Erneuete Konkurrenz für Archion durch Ancestry

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

1459 Beiträge

Gerade in der "Sachsen-Liste" auf genealogy.net gelesen:

"Alte Standesamtdaten bald im Netz"

"Die Digitalisierung der ab 1874 im Stadtarchiv überlieferten Personenstandsbücher der Magdeburger Standesämter hat begonnen."

http://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/20160207/stadtarchiv-alte-standesamtdaten-bald-im-netz

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Frage an Herrn Müller-Baur:
Und wie sieht es mit den KB-Beständen des LKA Magdeburg aus???

Was ist da wann bei Archion zu erwarten???

Mit freundlichen Grüssen
Vera Nagel

Loobster
Mitglied seit
19.12.2014

17 Beiträge

Moin,

Wieso Konkurrenz ?

In diesem Fall ist die Kirche für die Kirchenbücher (bis 1874/1875) zuständig und Ancestry für die Standesamt-Unterlagen (ab 1874/1875).

Gruß

H. Rode

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1091 Beiträge

Frage: gab es da nicht einen "Datenschutz", und wie sieht der
in Sachsen aus ? Oder wurde der Datenschutz durch eine kürzliche
Gesetzesänderung ausgehebelt, wenn es um den Datenbestand von
Behörden geht? Hat die Behörde von Ancestry ! Geld erhalten ?
Wie bekannt werden in den USA Milliardenumsätze mit Daten gemacht

Zitat aus der "Volksstimme":

"... Die Digitalisierung wird durch das Unternehmen „Ancestry“ durchgeführt. Das kann reichlich Erfahrung vorweisen, hat es doch bereits Daten aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, aus dem Bundesarchiv oder dem Stadtarchiv Dresden und dem Landesarchiv Berlin digitalisiert. Die Indexierung der Personennamen und die Speicherung sind für die Stadt kostenlos. Zudem sind alle Einträge auch mit den übrigen dort gespeicherten Datensätzen verknüpft. Deren Zahl übersteigt mittlerweile 15 Milliarden.

Wer dann über das Internet auf den Index und die Daten zugreifen möchte, muss bei Ancestry ein Abo abschließen, das 59 Euro für ein halbes Jahr kostet ...."

wilczek
Mitglied seit
19.01.2015

59 Beiträge

Bisher habe ich noch nicht gelesen, dass sich irgend jemand aus dem Kreis Jener die sich lautstark über die Archion-Preise aufregen, überden Ancestry-Nepp beklagt...

Loobster
Mitglied seit
19.12.2014

17 Beiträge

Moin,

Zum Thema Datenschutz: die von den Standesämtern an die Archive abgegebenen Geburts-, Heirats- und Sterberegister unterliegen keinen Sperrfristen mehr. Der Datenschutz nach dem BDSG gilt eh nur für Lebende.

Zum Thema Bezahlen: Ancesty bezahlt die Register mit der Dienstleisung des Digitalisierens. Das ist Quasi ein Geschäft für beide Seiten. Die Archive bekommen Ihren Bestand digitalisiert und Ancestry darf die Digitalisat dann vermarkten.

Adhafera
Mitglied seit
16.01.2015

3 Beiträge

Hallöchen,

endlich ist es soweit die Magdeburger Standesamtunterlagen werden digitalisiert. Ich wohne im Schwarzwald und habe Vorfahren in Sachsen-Anhalt. Allein eine Reise nach Magdeburg würde mich mehr kosten als das Jahresabo bei Ancestry und Archion zusammen.
Und Rechercheaufträge in Magdeburg wurden dort abgelehnt.

Zum Finanziellen: Ich habe u.a. ein Jahresabo bei Archion, da ich der Meinung bin, dass man solche Projekte unterstützen sollte. Denn hier wird Geschichte in die Zukunft gebracht. Wir und künftige Generationen werden von dieser Arbeit profitieren.
Es wird immer wieder beklagt, dass das alles zu teuer sei. Aber man sollte bedenken, dass Mitarbeiter bezahlt werden müssen und die Ausstattung, wie Rechner u.a. sind auch nicht umsonst.

