Sächsische Kirchenbücher bei Archion – warum liegen bereits digitalisierte Bestände weiterhin offline?

Was fällt Ihnen ein, Sven ????

Ist das Mist, wenn ich mein Alter ins Spiel bringe, daß mich daran hindert lange Fahrten auf mich zu nehmen oder Jahre auf
Digitalisate zu warten?
Ich wünschte es wäre anders, ich wünschte, ich könnte sagen: 10, 20 Jahre warten, puuh, ein Klacks, ich bin noch jung!

In diesem Sinne
Elke
 
...
Es nutzt nichts, das es vorhandener Digitalisate im Archiv gibt.
...
Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
Es muss eine Aufbereitung gemacht werden aber diese ist niemals so aufwändig, dass es 10 Jahre dauert.

Technisch gesehen sind die Digitalisate im Lesesaal eine Reihe von Bildern, welche in ein pdf gepackt wurden. Und auf Archion ist es auch nur eine Reihe von Bildern, das ist kein großer Unterschied, also kein technisches Problem.
Was eben gemacht werden muss ist die Seiten mal durchzublättern und zu prüfen und dann zu schwärzen was nicht online gehen darf.
Das ist keine schwierige oder besonders aufwändige Arbeit, es muss aber trotzdem Personal geben was das tut und für diese Arbeit gibt es keine Mitarbeiter.

Ich bin aber kein Freund davon deswegen auf dem Archiv rumzuhacken sondern eher dafür dort höflich nachzufragen, hier im Forum sichtbar zu machen wie groß der Bedarf bzw. Frust bei den Forschern ist und das Archiv soweit das möglich ist zu unterstützen.
 
Hallo,
Ihr habt leider keinerlei Ahnung und schreibt nur Mist hier.
Es nutzt nichts, das es vorhandener Digitalisate im Archiv gibt.

Diese müssen alle erst Aufbereitet werden und mehren Arbeitsschritten, das diese hier mal online gestellt werden können.
Die Digitalisierung ist nur ein Schritt von vielen, nutzt nichts wenn nur dieser gemacht ist, die weiteren jedoch nicht.

Wer nicht warten kann, kann doch ins Archiv gehen, das kann doch jeder selber machen.

Für Bayern dauert es auch 10 Jahre bis alles mal online verfügbar sein wird, das weiß jeder und man muss halt damit leben.

In diesen Sinne

Sven

Ihr Beitrag vermischt mehrere Dinge, die hier bewußt getrennt diskutiert werden.

Erstens:

Niemand bestreitet, daß zwischen Digitalisierung und Onlinestellung weitere Arbeitsschritte liegen. Der entscheidende Punkt ist jedoch, daß in Sachsen seit Jahren große Bestände vollständig digitalisiert vorliegen, darunter sehr viele Kirchenbücher vollständig vor 1876. Diese erfordern keine datenschutzrechtliche Nachbearbeitung und könnten sofort an Archion übergeben werden. Genau darüber sprechen wir – nicht über eine Voll-Online-Stellung „alles auf einmal“.

Zweitens:

Der Hinweis „wer nicht warten kann, kann doch ins Archiv gehen“ verkennt die Realität vieler Forscher. Nicht jeder kann reisen, Urlaub nehmen, körperlich belastende Archivtage leisten oder hohe Gebühren für Einzelanfragen tragen. Genau deshalb wurde Archion gegründet: um Zugang unabhängig von Ort, Zeit und Geldbeutel zu ermöglichen.

Drittens:

Der Vergleich mit Bayern oder katholischen Diözesanarchiven ist hier nicht zielführend. In Sachsen ist die Situation besonders, weil
– für einen klar abgrenzbaren Teilbestand die Sicherungsverfilmung und Digitalisierung bereits abgeschlossen sind und diese Digitalisate archion-fertig im Dresdner Lesesaal vorliegen, während die Arbeiten an anderen Beständen parallel weiterlaufen.
– andere evangelische Landeskirchen längst platzhalter- und stufenweise veröffentlichen,
– das sächsische Archiv selbst öffentlich die Übergabe an Archion als Ziel benennt, sie aber faktisch blockiert.

Viertens:

Es geht hier nicht um Ungeduld, sondern um einen Zeitraum von nahezu zehn Jahren dokumentierter Verzögerung bei gleichzeitig vorhandenen, nutzbaren Digitalisaten.

