Taufeintrag 1626 für einen Johannes Schrimpff in Schlechtenwegen


Ich kann nur einige Teile des Eintrags entziffern:

Eodem die ... Casp. Schrimpff Kindlein
getaufft ... ... ... ... ... ...
... gehoben worden.

Sicher ist, dass das Kind auf den Namen Johannes getauft wurde (am "Montag nach Cantate" 1626, also dem 11.05.1626).

Kann mir jemand den Rest entziffern, das wäre toll! Vielen Dank schon einmal vorab für die Mühe.
 
Eode[m] die M (?) Casp[ar] Schrimpff Kindlein
getaufft und durch m[eine] Haußf[rau] weg[en] wirr
sches (?) (*) gehob[en] worden.

* Normalerweise würde ich an dieser Stelle so etwas wie "Wetter" oder "Kälte" oder "Schwachheit" (bei Nottaufen) erwarten; im südhessischen Wörterbuch findet sich der Begriff "Wirrsel/Wirrschel" für Durcheinander, Wirrwarr. Das könnte evtl. passen.
 
weg[en] wirr
sches (?)
Vielen Dank, Curiosita, für die Mühe. Könnte es statt "wegen wirr-sches" vielleicht auch "wegen meines / Sohnes" heißen? Das würde allerdings nur Sinn machen, wenn die beiden Familien des Schultheißen und des Pfarrers sich gegenseitig Kinder "gehoben" hätten, noch mehr, wenn ein Sohn des Pfarrers Johannes geheißen hätte.
Und was das "M" anbelangt: Könnte es auch ein sehr missglücktes "Jo" sein für "Johannes"? Denn sonst finde ich im ganzen Taufeintrag keinen Hinweis auf den Vornamen des Täuflings (die Randbemerkungen rechts gehören eindeutig nicht zu dem hier fraglichen Eintrag Nr. 5).
 
Vielen Dank, Curiosita, für die Mühe. Könnte es statt "wegen wirr-sches" vielleicht auch "wegen meines / Sohnes" heißen? Das würde allerdings nur Sinn machen, wenn die beiden Familien des Schultheißen und des Pfarrers sich gegenseitig Kinder "gehoben" hätten, noch mehr, wenn ein Sohn des Pfarrers Johannes geheißen hätte.
So ganz in Deckung bringe ich diese Lesart, insbesondere bei "meines" nicht mit dem Schriftbild, aber es wäre denkbar und würde absolut Sinn machen, dahingehend, dass seine Ehefrau seinen Sohn bei der Taufe vertreten hat. Vielleicht findet sich ja noch die Bestätigung dafür, dass einer der Pfarrerssöhne Johann heißt.

Und was das "M" anbelangt: Könnte es auch ein sehr missglücktes "Jo" sein für "Johannes"? Denn sonst finde ich im ganzen Taufeintrag keinen Hinweis auf den Vornamen des Täuflings (die Randbemerkungen rechts gehören eindeutig nicht zu dem hier fraglichen Eintrag Nr. 5).
War auch mein erster Gedanke, hatte ich verworfen, weil ich auf die Schnelle (man müsste u.U. noch genauer suchen) keine andere, ähnlich verkürzte Schreibweise entdeckt habe; das "h" in "Joh" wird doch meist sehr deutlich ausgeführt.
 
So ganz in Deckung bringe ich diese Lesart, insbesondere bei "meines" nicht mit dem Schriftbild,
Ja, das sehe ich ähnlich, so ganz passt es mit der Schrift nicht. Vielleicht finde ich eines Tages noch etwas dazu, was den Pfarrerssohn anbelangt ...

War auch mein erster Gedanke, hatte ich verworfen,
Auch da habe ich die gleichen Bedenken. Bei einem "M" käme u.U. die Abkürzung für "Magister" in Frage. Caspar Schrimpf hat zwar ab 1608 als etwa 14jähriger ein "Pädagog" besucht, aber ich glaube nicht, dass er einen Magister-Abschluss erzielt hat. Aber wer weiß ...

Nochmals besten Dank für die Mühen!
 
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