Kostenpflicht

karpa85
Mitglied seit
14.01.2015

14 Beiträge

Ein Nachteil von ARCHION sind die Kosten. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb man für die Recherche bezahlen muß. Vergleichbare Recherche in anderen Archiven sind kostenlos.

Martin_Jais
Mitglied seit
09.01.2015

5 Beiträge

Zitiert von: karpa85
Ein Nachteil von ARCHION sind die Kosten. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb man für die Recherche bezahlen muß. Vergleichbare Recherche in anderen Archiven sind kostenlos.

Wie bitte?? Es handelt sich hier um das Archiv der evangelischen Kirchen. Wenn jemand in die dortigen, heiligen Archivlesesäle geht, dann wird ein Obolus von etwa fünf Euro je Besuch fällig.

So ist es auch in den katholischen Bistumsarchiven. In einem muss ich neuerdings ab der dritten Pfarrei (die ich an einem Tag einsehen möchte) 1,50 Euro zusätzlich löhnen.

Unter diesen Umständen ist sogar die teuerste Variante (20-Tagespass zu 60,00 Euro) günstiger als ein Archivbesuch.

Was kostenlos ist und bleiben wird, wird die Suche nach den Kirchenbüchern (sprich: vorhanden oder nicht vorhanden).
Kostenlos ist ferner m.W. der Besuch (und damit die Recherche) in staatlichen Archiven - um ein solches handelt es sich beim Projekt Archion aber nicht.

baukuthi
Mitglied seit
16.01.2015

455 Beiträge

Zitiert von: Martin_Jais
dann wird ein Obolus von etwa fünf Euro je Besuch fällig.

In Berlin für Privatpersonen 9€, für Berufsforscher 35€

Zitiert von: Martin_Jais
Kostenlos ist ferner m.W. der Besuch (und damit die Recherche) in staatlichen Archiven - um ein solches handelt es sich beim Projekt Archion aber nicht.

Ist auch nicht immer/überall kostenfrei: Landesarchiv Berlin 30€/Jahr. Auch in anderen Brandenburger staatl. Archiven zahlt man eine Tagesgebühr.

Martina

miba8572
Mitglied seit
27.12.2014

6 Beiträge

Hallo,

nur mal so gefragt "Warum soll eigentlich immer alles kostenlos sein".
Wer nichts zahlen möchte, muss ja hier auch nicht mitmachen.
Wer sich beschwert möge bitte einmal recherchieren wie sich die anderen Archive finanzieren.

karpa85
Mitglied seit
14.01.2015

14 Beiträge

Warum soll eigentlich immer alles was kosten? Man kann kein Archiv mit einem anderen Archiv vergleiche aber actapublica, matricula und viele mehr - sind kostenlos. Ihr würdet alle ganz schön arm dastehen, wenn die nicht kostenlos sein würden.

HAScherer
Mitglied seit
16.12.2014

8 Beiträge

Gute Leistungen dürfen auch etwas kosten - das ist vollkommen legitim.
Man bedenke einmal die Kosten, die für das digitalisieren der Bücher und für den Unterhalt derartiger Plattformen anfallen.

Üblicher Weise fallen bei einem persönlichen Besuch im Kirchenarchiv ebenfalls Kosten an, nämlich ca. 7,- € pro Nutzungstag.
Dazu kommen die An- und Abfahrtkosten (Zeitaufwand und Spritkosten bzw. Kosten für öffentliche Verkehrsmittel), Parkgebühren und dann noch 2,- bis 6,- € pro Papierkopie.
Je nach Entfernung zum gewünschten Kirchenarchiv kommen da schnell mal Kosten von 20,- bis xxx,- € pro Besuch zusammen.
Im Falle meiner Ahnenforschung müsste ich z.B. die Archive Darmstadt, Speyer, Eichstätt, Regensburg und Augsburg "abklappern" wobei pro Archiv mehrere Besuche erforderlich wären.
Die Kosten können sich dabei leicht auf mehrere 100,- € pro Jahr summieren.

Hierbei ist noch nicht berücksichtigt, dass in der Regel jeder Besuch mit dem Archiv abgestimmt werden muss - die Leseplätze sind nun mal begrenzt. Die längsten Öffnungszeiten hat es in der Regel Donnerstags, womit dieser Tag auch gerne ausgebucht ist und Wartezeiten entstehen.

Die Vorteile dieser Plattform liegen meiner Meinung nach auf der Hand:

- Im Archiv stöbern, wenn ich dazu Lust und Zeit habe und das ganze noch stressfrei von Zuhause.

- Fixe und überschaubare Kosten in Form von bedarfsabhängigen Kurzzeitabo's oder einem Jahresabo für die Intensiv-Forscher.

Ich finde das toll und freue mich auf den Start.

