Hochzeit des Jerg Rommel

Hallo heute zum zweiten,

ich bitte um Vervollständigung des Ehebucheintrags vom 6.4.1651 (ganz oben):

"hat sich Jerg Rommel, Metzger, zu Limberg(?) mit Sibilla _ _
einsegnen lassen"

Vielen Dank!
 
hat sich Jerg Rommel, Metzger, zu Kirnberg(*) mit Sibilla Millerin? offentlich
einsegnen lassen.

(*) vielleicht: Kirchenkirnberg ?
 
Lieber Franz Ridler (und alle anderen),

der von Ihnen zurückgezogene KB-Eintrag aus Kirchenkirnberg verwirrt mich etwas

Ich lese (soweit ich kann):
"Jerg Rommel, Chunrad Rommels seel. von Heppach ehelicher Son mit Sy-
billa, Wilhelm _ (jedenfalls nicht Miller) _ eheliche Tochter alhier. _ _ Zu Heppach".

Passt perfekt zur ebenfalls in Heppach eigetragenen, oben verlinkten Hochzeit, auch der Vorname der Frau (der für einen Zufall fast schon zu selten ist), nur der Nachname des Brautvaters nicht. In Großheppach Millerin, in Kirchenkirnberg eher was wie "Laustengert".

Haben Sie eine Erklärung?
 
Jerg Rommel, Thomas Rommels see[lig] von Heppach ehelicher Son und Sy-
billa, Wilhelm Laubingers auch (?) eheliche Tochter alhie. Wohnen anietzo zu Heppach.

Wilhelm Laubinger wird 1661 erschlagen.

Ich hatte den Eintrag zurückgezogen, als ich den abweichenden Namen bemerkte.
 
Herzlichen Dank für die Korrektur. Es bleibt die Frage, wie der unterschiedliche Namen der Bräute zu erklären ist.

Seltsamer Weise wird der Nachname des Brautvaters in den Taufbüchern Großheppach (Miller) und Kirchenkirnberg (Laubinger) unterschiedlich benannt. Dass es sich um zwei unterschiedliche Hochzeiten handelt, schließe ich aus, dafür ist die Koinzidenz für zwei solche parallele Ereignisse zu hoch. Ich erkläre es mir so, dass der Pfarrer in Großheppach den Eintrag zeitleich mit dem nächsten von HANS Rommels Hochzeit machte, bei welcher die Braut (ebenfalls) "Millerin" hieß. Beide Einträge sind in gleichem Schriftschwung und einheitlicher Tintenstärke geschrieben und unterscheiden sich darin vom dritten Eintrag auf der Seite. Möglicherweise war Jerg Rommel bei der Hochzeit von Hans Rommel zugegen und bat den Pfarrer, auch seine Hochzeit noch in seinem Heimatort niederzuschreiben, woraufhin der Pfarrer beide Einträge auf einen Satz vollzog. Da die Bräute beide aus fremden Orten kamen, dem Großheppacher Pfarrer daher nicht geläufig und beide Männer Rommel hießen, war er möglicherweise beim Verfassen des ersten Eintrags gedanklich schon bei der Braut des zweiten und schrieb so den falschen Namen ins Buch.

Dagegen ist auszuschließen, dass dem Pfarrer in Kirchenkirnberg bei der Braut und ihrem Vater eine Verwechslung unterlief. Ich gehe also davon aus, dass Georg Rommel eine Sybilla Laubinger ehelichte.
 
Hallo Rainer,

danke für die kräftige Unterstützung! Die NB bei der dritten Ehe ist ja auch interessant (noch habe ich den Inhalt aber nicht voll erschlossen :))

"NB dieser
Kummer fast mit Jüngern als im halbers Jahr mit obgenanter Sybilla geha..., Hornung ist Er mit der StiefTochter davon gezogen b. sich nimmer sehen lassen"

War die Stieftochter interessanter als die ca. 50-60 jährige Ehefrau?
 
Unglaublich! Dann hat sie das Erlebnis wohl zumindest nicht nachhaltig von einer Ehe abgehalten :)
Aber im ernst, sie wird als zugezogene in Großheppach nahezu mittellos gewesen sein, möglicherweise war eine Ehe schlicht überlebensnotwendig.
 
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