Nach Neu-Digitalisierung veränderte Bildnummern und fehlende Schrift

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1095 Beiträge

Vor längerer Zeit wurde dazu geschrieben:

Nach Neudigitalisierung von Kirchenbüchern verändern sich die Bildnummern. Aufzeichnungen der Familienforscher z. B. für einen Vorfahren von Taufe 1654 Bildnr. 10 - oder auch komplett erstellte
Indexe für Kirchenbücher zur schnelleren Forschung sind damit hinfällig. - Angabe von Digitalisatnummern als Quellennachweis in Datenbanken sind nun in großer Anzahl falsch, und die Indexe können für schnelle Forschung nicht mehr verwendet werden.

Warum konnte das nicht verhindert werden ?

Ein weiterer Punkt.
Kirchenbücher haben sich teilweise im Laufe der Jahrzehnte qualitativ verändert. Bei vor Jahrzenten erfolgter Verfilmung war Schrift noch lesbar bis leider danach einige Kirchenbücher in der Form "restauriert" wurden, indem transparentes Klebeband über ausgefranstes Papier befestigt wurde. Der Kleber dieser Klebestreifen hat dann die Schrift darunter "aufgelöst".
Bei nun erfolgter Neudigitalisierung
von den Originalbüchern
ist die Schrift unter den Klebestreifen
nicht mehr lesbar - die vorher auf Microfilmen/Microfichen
nach damaligen Büchern noch lesbar war
d. h. auch hier bei Archion bei der vorherigen
Onlinestellung von Digitalisaten
erstellt nach den alten Microfilmen/Microfiches.

Familienforscher müßten in solchen Fällen
wieder in die Archive fahren - um noch die alten
Verfilmungen anzusehen ...

Es wäre schön, wenn sich das jemand zu Herzen nehmen würde.
Freundliche Grüße

judith.sutter
Archion-Mitarbeiter
Mitglied seit
17.08.2015

346 Beiträge

Hallo Linde,
immer wieder werden zur Qualitätsverbesserung schlechtere Scans auf Mikrofilmbasis gegen neue vom Originalbuch ausgetauscht. Diese Maßnahme stellt zunächst einmal ein Gewinn und kein Verlust dar. Archion und die datengebenden Archive reagieren bei diesem Austausch auf den Wunsch der Forschenden. Das Ergebnis ist qualitativ um ein Vielfaches höher und Seiten, die bei der alten Mikroverfilmung überblättert worden sind, können damit nachträglich verfügbar gemacht werden. Vorsatzblätter werden mitdigitalisiert, so dass hier kein inhaltlicher Verlust entsteht. Dass sich dadurch Bildnummern verschieben, ist möglich und bedauerlich, lässt sich jedoch nicht vermeiden.
Dies wie auch Ihr weiterer Punkt kann kein Massenphänomen sein. Daher die Bitte an Sie: nennen Sie zumindest ein konkretes Beispiel. Wo genau war die Schrift noch lesbar und wo ist sie es heute nicht mehr?

heinzi76
Mitglied seit
15.12.2014

1748 Beiträge

Hallo,
wäre es in solchen Fällen nicht möglich beides online zu stellen.

Der Speicherplatz kostet heute doch nicht mehr viel.

In Reglel sind aber neue verfilmte Kirchbücher viel besesser in der Qualität
als von alten Mikrofilme.

Sven

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

1987 Beiträge

Zitiert von: heinzi76
...In Reglel sind aber neue verfilmte Kirchbücher viel besesser in der Qualität als von alten Mikrofilme.

Hallo Frau Sutter,
hallo Sven,

da Sie beide im Kern die zitierte Aussage getroffen haben:

Das ist doch überhaupt nicht der Punkt in Linde.

Der Punkt ist vielmehr

Zitiert von:
...Bei nun erfolgter Neudigitalisierung von den Originalbüchern
ist die Schrift unter den Klebestreifen nicht mehr lesbar - die vorher auf Microfilmen/Microfichen nach damaligen Büchern noch lesbar war
d. h. auch hier bei Archion bei der vorherigen Onlinestellung von Digitalisaten erstellt nach den alten Microfilmen/Microfiches....

...und damit hat Linde absolut Recht.

Frage ist nur: wer kann es leisten bzw. können es die tangierten Archive leisten, daß bei einer Neudigitalisierung an schlecht „restaurierten“ KB-Stellen etwaig vorhandene alte Mikrofiches/-filme herangezogen werden, um zu prüfen, ob diese aus einer Zeit vor der „Restaurierung“ stammen und ggfls. ein Mehr an Informationen enthalten.

BG, Vera

heinzi76
Mitglied seit
15.12.2014

1748 Beiträge

Hallo Vera,
hab schon verstanden um was es geht.
Die meisten Mikrofilme stammen ja nach den zweiten Weltkrieg.
Die meisten Kirchenbücher sind sicher davor restauriert worden.
Es betrift also nur wenige Kirchenbücher die in den letzten 40 Jahre restauriert wurden.
Das ganze kann nur das Archiv liefern, je nachdem wie dort der Wille und Personal gibt.

Ein schönes Beispiel hierfür:
http://www.archion.de/p/45d3d1ac43/

"Hier haben wir aber wieder einmal das Problem, dass das KB vor. ca. 50 Jahren mittels "Laminierung" restauriert wurde. Das Material altert und man kommt nicht mehr an das Papier heran - Ausblutungen sind unter dem Plastik "konserviert.

