Sondershausen - (Lese)/Suchhilfe für Heirat Schmidt/Damman aus ...?

Hallo,

ich habe leider einige Probleme mit dieser Heirat:

Der Eintrag ist soweit schön geschrieben aber die Herkunft der Ehefrau bekomm ich nicht gelöst.

Herr Johann August Schmidt ein lediger Gesell, Bürger und Balbier allhier, Herrn August Gottlob Schmidts, Einwohner und Balbier in Schernberg ältester ehel, Sohn und Jgfr Johanna Willhelmina Damman, des Herrn Schulmeister Jakobs Stieftochter "Dif. Ser. in G...."?

Ich komme mit dem Dif Ser. schon nicht weiter weil ich nicht herausfinden konnte was das zu bedeuten haben könnte.
Und der Herkunftsort ebenfalls.
Greußen wäre naheliegend aber dort finde ich sie nicht im Namensregister, also es gibt dort keine Damman.

Danke und VG
Marc
 
Das Paar wurde nach erhaltener durchlauchtiger (serenissimo) Ausnahmegenehmigung (Dispentation) „im Hause“ getraut.

Die infragestehende Abkürzung findet sich z.B. hier etwas „ausführlicher“


Disp[ensatione] Sereniss[imo]
 
Danke. also doch aus SDH - dann sind das mit nahezu? hundert-prozentiger Sicherheit ihre Eltern:

Joh Heinrich Damman Kaufmann - gestorben am 24.07.1794

Johanna Auguste Elisabeth - gestorben am 02.02.1815

Leider wird bis auf ihren Bruder und drei Totgeburten ihre Geburt nicht in Sondershausen dokumentiert. zumindest finde ich sie nicht über den Index
Kommt sowas häufiger vor das jemand nicht getauft wurde? In meine nForschungen habe ich immer wieder solche Fälle in denen etliche Bruder auftauchen, aber eine Person halt nicht....
 
was steht bei Johannas Eltern/Ehemann?

weyl.[and] Herrn ...???... Hartmann? Christoph Adelung gewesenen [...] in Bodungen [...]

und bei "verheiratet gewesen":
Nachgelassene Wittwe des Hrn. Johann Heinrich Damman, gewesenen ....????
 
was steht bei Johannas Eltern/Ehemann?

weyl.[and] Herrn ...???... Hartmann? Christoph Adelung gewesenen [...] in Bodungen [...]

und bei "verheiratet gewesen":
Nachgelassene Wittwe des Hrn. Johann Heinrich Damman, gewesenen ....????

Elternangaben:

wey[land] Herrn
Hartman
Christoph
Adelung ge-
wesener Pastor
in Bodungen [Großbodungen]


...ob verheiratet gewesen:

Verheyrathet
gewesen mit
see[ligen] Herrn Johann
Heinrich Dam-
mann, gewese-
nen Kauf u[nd]
Handels Herrn allh[ier]
 
Kommt sowas häufiger vor das jemand nicht getauft wurde?

In der hier betrachteten Zeit: Nein.
Wer nicht getauft war bzw. keine Taufbescheinigung vorweisen konnte, konnte letztlich keinen rechtswirksamen Nachweis seiner Geburt vorweisen (es sei denn z.B. ein Lehnsherr stellte einen Geburtsbrief aus...), konnte nicht kirchlich (das war damals -anders als heute-: rechtswirksam / rechtsgültig = konstitutiv) heiraten usw.

Aber auch damals wurden Kinder ja durchaus nicht immer nur / ausschließlich an einem Ort getauft.
 
stark. Danke. Aber wie haben sie das geschlussfolgert? Tut mir leid das ich so blöd Frage, ich versteh es irgendwie nicht ganz. Leider finde ich auch deren Heirat nicht. Und vielleicht kann ich den entscheidenen Hinweis auch nicht zweifelsfrei entziffern. Klar "Schullehrer" aber wenn ich mir die restliche Jacob Sippe anschaue haben die alle Schuldiener/lehrer/meister als Berufsbezeichnung
 
Der Fall ist ja auch so schwierig da ich zwar ihre Heirat habe, aber keine Geburt und keinen Tod.

hier ist ihr Ehemann gestorben: SCHMIDT, Johann August Barbier aus Schernberg bei dem wurde auch aus "Johann August" ein "Johann Heinrich". dort steht sie hieß Johanna Wilhelmine DAMM, das hat aber leider bisher auch nicht weitergeholfen. lese ich dort richtig weil[and] bei ihrem Namen?
 
Nicht Leonhardt, Bohnhardt. Zumindest steht es auch so im Index. Aber die KI von ancestry hat das auch als Leonhardt gelesen.

das ist aber trotzdem eher ungewöhnlich das das kind den Namen des Stiefvaters nachträglich angenommen/bekommen hat. oder sehe ich das falsch? Und wie wurde sowas früher überhaupt dokumentiert? gab es dann gesonderte Einträge in kirchenbüchern oder "fiel das unter den Tisch" ?

Herzlichsten Dank nochmal trotzdem!
 
Nicht Leonhardt, Bohnhardt. Zumindest steht es auch so im Index.

Auch ein Index muss nicht immer zwingend der Weisheit letzter Schluss sein und eine "KI" schon gar nicht.

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Taufe 1760 ---- https://www.archion.de/p/7018443a9d/

Bei der Geburt der Mutter der Johann Wilhelmine können Sie ganz klar die Buchstaben "B" und "L" vergleichen. Dort ist deren FN "Lohnhardt" (eine Variante von "Leonhardt").

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Johanna Wilhelmine hat nicht den FN des Stiefvaters nachträglich angenommen, dann müsste sie Jacob heißen (der Schulmeister Jacob war ihr Stiefvater - siehe bitte Heirat 1812!)

Den FN "Damm / Dammann" könnte ihr leiblicher Vater gehabt haben.
Dieser könnte sich nachträglich zu diesem Kind bekannt haben. Wenn dem so wäre, sollte sich ein entsprechender Hinweis in den kirchlichen Unterlagen von Sondershausen finden.
 
Auch ein Index muss nicht immer zwingend der Weisheit letzter Schluss sein und eine "KI" schon gar nicht
<<<< ach um gottes willen, das sehe ich genauso. das sollte nicht falsch verstanden sein.
ok, dann danke nochmal für den Standpunkt, ich selbst hatte leonhardt/lohnhardt ebenfalls ausgeschlossen da bei uns bohnhardt ein typischer name ist. L... jedoch keinesfalls
 
und nebenbei, der Taufeintrag ist ebenfalls für mich ein Bohnhardt, siehe B dieses Schreibers bei Bürger weiter unten und der Indexersteller von 1935 sah das ebenfalls so. aber das tut hier nichts zur sache ;-)
das indizes unvollständig und fehlerhaft sind darauf bin ich als laie auch schon sehr oft gestoßen, aber es ist ein unterschied ob man ein kleines dorf duchblättert oder eine mittelgroße stadt. daher nochmal vollsten respekt das sie den in frage kommenden zeitraum "durchblättert" haben
 
das nachträgliche anerkennen einer vaterschaft kam mir auch bereits unter, aber nur direkt am entsprechenden taufeintrag.
das ist ein guter hinweis. dann lohnt es sich also nicht nach einer heirat DAMM/DAMMANN zu suchen sondern das taufbuch nochmal durchzusehen
 
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