Kurz:

Niemand fordert das Unmögliche. Gefordert wird das Sachlich-Naheliegende:
die Übergabe der längst fertigen, unproblematischen Bestände – und danach schrittweises Nachladen, so wie es andernorts längst Praxis ist.

Wenn man das für „Mist“ hält, sollte man sich zunächst mit den konkreten Zahlen und Abläufen befassen.

maxkli
 
ich schreib dir das letzte mal,
das Aussagen sind leider nicht richtig.
"Diese erfordern keine datenschutzrechtliche Nachbearbeitung und könnten sofort an Archion übergeben werden."

Nein das geht so nicht das kann man nicht so machen, hier ist leider doch viel Arbeit zu verrichten, einfach online stellen wäre schön,
ist aber leider nicht so.
Daher dauert es leider länger, nicht schön für die dort suchen, aber es ist halt so.

Sven
 
Ein neuer Thread zur Agitation gegen die viel zu langsame Landeskirche? Die Dinge sind doch schon vor etlichen Wochen ausführlich genannt worden und wollen (zumindest von mir) nicht schon wieder in epischer Breite und ähnlicher Polemik im Archion-Forum gelesen werden. Um Goethe zu zitieren: "Getretener Quark wird breit, nicht stark."

Wie wäre es mit eine Gruppe (Mail, WhatsApp oder was auch immer) außerhalb des Archion-Forums, um sich spezifisch dazu auszutauschen? Archion hat, soweit mir bekannt, immer noch keinen Einfluss auf die Lieferung von Digitalisaten..
Trotz der Gefahr mich zu wiederholen (s.o.):
Alle Argumente sind bekannt und verdaut. Sie müssen nicht laufend wiedergekäut werden. Einen möglichen Konsens der Argumentierenden und selbst Möglichkeiten eines Kompromisses sehe ich nicht. Es ist ein kirchenpolitisches Thema der Landeskirche, aber die Landeskirche diskutiert hier nicht mit und wird es wohl auch nie tun. Im Archion Forum wird sich das nicht lösen lassen. Somit ist die ganze Geschichte hier weiterhin deplatziert und reine Agitation.
 
ich schreib dir das letzte mal,
das Aussagen sind leider nicht richtig.
"Diese erfordern keine datenschutzrechtliche Nachbearbeitung und könnten sofort an Archion übergeben werden."

Nein das geht so nicht das kann man nicht so machen, hier ist leider doch viel Arbeit zu verrichten, einfach online stellen wäre schön,
ist aber leider nicht so.
Daher dauert es leider länger, nicht schön für die dort suchen, aber es ist halt so.

Sven

@heinzi76

Sie wiederholen eine pauschale Behauptung („das geht so nicht“, „da ist viel Arbeit zu verrichten“), ohne eine einzige der konkret benannten Tatsachen zu widerlegen. Genau das ist der Punkt.

Niemand bestreitet, daß ein Teil der Digitalisate (Einträge ab 1876) einer datenschutzrechtlichen Nachbearbeitung bedarf. Darum geht es hier ausdrücklich nicht.
Es geht um die vor 1876 liegenden Kirchenbücher, die – im Lesesaal digital zugänglich sind,
– dort ohne Schwärzung eingesehen werden dürfen,
– und bei denen keine zusätzliche datenschutzrechtliche Bearbeitung erforderlich ist.

Diese Unterscheidung wird hier seit Beginn des Threads sauber getroffen.

Solange Sie nicht konkret benennen,

1. welche zusätzlichen Arbeitsschritte bei genau diesen vor-1876-Bänden erforderlich sein sollen,

2. warum diese Schritte in anderen Landeskirchen binnen kurzer Zeit möglich sind, in Sachsen jedoch über Jahre blockieren,

3. und auf welche eigene Betroffenheit (konkretes sächsisches KB-Forschungsproblem) sich Ihre Wortmeldungen überhaupt stützen,

bleiben Ihre Aussagen allgemeine Behauptungen ohne sachlichen Mehrwert.

Die hier vorgelegten Zahlen, Zeiträume und Vergleiche sind überprüfbar.
Eine pauschale Aussage wie „das ist halt so“ ersetzt keine Argumentation – schon gar nicht nach fast zehn Jahren Stillstand.

maxkli
 
@Wolfgang_F

Niemand bestreitet, daß es sich hier um ein kirchenpolitisches Thema der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens handelt.
Genau deshalb wird es hier diskutiert – und nicht, wie vorgeschlagen, in private Nebenkanäle ausgelagert.

