerkirchen am Innbach, Oberösterrreich
http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/steinerkirchen-am-innbach/103%252F01/?pg=23

Gruß
Joachim

kobusz
Mitglied seit
01.01.2015

146 Beiträge

Vielen Dank an alle, die helfen wollen. Hätte nicht gedacht, dass der Eintrag so viele Reaktionen auslöst.

Sicher ist:
1. der aufgeschriebene Ortsname heißt OBERSTEINKIRCH - nur gibt es diesen in Österreich gar nicht!
2. der Nachname von Balthas fängt mit "H" an

Als ich vor Jahren den Eintrag von Hanns HUMMESETTER in Köngen mit dem Hinweis auf STEINENKIRCH in Österreich fand, suchte ich auch eine ganze Weile, schrieb die Pfarrer von Steinakirchen und den beiden Steinerkirchen an, bis sich herausstellte, dass es sich um STEINAKIRCHEN am Forst handelte.

Da ich vermute, dass OMBENSIEDER und HUMMESETTER zur selben Sippe gehören, versuche ich mal mein Glück in Steinakirchen.Vielleicht finde ich dort ja einen HAUSENLOCHNER / HAUSENLECHNER / HAUSENDORFER etc.

MfG

Matthias

kobusz
Mitglied seit
01.01.2015

146 Beiträge

HAUSERDORFFER gibt es in Steinakirchen, vielleicht ist daraus HAUSERTORFER geworden?
Denn ich bin mir mit dem l in der Mitte vom Namen nicht mehr sicher. Schaut man sich alle anderen l in den beiden Einträgen an, sind die doch recht deutlich ausgeschrieben, mit einer schönen Schleife. Betrachtet man sich aber das zweite t im Wort Tochter, könnte das vermeintliche l doch auch ein t sein, oder?

Freezard
Mitglied seit
30.05.2018

194 Beiträge

Obersteinkirch (Koscielniki Gorne) gehörte 1668 tatsächlich zu Österreich!
Schon mal was von Österreichisch Schlesien gehört? Dazu gehörte auch Breslau. Dann kam der schlesische Krieg usw.
Ich würde dort nach diesem Balthas. Hausenwehrer suchen, denn so lese ich das ziemlich eindeutig. Man vergleiche den fragwürdigen Buchstaben in der Mitte mit dem "W" im Wort "Würth" auf der gegenüberliegenden Seite.

Gruß,
Rainer

heinzi76
Mitglied seit
15.12.2014

1350 Beiträge

Hallo,
habe die beiden nachgefragt und beide haben wir geschrieben:
Hausenlechner soll der Name sein.

Der Ort in Schlesien halte ich nicht so für wahrscheinlich, sonst würde dort in Schlesien stehen.

Gehe eher davon aus , das dieser ein Exulant war.

Sven

Freezard
Mitglied seit
30.05.2018

194 Beiträge

Hallo!
Da der letzte Beitrag meine gutgemeinte Hilfe ohne Argumente, aber in fürchterlichem Deutsch sozusagen in die Tonne kloppt, möchte ich dazu Stellung nehmen, soweit das möglich ist:

"habe die beiden nachgefragt" (welche beiden? Hanni und Nanni? Angebot und Nachfrage? Experten?)
und beide haben wir geschrieben: (wir beide? beide wir? Sven und Heinzi? oder s.o.?)
Hausenlechner soll der Name sein. (wer hat das beschlossen? warum soll dies sein Name sein, wo doch ziemlich eindeutig Hausenwehrer dort steht? Auf mein Argument, dass der Buchstabe in der Mitte ein "w" sein muss, wird gar nicht eingegangen oder weiß jemand, was "leürth" für ein Beruf ist, wenn statt "we" "lec" gelesen werden soll)
Der Ort in Schlesien halte ich nicht so für wahrscheinlich, sonst würde dort in Schlesien stehen.
Ein Kirchenbuchschreiber von 1668 hatte natürlich zukünftige Grenzen vor Augen, wenn er seine Einträge verfasste. Aber: Schlesien war damals größer als sein Österreichischer Teil, hätte er also Schlesien geschrieben, wäre es nicht eindeutig gewesen, wo er herkam. Er hätte dann auch Preuße, Pole oder sonst was gewesen sein können.
Gehe eher davon aus , das dieser ein Exulant war.
Warum? Dies ist eine reine Vermutung. Guckt bitte auf den Text Buchstabe für Buchstabe und gebt Lesehilfe, bringt Euer historisches Wissen ein und schickt den Fragensteller nicht auf falsche Fährten!

Gruß,
Rainer

kobusz
Mitglied seit
01.01.2015

146 Beiträge

Hallo Rainer,

bevor es hier noch eskaliert.
Ich finde HAUSENWEHRER tatsächlich als den wahrscheinlich richtigen Namen. Wieso sollte der Pfarrer im Seelengegister sonst WERER als Familiennamen eingetragen haben? Sein Sterbeeintrag ebenfalls WERER!
Schlesien müßte man sich mal anschauen, auch wenn ich eher glaube, dass es doch eher ein Exulant war. Aber von vornherein würde ich die Möglichkeit nicht ausschliessen, zumal ich vermute, dass der Pfarrer den Ort nach Gehör eingetragen hat. Kann mir gut vorstellen, das er z.B. durch den Dialekt statt "Kirchen" "KIRCH" verstanden hat.

Gab es in Schlesien auch "Hausnamen"? Sind die schlesischen KB's online?

VG
Matthias

heinzi76
Mitglied seit
15.12.2014

1350 Beiträge

Hallo,
nochmals dazu.

Ich selber konnte den Namen nicht sicher lesen und habe diesen zwei befreudeten Berufsgenealogen gesendet.
Beide haben wir den Familiennamen Hauslechner gesagt völlig unabhängig voneinander.
Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt.

Die Zeit um 1668 deuten meist schon hin, das diese ein Exulant war.

Steinakirchen war letzte Ort der lange Evangelisch geblieben ist, dort sind über 200 Familien um 1650 vertrieben worden.
Lieder sind dort die Kirchenbücher vor 1650 verbrannt, auch für den Ort in Schlesien gibt es keine mehr.

@Rainer wollte nur helfen und so zu schreiben finde ich nicht gerade toll.

Sven

kobusz
Mitglied seit
01.01.2015

146 Beiträge

Hallo Sven,

Hauslechner kann es nicht sein. Nach dem S kommen noch zwei Buchstaben.
Inzwischen bin ich aber überzeugt, dass es HANNSENWEHRER heißt.
Ich hatte ja auch gedacht HAUSENLECHNER.
Aber: es ist mit Sicherheit ein Vulgoname HANNSENWEHRER. Der Querstrich über dem vermuteten U ist das Verdopplungszeichen für das N, also nicht HAUSEN, sondern HANNSEN.
In Güglingen, nur 5km vonn Cleebronn gelegen, heiratet Hans WEHRER 1649 als Witwer die Maria KEßEL, beide aus dem Ländlein ob der Enns.

Balthas könnte demnach der Sohn von Hans Wehrer sein (aus erster Ehe?), deshalb wurde er Hannsenwehrer genannt.

Was sagt ihr?

VG
Matthias

kobusz
Mitglied seit
01.01.2015

146 Beiträge

Hier noch der Link zum Hochzeitseintrag von Hans Wehrer:

http://www.archion.de/p/9109fb19fe/

Wie könnte der Ortsname lauten? Braizenay?