Hallo,
glaube das einige noch nie gesehen haben was alles gemacht werden muss bis so ein Buch online geht.
Die datenschutzrechtlichen Nachbearbeitung wird das wenigste sein.
Wie genau das in Dresden an den Rechnen ist, kann ich nicht sagen da ich dort noch nie war.
Wir ist aber bekannt das diese in einen andern Form gespeichert sind wie hier gebraucht wird.
Jedes Bild und jede Seite muss umgewandelt werden in ein anderes Format.
Da muss man auch immer auf Vollständigkeit und schauen das alles auch brauchbare Qualität hat.
Dann müssen zu jeden Kirchenbuch Metadaten und Laufzeiten eingeben werden und die ganzen Zusatzinfos die hier hinterlegt werden, sonst
findet man das ja gar nicht in der Suche.
Das alles muss dann auf Festplatte und versendet werden.
Wie das alles technisch gemacht wird und was alles noch zu beachten ist kann ich gar nicht genau sagen.
Habe sowas mal in Landesarchiv Nürnberg gesehen wie so ein Kirchenbuch verfilmt wird und was alles für Nebenarbeiten notwendig sind.
Das war wirklich viel Arbeit die dahinter steckt.
Wäre schön wenn sowas mal gezeigt wird, damit sich alles das vorstellen können was das alles für Aufwand ist.
Wenn das Archiv nicht die Mittel und das Personal dafür hat dauert es leider halt.
Die Archive haben auch andere Aufgaben wie die Kirchenbücher online zu stellen.
Der Kirchenkreis Auerbach ist ja nun online, ein kleiner Kirchenkreis, für 2026 sollen ja weitere kommen.
Sven
Hi Sven,
danke erneut für Deine ausführliche Schilderung. Sie macht allerdings sehr deutlich, wo das eigentliche Problem liegt.
Du beschreibst allgemeine Arbeitsgänge, räumst aber selbst mehrfach ein, daß Du die konkrete Situation in Dresden nicht kennst („kann ich nicht sagen“, „weiß ich nicht genau“, „noch nie dort gewesen“). Genau hier liegt der entscheidende Punkt.
In Dresden liegen seit Jahren vollständig digitalisierte Kirchenbücher im Lesesaal vor, bereits strukturiert, vollständig, qualitätsgeprüft und intern nutzbar.
Diese Bestände sind nicht mehr im Stadium der Digitalisierung, sondern im Stadium der bereits erfolgten Nutzung.
Die notwendigen Metadaten (Kirchgemeinde, Laufzeit, Signatur) existieren bereits, sonst wären sie im Lesesaal nicht recherchierbar.
Niemand behauptet, daß „gar keine Arbeit“ nötig sei.
Aber es geht um den Unterschied zwischen Grundsatzarbeit (Digitalisierung) und Übermittlung bereits fertiger Digitalisate. Letzteres ist kein zehnjähriger Prozeß, sondern eine organisatorische Entscheidung über Prioritäten und Ressourcen.
Der Hinweis auf Bayern oder Nürnberg hilft hier nicht weiter, weil dort andere Ausgangslagen bestehen. In Sachsen reden wir über konkret benennbare, zählbare und seit Jahren vorhandene Digitalisate, die bislang nicht übergeben werden.
Auerbach ist dafür kein Gegenbeweis, sondern eher ein Beispiel:
ein kleiner, symbolischer Schritt, der an der Größenordnung des seit Jahren wartenden Gesamtbestandes nichts ändert.
Genau diese Diskrepanz zwischen technisch Möglichem und tatsächlich Umgesetztem ist Gegenstand der Diskussion – nicht die grundsätzliche Existenz von Arbeitsschritten.
maxkli