Das Archion-Forum ist der einzige öffentliche Ort, an dem Nutzer transparent dokumentieren können, – wie lange bereits gewartet wird,
– welche Zusagen gemacht wurden,
– und in welchem Umfang digitalisierte Bestände tatsächlich vorliegen, ohne online zugänglich zu sein.

Der Vorwurf der „Agitation“ greift zu kurz. Es werden hier keine Parolen verbreitet, sondern Zahlen, Zeiträume und überprüfbare Fakten benannt. Daß sich diese seit Jahren kaum verändert haben, liegt nicht an „Wiederkäuen“, sondern an ausbleibendem Handeln.

Private Gruppen (Mail, WhatsApp etc.) lösen kein strukturelles Problem. Sie entziehen es im Gegenteil der öffentlichen Wahrnehmung – und genau das hat in den letzten fast zehn Jahren zu dem geführt, was wir heute sehen: Stillstand bei gleichzeitig fortschreitender Digitalisierung im Hintergrund.

Richtig ist auch: Archion selbst entscheidet nicht über die Lieferung. Deshalb richtet sich der Fokus ausdrücklich NICHT gegen Archion, sondern auf das Nichthandeln der liefernden Institution. Das wird hier wiederholt klar benannt.

Abschließend eine sachliche Nachfrage, die zur Einordnung wichtig ist:
Auf welche konkreten sächsischen Kirchenbücher bezieht sich Ihre eigene Forschung, und seit wann warten Sie darauf? Diese Information hilft, die Perspektiven im Thread nachvollziehbar einzuordnen.

maxkli
 
Hallo,
glaube das einige noch nie gesehen haben was alles gemacht werden muss bis so ein Buch online geht.
Die datenschutzrechtlichen Nachbearbeitung wird das wenigste sein.

Wie genau das in Dresden an den Rechnen ist, kann ich nicht sagen da ich dort noch nie war.

Wir ist aber bekannt das diese in einen andern Form gespeichert sind wie hier gebraucht wird.
Jedes Bild und jede Seite muss umgewandelt werden in ein anderes Format.
Da muss man auch immer auf Vollständigkeit und schauen das alles auch brauchbare Qualität hat.

Dann müssen zu jeden Kirchenbuch Metadaten und Laufzeiten eingeben werden und die ganzen Zusatzinfos die hier hinterlegt werden, sonst
findet man das ja gar nicht in der Suche.

Das alles muss dann auf Festplatte und versendet werden.

Wie das alles technisch gemacht wird und was alles noch zu beachten ist kann ich gar nicht genau sagen.

Habe sowas mal in Landesarchiv Nürnberg gesehen wie so ein Kirchenbuch verfilmt wird und was alles für Nebenarbeiten notwendig sind.

Das war wirklich viel Arbeit die dahinter steckt.

Wäre schön wenn sowas mal gezeigt wird, damit sich alles das vorstellen können was das alles für Aufwand ist.


Wenn das Archiv nicht die Mittel und das Personal dafür hat dauert es leider halt.
Die Archive haben auch andere Aufgaben wie die Kirchenbücher online zu stellen.

Der Kirchenkreis Auerbach ist ja nun online, ein kleiner Kirchenkreis, für 2026 sollen ja weitere kommen.

Sven
 
Hallo allerseits,

Es mag sein, dass es nachvollziehbare Gründe gibt, warum die Daten nicht schneller an Archion weitergegeben werden können. Aber offenbar macht sich das Archiv nicht die Mühe, diese zu erläutern. Und das ist offenbar ein Grund, warum der Frust so groß ist.

Ich selbst werde tatsächlich wahrscheinlich einfach abwarten. Oder irgendwann hinfahren. Mir stehen beide Möglichkeiten offen. Bei anderen Forschern ist das nicht so. Und die würden sicher gerne wissen, warum es so langsam geht und ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, das Verfahren zu beschleunigen. Manche Archive geben bekannt, in welcher Reihenfolge sie die Kirchenbücher voraussichtlich an Archion weitergeben werden. Das hilft, die weitere Forschung zu planen und zu entscheiden, ob man eventuell jemanden beauftragen möchte. Wenn ein Archiv hier nur antwortet, dass man die KB veröffentlicht, sobald es geht und dass die Forscher eben warten müssen, hat man keinerlei Entscheidungshilfe.

Ich z.B. würde definitiv lieber für eine beschleunigte Bearbeitung der KB Geld spenden, als selbiges für Auftragsforschung auszugeben.

