viele Taufzeugen

okhaine
Mitglied seit
16.01.2015

277 Beiträge

Ich möchte auch etwas dazulernen.

Wie bekomme ich Details zu den regionalen / lokalen Kirchenordnungen?

Könnte mir vorstellen, dass man dies nur in den sonstigen Unterlagen des Pfarrers finden könnte, also nicht unbedingt in den Kirchenbüchern und somit wieder nur in einem Archiv ... oder?`

Bitte um einen Tipp! Vielen Dank!

Gruss, Oliver

G_Brose
Mitglied seit
12.08.2016

111 Beiträge

Hallo miteinander,

für die Familienforschung ist es sicher interessant, die Paten zu kennen. Aber wer kennt schon die Paten seiner nächsten Angehörigen und deren Patenkinder?

Wer kennt die Paten seiner Eltern und weiß, für wen seine Eltern Paten sind oder waren? Ich nicht, jedenfalls nicht alle.

Ich versuche seit einiger Zeit bei Gelegenheit (z.B. bei Geburtstagsgratulationen) danach zu fragen. Natürlich auch nur dort, wo ich erwarten kann, daß mir diese zumindest teilweise bekannt sind.

Viele Grüße,
Gerhard

mickimicki
Mitglied seit
21.03.2019

60 Beiträge

(ich bin überhaupt kein Kenner und erst seit wenigen Wochen am Kirchenbuchstudieren-) mir ist aber in oberhessischen lutherischen Kirchenbüchern im 18.Jh. folgendes aufgefallen:

Wenn einee als "armer Mann" oder "arme Frau" o.ä. bezeichnete ortsfremde Person ein Kind zur taufe brachte, gibt es manchmal Formulierungen wie "bat zu Gevattern" oder ähnliches und es dann folgt eine größere Anzahl Paten aus ortsansässigen Familien. Wesentlich mehr als die bei nicht-adligen oder Pfarrerskindern üblichen 1 bis 2.
Ich frage mich, ob dabei eine Rolle spielt,daß diese vielen Paten dann vielleicht für die Taufgebühr zusammengelegt haben.

FremmaW
Mitglied seit
23.02.2018

62 Beiträge

Gab es denn eine Taufgebühr??

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

1458 Beiträge

Zitiert von: FremmaW
Gab es denn eine Taufgebühr??

Aber sicher; der Pfarrer mußte doch für seine Tätigkeit bezahlt werden.

BG, Vera

FremmaW
Mitglied seit
23.02.2018

62 Beiträge

Interessanter Link!

Ich dachte, die Pfarrer wurden damals in Naturalien bezahlt; hatten das Recht, von den Gemeindegliedern versorgt zu werden...
Kanns mir nicht richtig vorstellen, die Kirchen haben ja andererseits nennenswerte Reichtümer angehäuft.

Leibniziana2014
Mitglied seit
20.03.2015

243 Beiträge

Sehr naiv gedacht - von Kraut und Rüben, gesponsert von Einwohnern und Bauern konnte, wenn überhaupt da kein Pfarrer überleben...
Das konnten das wohl eher die katholischen Pfarrer - mir aber ist bekannt, daß auch um 1900 und auch später noch die evangelischen Pfarrer nebenbei eine kleine Landwirtschaft mit allem drum und dran geführt haben und das auch mußten, um neben ihrem kleinen Einkommen über die Runden zu kommen. Und die Mägde aus den Dörfern etc gingen bestimmt nicht ohne einen Obulus (Geld) wieder nach Hause.

Wenn jemand da mehr dazu kennt, bitte schön - wir sind alle gespannt !

Leibniziana2014
Mitglied seit
20.03.2015

243 Beiträge

Und nebenbei hatten wohl auch alle Pfarrers Familie mit etlichen Kindern zu versorgen...
und die Dorfbewohner ebenso . die kleinen vorgeschriebenen Gebühren für Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Begräbnisse gab es ja landesweit, aber die konnten keinen größeren Haushalt decken, daher diesen "Nebenwerb" durch Landwirtschaft und Garten und was auch immer. Ziegen hatte sicher jeder Pfarrer im Stall - Kühe ? Muss ich nachfragen...