neue Digitalisate

Liebe Mitforscher und mit Lesende,

man kann im Bereich "neue Digitalisate" seit Wochen, wenn nicht schon länger feststellen, dass
offenbar eine Tröpfcheninfektion die neuen Digitalisate ergriffen hat.
Es kann für diese "Neuen" evtl. noch den einen oder anderen Interessenten geben, aber wirklich
fortschrittlich ist dies nicht mehr.

Daher meine (natürlich provokante) Frage: schafft es ARCHION in absehbarer Zeit Verträge mit
den kirchlichen Lagerstellen in den Staatsarchiven zu schaffen, die auch tatsächlichen Fortschritt
im Bestand von ARCHION bedeuten?
Meine Formulierung zu - kirchlich / staatlich - darf jeder gerne auseinander nehmen: ich denke was
ich damit meine, ist angekommen! (Ich habe keinen Bock mehrmals am Tag hin- und her zu pendeln)

Und zusätzlich die Frage: die armen Kirchenmäuse haben kein Geld zum Digitalisieren; könnte ARCHION
hier nicht einmal Vorreiter sein? (Ohh weh, jetzt habe ich etwas angezettelt!).
Friedlich mit Grüßen dieses Posting beendend ;-)
R Stamporek
 
Als es vor vielen Jahren mit dem "Kirchenbuchportal" anfangen sollte hieß es noch, das sich das selbst trägt. Die Einnahmen sollten zum Teil an die teilnehmenden Archive zurück fließen damit diese eben z. B. digitalisieren können....
Inzwischen wird das dortige Personal wohl immer weiter abgebaut, so das es kaum noch jemanden gibt, der die gelieferten Scans (wenn es denn überhaupt gemacht wird) kontrolliert und zur Ablieferung an Archion fertig macht.
Das ganze Thema Onlinestellung scheint in manchen Archiven nicht wirklich erwünscht zu sein (meine subjektive Meinung). Objektiv weiß ich das in einigen staatlichen Archiven die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen falls dann mal alles digital/online ist.....
 
Hallo Ralf, vorab einen herzlichen Gruß an Dich.

Ja, das "alte Thema" der Zusammenarbeit verschiedener staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen.........

Dein Thema / Deine Anregung hatten wir ja z.B. hier


Frage an Dich:
Hast Du es direkt bei Archion ( info@archion.de ) angesprochen?

Hier im Nutzerforum von Archion kann m.E. nur dazu gesagt werden: aber ja, es wäre ganz wunderbar, wenn sämtliche evangelischen Kirchenbücher Deutschlands (außerhalb zu beachtender "Schutzfristen") hier online verfügbar wären.

Viele Grüsse,
Vera
 
Hallo

Kürzlich habe ich eine Anfrage zum Thema Sömmerda an das Archiv in Magdeburg gesendet.

Antwort mit meinen zusammen gefassten Worten:

Die Digitalisate und Metadaten von Sömmerda liegen bei Archion.

Anfrage an Archion, Antwort: (auch mit meiner mit eigenen Worten zusammengefassten Antwort)

Die Onlinestellung von Sömmerda wird für das erste Halbjahr 2027 geplant, zuvor kommen noch einzelne Digitalisate
von Nachlieferungen von diversen anderen Kirchenkreisen.

Meine Meinung ? Den Aussagen lege ich keinen Wert bei, Sömmerda steht schon mehr als ein Jahr an erster Stelle, dann wieder weiter unten in der Liste, dann wieder an erster Stelle.
Vielleicht kommt wieder ein dringender Auftrag, wie z.B. die Bücher vom kath. Trier.
Fühle mich verars.....
 
Ich kann nur hoffen, dass bei den Nachlieferungen endlich der Rest vom KK Mühlhausen dabei ist. Da warte ich schon lange drauf.
 
Guten Abend zusammen,
insbesondere Dir Vera, Danke für Deine Antwort ;-)
Und nein, tatsächlich habe ich niemanden direkt bei Archion über die genannte Mailadresse angeschrieben,
habe lediglich dieses Forum hier für mein "Anliegen" genutzt.

Ich dachte - recht naiv offensichtlich - dass der Träger einer Homepage, der auch ein Forum betreibt, dort auch
ab und an herein schaut und ein bisschen mit liest.

Die Idee aufgreifend, werde ich aber mal mein (wohl auch von allgemeinen Interesse, statt nur meine Forschungsgebiete
betreffend) Thema "Lagerung von Kirchenbüchern in staatlichen Archiven" und wie diese in Archion eingebunden werden
können, dort einmal anfragen.
Es scheint also wohl kein ausschließliches Braunschweig / Wolfenbüttel'sches Problem zu sein.
Ich habe es gewusst: NAPOLEON ist an allem Schuld!
:)
Grüße
 