Viele Grüße an alle

Uta
 
Hallo allerseits,

Es mag sein, dass es nachvollziehbare Gründe gibt, warum die Daten nicht schneller an Archion weitergegeben werden können. Aber offenbar macht sich das Archiv nicht die Mühe, diese zu erläutern. Und das ist offenbar ein Grund, warum der Frust so groß ist.

Ich selbst werde tatsächlich wahrscheinlich einfach abwarten. Oder irgendwann hinfahren. Mir stehen beide Möglichkeiten offen. Bei anderen Forschern ist das nicht so. Und die würden sicher gerne wissen, warum es so langsam geht und ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, das Verfahren zu beschleunigen. Manche Archive geben bekannt, in welcher Reihenfolge sie die Kirchenbücher voraussichtlich an Archion weitergeben werden. Das hilft, die weitere Forschung zu planen und zu entscheiden, ob man eventuell jemanden beauftragen möchte. Wenn ein Archiv hier nur antwortet, dass man die KB veröffentlicht, sobald es geht und dass die Forscher eben warten müssen, hat man keinerlei Entscheidungshilfe.

Ich z.B. würde definitiv lieber für eine beschleunigte Bearbeitung der KB Geld spenden, als selbiges für Auftragsforschung auszugeben.

Viele Grüße an alle

Uta

Hallo Uta,

Dein Beitrag beschreibt den Frust sehr treffend – und genau hier liegt auch der zentrale Punkt.
Es geht nicht um „beschleunigte Digitalisierung“ oder um zusätzlich zu finanzierende Arbeiten. Die archion-fähigen Digitalisate sind längst erstellt, geprüft, bezahlt und im Dresdner Lesesaal nutzbar. Für diesen konkreten Bestand entsteht kein weiterer Kostenblock mehr.

Was fehlt, ist nicht Geld, sondern eine organisatorische Entscheidung zur Übergabe an Archion. Andere Landeskirchen zeigen seit Jahren, daß genau dieser Schritt auch gestaffelt erfolgen kann (Platzhalter-Methode, sukzessives Nachliefern).

Dein Wunsch nach Transparenz – Reihenfolge, Zeitfenster, realistische Planung – ist deshalb völlig berechtigt. Genau diese Informationen wären ohne jeden Mehraufwand kommunizierbar, werden aber seit Jahren nicht geliefert.

Spenden für „Beschleunigung“ klingen sympathisch, gehen hier aber am Kern vorbei:
Man kann nichts beschleunigen, was arbeitsseitig bereits abgeschlossen ist.
Was fehlt, ist nicht Geld – sondern Handeln.

Und genau deshalb wird das Thema hier öffentlich diskutiert.

maxkli
 
Hallo,
glaube das einige noch nie gesehen haben was alles gemacht werden muss bis so ein Buch online geht.
Die datenschutzrechtlichen Nachbearbeitung wird das wenigste sein.

Wie genau das in Dresden an den Rechnen ist, kann ich nicht sagen da ich dort noch nie war.

Wir ist aber bekannt das diese in einen andern Form gespeichert sind wie hier gebraucht wird.
Jedes Bild und jede Seite muss umgewandelt werden in ein anderes Format.
Da muss man auch immer auf Vollständigkeit und schauen das alles auch brauchbare Qualität hat.

Dann müssen zu jeden Kirchenbuch Metadaten und Laufzeiten eingeben werden und die ganzen Zusatzinfos die hier hinterlegt werden, sonst
findet man das ja gar nicht in der Suche.

Das alles muss dann auf Festplatte und versendet werden.

Wie das alles technisch gemacht wird und was alles noch zu beachten ist kann ich gar nicht genau sagen.

Habe sowas mal in Landesarchiv Nürnberg gesehen wie so ein Kirchenbuch verfilmt wird und was alles für Nebenarbeiten notwendig sind.

Das war wirklich viel Arbeit die dahinter steckt.

Wäre schön wenn sowas mal gezeigt wird, damit sich alles das vorstellen können was das alles für Aufwand ist.


Wenn das Archiv nicht die Mittel und das Personal dafür hat dauert es leider halt.
Die Archive haben auch andere Aufgaben wie die Kirchenbücher online zu stellen.

Der Kirchenkreis Auerbach ist ja nun online, ein kleiner Kirchenkreis, für 2026 sollen ja weitere kommen.

Sven

Hi Sven,

danke erneut für Deine ausführliche Schilderung. Sie macht allerdings sehr deutlich, wo das eigentliche Problem liegt.