Profil gelöscht

Zitiert von: Martin_Jais
[quote=4028]
So ist es auch in den katholischen Bistumsarchiven. In einem muss ich neuerdings ab der dritten Pfarrei (die ich an einem Tag einsehen möchte) 1,50 Euro zusätzlich löhnen.

Nee, stimmt nicht immer. In Bayern und Baden-Württemberg ist die Archivbenutzung für Familienforschung kostenlos. Fotos vom Bildschirm zu machen, ist ebenfalls kostenlos.

Ich verstehe aber, dass das Angebot Kosten verursacht. Doch die stehen in für mich keinem Verhältnis zu Nutzen. Ja, wenn flächendeckend alle evangelischen Kirchenbücher erfaßt wären, aber die paar?

HueBau
Mitglied seit
13.01.2015

12 Beiträge

Mir ist die ewige Diskussion über Kosten hin oder her schon fast leid. Fakt ist, dass es bisher in Deutschland keinen mir bekannten Internetzugang zu Kirchenbucharchiven gab bzw. gibt. Nun machen die evangelischen Archive den ersten Schritt. Die Vorteile hieraus wurden in den verschiedenen Beiträgen schon mehrfach herausgestellt. Das ist lobenswert und auch ich finde dies mutig und fortschrittlich – natürlich aber auch längst fällig. Aber wo bleiben die anderen Archive?.
Wieso soll nun das Projekt auch gleich die von den einzelnen Archiven gelieferten Digitalisate schon gleich umgestalten? Das bräuchte auch wieder Zeit und es wartet doch jeder schon auf den endgültigen Start. Lassen wir das doch dann mal erst richtig anlaufen. Dann hoffe ich natürlich darauf, dass sukzessive auch nachgearbeitet und erweitert wird hinsichtlich der zugänglichen Kirchenbezirke.
Kostenlos war von den mir besuchten regionalen Archiven bisher auch keines. Da sind auch bayerische und württembergische Archive dabei. Sogar die Kirchengemeinden vor Ort verlangen Gebühren oder erwarten eine Spende. Insbesondere Kopien und dann sogar nur ausschnittsweise zulässig, können pro Seite 1 € kosten. Hier werden sie nichts zusätzlich kosten. Vielleicht tut sich auch hinsichtlich der Gebühren etwas, wenn einmal eine gewisse Auslastung und (Einstands-)Kostendeckung vorhanden ist.

sh01
Mitglied seit
16.01.2015

19 Beiträge

Zitiert von: HueBau
Mir ist die ewige Diskussion über Kosten hin oder her schon fast leid. Fakt ist, dass es bisher in Deutschland keinen mir bekannten Internetzugang zu Kirchenbucharchiven gab bzw. gibt. Nun machen die evangelischen Archive den ersten Schritt. Die Vorteile hieraus wurden in den verschiedenen Beiträgen schon mehrfach herausgestellt. Das ist lobenswert und auch ich finde dies mutig und fortschrittlich – natürlich aber auch längst fällig. Aber wo bleiben die anderen Archive?...

FamilySearch hat fast alle Kirchenbücher entweder abgeschrieben oder abgefilmt, dann gescannt. Der Onlinezugriff ist kostenlos.
Teilweise sind deutsche Akten gesperrt, weil die Kirchenarchive die Veröffentlichung untersagten. Unverständlich für Kirchenbücher bis 1875, die im staatlichen Auftrag geführt und auch durch Steuern bezahlt wurden.
Teilweise zahlen die Bundesländer heute noch dafür.
Somit ist der kostenlose Zugang zu Kirchenbücher der Aufgaben bis 1875 eigentlich Pflicht.

Xtine
Mitglied seit
25.09.2014

119 Beiträge

Hallo Alois,

Zitiert von:

Nee, stimmt nicht immer. In Bayern und Baden-Württemberg ist die Archivbenutzung für Familienforschung kostenlos. Fotos vom Bildschirm zu machen, ist ebenfalls kostenlos.

ich weiß nicht, in welchen Archiven Du bisher warst, aber Deine Aussage kann ich nicht bestätigen.

Das Bistum Regensburg verlangt 5 Euro Benutzungsgebühr und wie bereits geschrieben ab der 3. Pfarrei 1,50 pro Pfarrei, außerdem berappt man 6 (!!) Euro pro DinA4 Kopie aus einem Microfich. Kostenlos ist was anderes! Auch die Archive in Würzburg und München-Freising sind nicht kostenlos und selbst Passau hat (bevor sie auf Matricula online gingen) eine Benutzungsgebühr verlangt.
Fotos von Bildschirmen oder den KB direkt durfte ich bisher noch nie machen!

Wenn ich nun noch meine Anreise (lassen wir ein Übernachtung mal weg) von ca. 400-500 km berechne, käme ich bei Archion deutlich günstiger weg.
Leider habe ich nur wenige evangelische Vorfahren, aber ich hoffe noch auf die Ostgebiete

Gruß
Xtine