Anhand von Kommunikantenverzeichnissen kann man auch verschiedene Muster erkennen. Ein Beispiel hier der Schulzen-Hof in Ahlum. Das Kirchspiel Ahlum hat 3 Kirchen, in denen wechselweise Abendmahl gehalten wurde.
So kommen vom Schulzen-Hof folgende:
1.Adv.69 die beiden jüngsten Töchter(1. u. 2.)
4.n.Epi.70 der Schulze Engelien(1.) und seine Frau(2.), der älteste Sohn(44.)
Sexag.70 die ältesten Töchter(5. u. 6.)
Judica70 die beiden jüngsten Töchter(27. u. 28.)
Cantate70 der Schulze Engelien(28.) und seine Frau(29.), der älteste Sohn(30.) und der 2. Sohn zum 1. Abendmahl(42.)
1.p.Trin.70 die ältesten Töchter(32. u. 33.)
Das könnte mit der Anzahl der Kirchensitze pro Hof oder auch einer gewissen Ordnung zu tun haben. Um nicht einmal mit 10 Kirchgängern "halbleer" und dann wieder mit 100 "brechend voll" zu sein, hat man die Einwohnerzahl gedrittelt. So konnte dann jeder auf seine mindestens 4 Kirchgänge im Jahr kommen.
Im Kirchspiel Ristedt gibt es von
1767-72 alphabetische Listen nach Haushalten sortiert, mit Angabe der Teilnahmen. Nur für Ristedt sind 1773 die Haushalte in der Reihe der Höfe genannt, angefangen mit Pastor usw., der Müller könnte auch Schulze gewesen sein, da das Amt auch in der Reihe wechselte.
Da hatte ich mich bei einer am 30.1. verstorbenen gefragt ob sie wirklich bis dahin schon 2 mal beim Abendmahl war. Im
KB 1816 gibt es dazu Statistiken, wo man sieht das die beiden Orte jeweils 8-9 mal Kirche hielten. Und der 30.1. sieht dabei für 2. Abendmahl sehr unwahrscheinlich aus, mein letzter Gedanke ging dann in Richtung am Krankenbett/privates Abendmahl.
Zusammen mit den Konfirmandenregistern ab 1767 ließ sich so die 50 Jahre Lücke für dieses KB gut erschließen.