Du beschreibst allgemeine Arbeitsgänge, räumst aber selbst mehrfach ein, daß Du die konkrete Situation in Dresden nicht kennst („kann ich nicht sagen“, „weiß ich nicht genau“, „noch nie dort gewesen“). Genau hier liegt der entscheidende Punkt.

In Dresden liegen seit Jahren vollständig digitalisierte Kirchenbücher im Lesesaal vor, bereits strukturiert, vollständig, qualitätsgeprüft und intern nutzbar.
Diese Bestände sind nicht mehr im Stadium der Digitalisierung, sondern im Stadium der bereits erfolgten Nutzung.
Die notwendigen Metadaten (Kirchgemeinde, Laufzeit, Signatur) existieren bereits, sonst wären sie im Lesesaal nicht recherchierbar.

Niemand behauptet, daß „gar keine Arbeit“ nötig sei.
Aber es geht um den Unterschied zwischen Grundsatzarbeit (Digitalisierung) und Übermittlung bereits fertiger Digitalisate. Letzteres ist kein zehnjähriger Prozeß, sondern eine organisatorische Entscheidung über Prioritäten und Ressourcen.

Der Hinweis auf Bayern oder Nürnberg hilft hier nicht weiter, weil dort andere Ausgangslagen bestehen. In Sachsen reden wir über konkret benennbare, zählbare und seit Jahren vorhandene Digitalisate, die bislang nicht übergeben werden.

Auerbach ist dafür kein Gegenbeweis, sondern eher ein Beispiel:
ein kleiner, symbolischer Schritt, der an der Größenordnung des seit Jahren wartenden Gesamtbestandes nichts ändert.

Genau diese Diskrepanz zwischen technisch Möglichem und tatsächlich Umgesetztem ist Gegenstand der Diskussion – nicht die grundsätzliche Existenz von Arbeitsschritten.


maxkli
 
Die datenschutzrechtlichen Nachbearbeitung wird das wenigste sein.
Das hat mit Datenschutz gar nichts zu tun (der gilt nur für lebende Personen), das Schwärzen ab 1876 ist eine freiwillige Selbstentscheidung der Kirche (die außer Arbeit nicht wirklich was bringt)

Wir ist aber bekannt das diese in einen andern Form gespeichert sind wie hier gebraucht wird.
Jedes Bild und jede Seite muss umgewandelt werden in ein anderes Format.
pdf zu png/jpg zurück zu pdf oder was auch immer machen Programme oder Scripte automatisch, Niemand setzt sich hin und wandelt jedes Bild einzeln um, das wäre ja wirklich bescheuert. Das Archiv ist erst neu gebaut und hat auch Computerupgrades bekommen, die leben ja nicht in den 90ern.
 
Genau deshalb wird es hier diskutiert – und nicht, wie vorgeschlagen, in private Nebenkanäle ausgelagert.

Sie haben bereits in "privaten Nebenkanälen" darüber diskutiert und diskutieren dort auch gegenwärtig.
(Diese wurden oben bereits verlinkt und der Diskussionsverlauf ist für jede Person jederzeit nachlesbar.)

Hier(!) wird es nur aus einem einzigen Grund diskutiert: weil die Evangelische Landeskirche Sachsen Gesellschafter bei Archion und die "stille" Hoffung besteht, daß dieser Gesellschafter all diese Kommunikation aufmerksam verfolgt und daraus folgend auf Ihre "Forderungen" eingeht.

Ob

-"der stete Tropfen höhlt den Stein" oder

-"der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht"

am Ende zutreffen wird, mag Jeder und Jede für sich selber beantworten.
 
Zur Klarstellung:

Der Verweis auf Diskussionen außerhalb dieses Forums betrifft den historischen und dokumentierten Verlauf der Thematik (u. a. frühere Archion-Threads seit 2016), nicht eine parallele Auslagerung der aktuellen Diskussion.

Der vorliegende Thread bezieht sich konkret und ausschließlich auf bereits digitalisierte sächsische Kirchenbuchbestände, die nachweislich seit längerer Zeit im Dresdner Lesesaal vorliegen und bislang nicht an Archion übergeben wurden.

Da die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens Gesellschafterin von Archion ist, erscheint es sachlich folgerichtig, diesen Punkt H I E R transparent zu thematisieren – ohne Anspruch auf unmittelbare Reaktion, aber im Interesse von Nachvollziehbarkeit und Planungssicherheit für die Forschung.
 
Konkrete Nachfrage:

Wie stellen Sie sich hier im Archion Forum bitte den weiteren Verlauf vor?

