Janetzke

Bei den Recherchen zu meiner Familie im nordöstlichen Westpreußen (Kreis Neustadt/Bohlschau) stieß ich auf eine Orts- oder sonstige Zuschreibung, die ich nicht zuordnen kann: Wiczebychke. Zwei Quellen au den Kirchenbüchern (KB) dazu:
"...1778: Catharine Janetzkin, eine Tochter des herrschaftl. Wald-Knechtes Joh Janeczki con Wiczebychke..." (KB Kreis Neustadt/Bohlschau. Bestattungen 1774-1818 (76/12))
"...dem gewesenen WaldKnecht Jacob Wrobel p.t. bei Wicrzbychke..." (KB Kreis Neustadt/Bohlschau. Taufen 1774-1802).
Kann mir da jemand einen Hinweis geben?
Kontakt: Norbert Janetzke n.janetzke[ät]t-online.de


Moderatoren Hinweis: Zum Schutz Ihrer Privatsphäre wurde die Email-Adresse editiert.
siehe bitte auch hier
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ohne Permalink wird da keiner Lust haben, den Eintrag erst noch selbst herauszusuchen.

Kann es sein, dass der Text automatisch erkannt werden sollte, vgl. das Wort "con" statt "von"?
Der Ortsname ist dann sicherlich auch falsch automatisch erkannt.
 
Sterbeort: Bohlschau.
Der Familienname scheint zu lauten: Janeczki von Wierzbytzken
Das deute ich als eine kaschubische Adelsnamen, finde da aber auf Anhieb nichts in Google unter Janecki von Wierzbycki oder ähnliches.
 
Und wenn es doch kein Adelsname, sondern tatsächlich eine Ortsangabe ist, könnte vielleicht der Ort Wierzbiczany am Wierzbiczanyer See, ein paar Kilometer östlich von Gnesen gemeint sein.
 
273 km entfernt. Warum sollte er sein Kind in Bohlschau begraben lassen?
Man müsste zu dieser Familie hier noch mehr Angaben haben bzw. suchen. Nur dieser eine Eintrag ist etwas wenig.
100 % überzeugt bin ich von meiner These auch nicht.
Könnt' auch eine einsame Waldhütte sein. Im Goldbeck (1789), in westpreussen.de und in kartenmeister.com aber kein Siedlungsplatz in der Umgebung von Bohlschau, der irgendwie passen würde.
 
Ein Waldknecht (der wahrscheinlich eher keinen Adelsnamen haben dürfte), muß ja nicht zwangsläufig in oder um seinen Geburtsort angestellt gewesen sein. Vielleicht hat es ihn durch seinen Militärdienst woandershin verschlagen, wo er seine Familie hat nachkommen lassen. Sein Kind war ja auch nicht mehr soo klein (17 Jahre).
Ja, es ist eine Spekulation und ein Schuß ins Blaue, aber das ist der ähnlichste Ortsname zu dem genannten Eintrag, den ich gefunden habe.
Es gibt noch einen zweiten Ort dieses Namens, zwischen Thorn und Hohensalza gelegen. Ähnlich weit weg.
 
Aufgrund der Realteilung war der kaschubische Kleinadel ärmlich, in der Regel waren es Bauern, im 19. Jahrhundert vielfach Knechte. Ich will hier nicht ausholen, man kann das in Google nachlesen.
 
Da der Sterbeeintrag von 1778 ist und das älteste Ortsverzeichnis Westpreußens, das ich zur Hand habe, von 1789 (der Goldbeck), könnt' die Waldhütte namens "Wierzybtzken" schon 1789 nicht mehr vorhanden gewesen sein. Wahrscheinlich realistischer als kaschubischer Kleinadel.
 
Habe leider im Moment ein Problem mit dem PC, kann daher nicht entsprechend antworten. Vielen Dank aber für Eure Anregungen.
Norbert Janetzke
 
Zurück
Oben