Sven

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1095 Beiträge

Hallo Frau Sutter -

wissen Sie es - oder glauben Sie es - dass sich die Bildnummern
bei Neudigitalisierung zwangsläufig verschieben müssen ? Nicht nur
einzelne Forscher betrifft es - sondern auch Dateien, die im Forum
oder unter UGC zu KBn eingestellt wurden ?

Wäre es möglich, dass bei Neudigitalisierung darauf geachtet wird, dass keine ganzen Seiten fehlen, die vorher vorhanden waren ? Wie verändern sich dann die Bildnummern, wenn z. B. zwischen Bild 3 und 4 2 Seiten des KBs fehlen und hier nun nachdigitalisierte Seiten
eingefügt werden ?

Zur Qualität der neuen Digitalisate von Originalbüchern :
Die neue Qualität würde nur zum qualitätsvollen Lesen
und Nutzen führen, wenn Sie gleichzeitig eine neue Bildbearbeitung
implementieren - wie z. B. bei Matricula verfügbar.
Leider wurde auf frühere Hinweise nicht geantwortet oder reagiert.
Z. B. auch der schlecht lesbaren blassen Schrift in Farbdigitalisaten
- bei dunkler stellen bei Archion wird das farbige Papier auch dunkler dargestellt usw . - Die "Korrigierfunktionen"
bei Archion reichen nicht aus. Das heißt - farbige
Neudigitalisate von Originalbüchern - sind oft schlechter zu entziffern, als vorherige schwarz-weiß erstellte Digitalisate ....

Denken Sie doch bitte einmal an diejenigen, die mit
den Digitalisaten arbeiten - und auch schon darüber gechrieben =
Menschen mit Sehproblemen sollten nicht zusätzlich belastet
und auch nicht ausgeschlossen werden -
gleich durch welche "Probleme" z. B.
fehlender - aber möglich zu implementierender Bildbearbeitung -
wie z. B. bei Matricula vorhanden. Warum wird sie bei Archion
nicht implementiert ?

Ein Danke an Vera und Heinzi.

Freundliche Grüße

P.S. Es sollen Fehlstellen etc direkt gemeldet werden.
In einem Fall habe ich Stunden damit verbracht,
KBr durchzusehen und Ihnen Bildnummern gemeldet -
nachdem Sie meinen Hinweis "das KB x weist z. B. vom
Jahr 1716 - 1770 durchgängig fehlende Schrift in der Bindung auf.
Dieser Hinweis war nicht präcise genug - so dass ich - s.o.
Dieses KB ist bis heute nicht neu digitalisiert worden -
dafür aber andere ( ? ) Die weiteren Vorgehensweisen gegenüber
"Forschenden" zum Thema "freundlichst
erbetene Einsichtnahme in Kirchenbüchern vor Ort"
können Sie meinen Beiträgen entnehmen.

Nur so weit hier noch einmal =
Wenn KBr seinerzeit verfilmt wurden mit -zig Textfehlstellen
in der Bindung - diese dann auch von Ihnen in gleicher Form
online gestellt - brauchen Forscher Einblick in die
O r i g i n a l bücher - was meisens verweigert wird -
oder auch kostenpflichtig von "Beauftragten" - was das auch sei -
durchgeführt werden solle ... die z. B. gar nicht "im Thema" des
Forschenden sind. Anfragen an Sie ergaben keine Lösung.

Massenphänomene oder nicht spielt für denjenigen Archionkunden keine Rolle, der an nicht- oder schlechtlesbare Digitalisate gelangt -

und Frage = waren es denn "massenhaft" Archion-Kunden, die bei Ihnen
Neudigitalisierung eines KBs verlangten -

und war es in meinem erbetenen Fall ich "ganz allein"
(erst - nachdem ich die Originalbücher nicht einsehen "durfte" ) -
so dass Sie das KB nicht neudigitalisiert einstellen wollten ?

Auch, wenn Anfragen wie meine vielleicht für Sie unbequem sind -
wäre es schön, wenn Sie den positiven Hintergrund erkennen könnten.

judith.sutter
Archion-Mitarbeiter
Mitglied seit
17.08.2015

346 Beiträge

Hallo Linde,
hier mal ein konkretes Beispiel:
Kirchenkreis Vlotho > Eidinghausen > Beerdigungen 1841 - 1868
http://www.archion.de/p/e9abca73ef/
und dasselbe nochmal zwei Stufen heller:
http://www.archion.de/p/94efb0bb63/
Das ist doch erstklassig. Oder etwa nicht?

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

1987 Beiträge

nur als kleiner Hinweis zu Ihrem Beispiel: die vom User individuell eingestellten Helligkeitsstufen bleiben im Permalink nicht erhalten!

Erhalten bleiben nur Zoomstufe und Bildbereich!

BG, Vera

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

1987 Beiträge

Sorry für die fehlende Anrede, Frau Sutter.

BG, Vera

judith.sutter
Archion-Mitarbeiter
Mitglied seit
17.08.2015

346 Beiträge

Zitiert von: vnagel2004
nur als kleiner Hinweis zu Ihrem Beispiel: die vom User individuell eingestellten Helligkeitsstufen bleiben im Permalink nicht erhalten!

Erhalten bleiben nur Zoomstufe und Bildbereich!

BG, Vera

Sorry, Denkfehler