man kann im Bereich "neue Digitalisate" seit Wochen, wenn nicht schon länger feststellen, dass
offenbar eine Tröpfcheninfektion die neuen Digitalisate ergriffen hat.
Es kann für diese "Neuen" evtl. noch den einen oder anderen Interessenten geben, aber wirklich
fortschrittlich ist dies nicht mehr.
Zu der Tröpfcheninfektion möchte ich anmerken, dass in den letzten Wochen vermehrt sehr große Dateien hochgeladen worden sind, wodurch es so langsam voranzugehen scheint. Die zwei bis vier Kirchenbuchverkartungen sind immer im Gesamtumfang von grob 6600 Farbscans der Karteikarten. Ein Kirchenbuch enthält ja vielleicht im Durchschnitt 300 Scans auf Archion (mal mehr, mal weniger, mal Farbe, mal s-w). Wenn man jetzt allein für die Rechnung annimmt, dass die einzelnen Scans immer alle gleich groß sind (was natürlich nicht der Realität entspricht), dann entsprechen die zwei bis vier Kirchenbuchverkartungen etwa 22 Kirchenbüchern, was ja ein normaler Fortschritt wäre.

Jetzt kann man natürlich zurecht darüber diskutieren, ob die zig Dateien an Kirchenbuchverkartungen nicht gegenüber "normalen" Kirchenbüchern zurückstehen sollten oder ob man diese nicht vielleicht immer mal wieder ein bis zwei zwischendurch/nebenher hochlädt und nicht wochenlang hintereinander. Aber das ist natürlich rein subjektiv, Nürnberger und Hofer Forscher freuen sich sicherlich gerade, ich persönlich habe mit Bayern aber nichts am Hut.

Dafür hab ich mich Anfang des Jahres über den Kirchenkreis Altenburger Land sehr gefreut, der immerhin auch über beinahe zwei Monate hochgeladen wurde. Das wird andere Forscher dafür wenig oder gar nicht tangiert haben.

Ich bin auch sehr dafür, dass mehr Archive (auch und besonders nicht kirchliche) sich entschließen, bei Archion mitzumachen und sei es nur wie in Bremen, dass dann die Kirchenbücher neben Arcinsys auch bei Archion vorliegen. Wobei ich auch der Ansicht bin, dass die bereits existenten Partnerarchive durchaus noch Fortschritt versprechen, siehe den Kommentar zu Sömmerda aus dem LKA Magdeburg oder auch die breite Diskussion zum LKA Dresden, zu der man seitenweise im entsprechenden Unterforum lesen kann. Die Nordkirche verfilmt jedes Jahr kontinuierlich mehrere Gemeinden mehr in Vorpommern und das LKA Eisenach sollte im nächsten Jahr mit der Verfilmung des Kirchenkreises Eisenach fertig werden. Zumindest für meine Forschungsbereiche, die hauptsächlich im heutigen Ostdeutschland liegen, sehe ich auf Archion in der nahen Vergangenheit wie nahen und weiteren Zukunft Fortschritt und Potenzial. Ich stimme aber uneingeschränkt zu, dass das leidige Geld hier oftmals bremst.
 
An der Stelle möchte ich die kritische Frage in den Raum stellen, ob man die Kirchenbuchverkartungen in einer derart hochscharfen Auflösung scannen muss, um sie gut lesen zu können, oder ob Scans in geringerer Qualität auch okay wären und man dann mit dem Upload schneller vorankäme.
 
An der Stelle möchte ich die kritische Frage in den Raum stellen, ob man die Kirchenbuchverkartungen in einer derart hochscharfen Auflösung scannen muss, um sie gut lesen zu können, oder ob Scans in geringerer Qualität auch okay wären und man dann mit dem Upload schneller vorankäme.
Für die Online-Stellung sollte es ein gutes Verhältnis zwischen beidem sein. Auch je nach Quali der Bücher, der Schriftgröße.... Als Sicherung für Verluste natürlich so hoch wie möglich. Schau dir die Minimalauflösung in Berlin-Brandenburg an, das ist in vielen Fällen nicht wirklich nutzbar, da kaum vergrößerbar, Digitalisat von schlechtem alten Microfilm ....
 
Hallo

Kürzlich habe ich eine Anfrage zum Thema Sömmerda an das Archiv in Magdeburg gesendet.

Antwort mit meinen zusammen gefassten Worten:

Die Digitalisate und Metadaten von Sömmerda liegen bei Archion.

Anfrage an Archion, Antwort: (auch mit meiner mit eigenen Worten zusammengefassten Antwort)

Die Onlinestellung von Sömmerda wird für das erste Halbjahr 2027 geplant, zuvor kommen noch einzelne Digitalisate
von Nachlieferungen von diversen anderen Kirchenkreisen.

Meine Meinung ? Den Aussagen lege ich keinen Wert bei, Sömmerda steht schon mehr als ein Jahr an erster Stelle, dann wieder weiter unten in der Liste, dann wieder an erster Stelle.
Vielleicht kommt wieder ein dringender Auftrag, wie z.B. die Bücher vom kath. Trier.
Fühle mich verars.....
Dann fragt man sich schon, warum das für die Nutzer des Portals nicht besser kommuniziert werden kann, ganz im Sinne von Kundenpflege und besserer Planbarkeit der Pass-Buchungen und Recherchezeiten. Bei anderen Projekten in der digitalen Welt gibt es transparente Roadmaps. Würde ich mir hier dann auch wünschen, sofern machbar. Sonst ist es wie beim Überraschungsei...
 
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