Viele Grüße
Adi

lankar
Mitglied seit
02.03.2016

6 Beiträge

Hallo Adi,

du sprichst mir aus der Seele. Ein Dank an dieser Stelle mal an alle, die sich die Mühe machen die KB zu digitalisieren und diese dann mit all dem technischen Knowhow Online stellen. Damit erleichtert man uns Forschen die Arbeit und erspart viel Zeit in wer weiss wie vielen Archiven zu sitzen.
Daumen hoch für diese tolle Idee.

LG Lankar

sarah08
Mitglied seit
20.01.2016

9 Beiträge

Also Ancestry biete ja tausendmal so viele Funktionen etc wie Archion, da finde ich den Preis schon gerechtfertigt, zumal es ab und zu relativ gute Angebote gibt - da schlage ich dann immer zu, ansonsten pausiere ich mein Abo. Man muss sich ja nicht direkt das Worldwide-Abo holen, da man sich über die App einzelne Dateien auch einfach dazukaufen kann. Wenn man nur drei davon braucht, oder nur mal gucken will, ist das super. Außerdem kann man dort mit unzähligen Familienforschern direkt in Kontakt treten, was ich schon mehrmals gemacht habe, und es hat mir immer wieder weitergeholfen. Das Design usw ist viel ausgereifter, da wurde schon eine ganze Menge Geld investiert. Natürlich werden die sich aber mit den deutschen Daten eine goldene Nase verdienen. Da haben unsere Beamten wahrscheinlich sich viel zu schlecht informiert, was das Geschäft momentan boomt.

Ich kann aber auch verstehen, dass Archion die Preise so hoch ansetzen muss, weil einfach momentan die Nachfrage noch nicht so da ist.
Meine Vorfahren sind größtenteils katholisch, und es gibt nur einen protestantischen Zweig, den ich (laut Katalog) hier erforschen könnte, aber dazu habe ich erst ein Buch hier gefunden, daher werde ich mir auch kein volles Abonnement holen - zudem ich es mir auch momentan gar nicht leisten kann.

finwe
Mitglied seit
20.12.2014

43 Beiträge

Hallo,
Gibt es schon Informationen, wann diese Bestände online gehen sollen?

Grüße finwe

baukuthi
Mitglied seit
16.01.2015

455 Beiträge

Derzeit bei dieser Firma (ich darf den Namen nicht nennen wegen Werbung für Konkurrenz) ganz neu dazu gekommen, leider nur als Index, keine Scans:
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Sachsen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher 1760-1890

Informationen zur Sammlung
Diese Sammlung enthält Namenindices von Kirchenbücher aus zahlreichen evangelischen Gemeinden, die heute weitgehend im Bundesland Sachsen-Anhalt liegen. Die ältesten Kirchenbücher dieser Sammlung stammen aus dem 18. Jahrhundert. Viele von ihnen enden 1874, als neben diesen traditionell geführten Kirchenbüchern seit dem 1. Oktober 1874 die verpflichtende staatliche Beurkundung des Personen- oder Zivilstandes durch örtliche Standesämter in den preußischen Provinzen eingeführt wurde.
Enthalten sind unter anderem die Städte Magdeburg, Halle (Saale), Stendal, Salzwedel, Aschersleben, Merseburg, Weißenfels, Wernigerode und Zeitz, sowie zahlreiche Gemeinden, die weitgehend zu dem historischen Territorium der preußischen Provinz Sachsen gehörten. Dieses Gebiet gliederte sich in eine nördliche Hälfte mit der historischen Region Altmark und eine südliche Hälfte, die in der Mitte weitgehend durch das Herzogtum Anhalt gespalten war. Nicht enthalten in dieser Sammlung sind daher die Städte und Gemeinden um Bernburg, Zerbst und Dessau, die zu den Fürstentümern Anhalts gehörten. Das Hauptgebiet der Provinz Sachsen, das von 1815 bis 1944 bestand, liegt heute im Bundesland Sachsen-Anhalt.
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Martina