Catharina Hofmann(in) von ...weiler bürtig

Wie ich darauf komme? Eigentlich suche ich nach den Vorfahren von Magdalena Müller, Tochter des Husaren Georg Müller.
Hier sind ihre Lebensereignisse:
voreheliches Kind
Proklamation
Trauung
Tod
Sie muss also geboren sein zum Jahreswechsel 1798/1799. Bei meiner Suche nach ihrer Taufe bin ich auf die Taufe im ersten Post dieses Threads gestoßen.
 
Ich sitze gerade intensiv an den Neustädter Kirchenbüchern und kann sagen: -weiler-Orte sind dort in der Region extrem selten. Das genannte Ruthmannsweiler, dazu kommen Hohlweiler und die Hohlweilermühle bei Unterlaimbach/Scheinfeld. Schon etwas weiter weg, bei Geiselwind, kenne ich Rehweiler.
Im Gunzenhäuser Raum gibt es viel mehr -weiler-Orte, zum Beispiel.
"Löblerin" ist mir im 17./18. Jh. bisher niemals als Herkunftsort begegnet - das war wohl zu der Zeit schon verschwunden als selbständiger Name. Die Zeit der Quellfassung liegt ja auch schon im 16. Jh. [posting Nr. 7 von bali].
Rößleinsdorf, das hier ja diskutiert wurde, heißt immer Rößleinsdorf (in Varianten: Rößles-/Rössels-...), aber nie Rößleinsweiler.

Hofmann (mit Varianten: Hoff-/Hof-; -man/-mann) ist ein in der Region NEA zwar nicht sehr häufiger, aber doch auch nicht ungewöhnlicher Familienname.

Ein "t" sehe ich in dem Ortsnamen nicht. Die "t" in "Hartländer" oder auch in "bürtig" haben eine deutlich weniger ausgeprägte untere Schleife.
Der Anfangsbuchstabe ist meines Erachtens in jedem Fall ein "L".
Im selben Buch auf S. 5 oben haben wir die Vornamen "Barbara" und "Burkhard" (selber Schreiber) - das "B" sieht definitiv anders aus.
Auf S. 7 oben einen "Cattun-Fabrikanten" - auch das "C" sieht anders aus.
S. 13, Nr. 9: eine Regierungs-Räthin - nein, auch die "R" sehen anders aus mit dem kleinen Schnörksel am Anfang.
Auf S. 11, Eintrag 25: ein Leonhard als Pate - das "L" ist hier ja unzweifelhaft. Und für mich identisch mit dem Anfangsbuchstaben des gesuchten Ortes.
 
Manche Ortsnamen sind leider so entstellt, weil dem Gehör nach notiert, so dass es äußerst schwer ist, eine Lösung zu finden. Hinzu kommt, dass es in Süddeutschland keine Kirchenbuchdatenbanken als Suchhilfe gibt.

Ich habe in Rademachers Ortslexikon, Buchstabe R, mit strg+F nach weiler geguckt. Am ehesten würden passen:

Ruthmannsweiler [=?"Rutlesweiler"], 15 km von Neustadt/Aisch entfernt.

Der Ort war/ist seit der Reformation lutherisch.
 
Nun ja, wenn der Georg Müller 1802 und 1806 Vater von zwei unehelichen Kindern mit zwei verschiedenen Müttern wird, dann sortiere ich die 1798/1799 geborene Tochter auch als unehelich ein. Aber ja, in dem Heiratseintrag steht weder das eine noch das andere. Bei anderen Bräuten auf der Kirchenbuchseite gibt es den Zusatz "ehelich erzeugte Tochter".
 
naja er kann ja 1799 verheiratet gewesen sein, die Frau verstorben und er hat noch zwei mal mit unterschiedlichen Frauen Kinder gezeugt, das wäre möglich.
1824 ist er nicht mehr am Leben, sein Sterbeeintrag könnte ich da nicht finden.
 
hier die Antwort, leider hilft das nicht so weiter.

Anhand der Anordnung im Alphabetischen Register vernute ich, dass es tatsächlich einen separaten Band Konfirmationen 1809 – 1821 gab. Dieser muss aber schon früh verloren gegangen sein, da er in unseren Unterlagen mindestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht erwähnt wird. Einen, wenn auch nicht gleichwertigen, Ersatz bietet das Abendmahlsbuch 1809 – 1828 (9.5.0001-450-44). Die Konfirmanden wurden anlässlich ihres ersten Abendmahls bei den Abendmahlsgästen am Tag der Konfirmation (in Neustadt damals an Pfingsten) teilweise explizit eingetragen. Allerdings handelt es sich hier nur um Auflistungen, die keine weiteren Informationen als den Namen nennen. Das Abendmahlsbuch ist nicht digitalisiert, Sie können es aber nach Vorbestellung bei uns, gegen einen Tagessatz von 10 Euro, im Lesesaal einsehen.

Sven
 
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