Fundstücke (makabres, trauriges, erheiterndes)

msiegle
Mitglied seit
10.01.2015

1070 Beiträge

Doppel-Postings 1599 (!)
Taufen in Eibensbach, Dek. Brackenheim, Württemberg
http://www.archion.de/p/cb5ba2e328/

Ein kompletter Taufjahrgang wurde versehentlich
zweimal eingetragen. Zum Glück hat es jemand noch
gemerkt und fast eine ganze Seite elegant durchgestrichen.

#### DOPPPPPELT ####
...gab es also auch schon lang vor Archion, und das sogar ganz ohne Internet und Browser

emmi-49
Mitglied seit
23.01.2020

51 Beiträge

Aus dem Sterberegister im Jahr 1800 von Melle - Neuendorf

"Johann Henrich Sipper, Excolonus, geb. 1710, get. d. 13. May.
In 3 Ehen zeugte er 21 Kinder. Die Zahl seiner KinderKinder betrugen bey seinem Tode 52. Die Zahl seiner KinderKinderKinder - 21. Mithin betrug seine ganze Nachkommenschaft 94, von denen 60 noch leben, die den ehrwürdigen rechtschaffenen Greis zum Grabe begleiten können, 34 aber sind nicht mehr von seinen Nachkommen am Leben."
Sein Alter 90 Jahre und 6 Monate.

Seaotter
Mitglied seit
02.07.2021

230 Beiträge

... aus 3 Ehen 21 Kinder
Enkelkinder 52.
Urenkelkinder 21.
seine ganze Nachkommenschaft 94 ...

in 3 Ehen 21 Kinder = im Schnitt nur 7 Kinder pro Ehe
21 Enkelinder zeugen nur 52 Urenkel = im Schnitt nur 2 oder 3

Das war doch ganz normal.
M. M. nach weder makaber, traurig noch erheiternd -
einfach des Lebens Fluss - wie vieles Andere auch.

Traurig ist, dass in D jedes Jahr über 50.000 Kinder geboren werden,
deren Vater nicht bekannt ist - und diese Kinder niemals Vorfahrensuche in väterlicher Linie durchführen können ...

VG.

emmi-49
Mitglied seit
23.01.2020

51 Beiträge

Mir ging es mehr darum, dass so etwas im Kirchenbuch erwähnt wird. Das war mir noch nie begegnet. Bei den Enkel und Urenkeln sind sicher nur die gezählt, die in der Nähe des Ortes geblieben sind, es sind bestimmt mehr... Und vielleicht ist eine Ehefrau beim 1. kind verstorben, dann teilen sich die beiden anderen Frauen die restlichen 20 Kinder, was aber damals ja auch nôch normal war.
Liebe Grüße
Emmi

erwin735
Mitglied seit
27.04.2020

2 Beiträge

Ein Beispiel altpreußischer Rechtsprechung vor genau 300 Jahren:

"1721, d. 24. Octob: Ist Barbara Krausin, von 24 Jahr, wegen ihrer begangenen Missethat, da sie zu Herrendorff beym Andres Caminsky ihrem Wihrt das Haus angestekket u. Vieh, Pferd etc. auch seyn Getreyd verbrannt worden, durch Urtheil u. Recht mit dem Schwerdt vom Leben Zum Todt gebracht, u. ihr Cörper nachmals auff dem Scheiter Hauffen verbrannt worden. Sie hat ihren Todt durch Gottes sonderbahren Beystand behertzt u. unerschrokken ausgestanden, und ist seelig in den Wunden ihres Erlösers Jesu eingeschlaffen."

Gefunden in: Kreis Friedland (Provinz Ostpreußen) > Auglitten-Schönwalde > Bestattungen 1695 - 1749, Bild 20

Friedaschmidt1.1
Mitglied seit
08.04.2017

105 Beiträge

Hier hat sich der Pastor künstlerisch betätigt:

http://www.archion.de/p/8220fefc7b/

gefunden im Kirchenkreis Mecklenburg, Klütz

Harden
Mitglied seit
04.01.2015

68 Beiträge

Und wieder ein Unglücksfall:

http://www.archion.de/p/800796512c/

"den 5. Xbris. (1701) sind Hanß Jerg - Und Wilhelm Ludwig - Visenhäuser, zween leibliche Brüder, und gutten prädicats, in Ihrem Weinberg von einem Erdenloch erschlag und tot ausgegraben worden, einer 30. Jahr alt weniger 3. Monat, dieser alt 25. Jahr und 5. Monat. Gott ..?.. sie mit Freuden".

Vielleicht kann jemand das fehlende Wort entziffern...

Franz_Ridler
Mitglied seit
03.04.2015

1714 Beiträge

Zitiert von: Harden
Vielleicht kann jemand das fehlende Wort entziffern...

erweckhe