Jeden Tag, jeden zweiten Tag, jede Woche, im 14-tägigen Rythmus, einmal im Monat..... alle bereits vielfach verlautbarten Positionen einmal / mehrfach wiederholen...?
Ende offen....?
--------------------

Was hat bitte die Veröffentlichung im Archion Forum mit "Planungssicherheit für die Forschung" zu tun?

Vielen Dank.
 
Frau vnagel2004,

der weitere Verlauf ergibt sich nicht aus einem „Sendetakt“, sondern aus dem Diskussionsanlaß selbst. Solange neue sachliche Aspekte, Zahlen, Erfahrungsberichte oder Einordnungen hinzukommen, ist eine fachliche Diskussion legitim. Sobald dies nicht mehr der Fall ist, trägt sich ein Thread erfahrungsgemäß von selbst aus.

Zur zweiten Frage:
Die Veröffentlichung hier im Archion-Forum schafft selbstverständlich keine Planungssicherheit an sich. Sie ist jedoch der einzige öffentlich sichtbare Ort, an dem Nutzer nachvollziehen können,
– welche Bestände grundsätzlich existieren,
– welche davon bereits digitalisiert vorliegen,
– und daß zwischen vorhandenen Digitalisaten und Online-Stellung ein strukturelles Defizit besteht.

Genau diese Transparenz ist die Voraussetzung jeder Planung: ob Warten sinnvoll ist, ob Archivbesuche nötig werden oder ob alternative Wege gesucht werden müssen. Ohne belastbare Information bleibt Forschung reines Glücksspiel.

Es geht hier ausdrücklich nicht um Druck auf Archion, sondern um Sichtbarmachung eines Zustands, der viele Nutzer betrifft und bislang nicht erklärt wird. Das ist aus meiner Sicht ein legitimer Zweck eines Fachforums.

Vielen Dank.
 
Es warten sicher weit über hundert Archion Stammnutzer ganz ganz dringend auf ganz bestimmte Kirchenbücher, die aus welchen Gründen auch immer einfach hier nicht eingestellt werden. Das betrifft nicht nur Sachsen und Sachsen-Anhalt, sondern fast alle Landeskirchen.
Dazu kommt die Abgabe von Kirchenbücher an Landesarchive die nicht mit Archion kooperieren.
Die Lücke wird zwar langsam kleiner aber es bleibt bei diesem schönen alten Lied:
 
Der Versuch eines Überblicks über den Diskussionsverlauf "Kirchenbücher Sachsen"

>>> "Was ist mit den Kirchenbüchern in Sachsen los"
eröffnet 17.09.2023

bis zum 18.09.2025 - Gesamtzahl der Beiträge: 38 (in 2 Jahren!)

bis zum 17.10.2025 - Gesamtzahl der Beiträge: 102, d.h. 64 Beiträge in 4 Wochen
[Thema wurde geschlossen.]

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>>> "Sächsische Kirchenbücher bei Archion - warum liegen bereits digitalisierte Bestände weiterhin offline?"
eröffnet 11.01.2026

bis zum 18.01.2026 (mittags gegen 12 Uhr) - Gesamtzahl der Beiträge: 58 (binnen 1 Woche!)


[Weitere Forum-Threads, in denen dieses Diskussionsthema vorkommt, wurden nicht betrachtet.]
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Was wird diskutiert > Kircheninterne(!) Verfahrensabläufe

Wurden innerhalb der Diskussion neue, bislang nicht offenbare Sachverhalte grundlegender Art erkannt > Nein

Ist es sichergestellt, daß die Entscheidungsträger innerhalb der Landeskirche von der hier geführten Diskussion Kenntnis nehmen > keine gesicherte Beurteilung möglich

Kann man die begründete "Hoffnung" haben, daß Archion (als "Hausherr" dieses Forums) der infragestehenden Landeskirche diese Diskussionen zur Kenntnis gibt > Nein
 
Der Vergleich der beiden Threads zeigt keinen Stillstand, sondern einen qualitativen Bruch:
Was über Jahre vereinzelt blieb, wird nun gebündelt, konkret und faktenbasiert benannt.

Öffentliche Foren dienen nicht nur der unmittelbaren Problemlösung, sondern auch der Dokumentation, der Transparenz und der Vorbereitung weiterer Schritte.

Genau diese Funktion erfüllt der aktuelle Thread. Mehr ist dazu aus meiner Sicht nicht zu sagen.


maxkli
 
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