Guten Morgen,
die Idee von
@vnagel2004 ist hier denke ich nicht zutreffend...
Wenn man sich die Liste der Paten anschaut, scheint der Schneidermeister Nette generell in "höheren" Kreisen unterwegs gewesen zu sein. Dort war es (nicht nur bei Soldatenkindern oder unehelichen) durchaus auch üblich, viel bis sehr viel Paten zu haben. Ein angehöriger (Ludwig Nette) war Rittergutsbesitzer . Es gab 1880 einen Rittergutsbesitzer Ludwig Nette bei Beesenstädt bei Halle a/S -> quasi Vorgänger des Schlosses Beesenstedt
https://schloss-beesenstedt.de/ erbaut Mitte der1890er von einem Nette.
Der Name Wendenburg (Rittmeister Gustav Wendenburg) ist eng mit dem Schloss Seeburg verbandelt (damals ein Amtmann derer von Anhalt)
https://www.burgen.ausflugsziele-ha...g-schloss/schloss-seeburg-mansfelder-land.htm
Ansonsten ist unter den Paten viel aus der "örtlichen" Politik und Verwaltung.
Nr. 2 direkt nach dem Kaiser ist Karl Busso Gottlob von Wedel-Piesdorf
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Wedel-Piesdorf War Landrat im Mansfelder Seekreis. Verheiratet mit einer von Trotha - von Trotha besaß sehr viel damals hier... und war Bruder des Karl Heinrich Magnus Wilhelm von Wedell-Piesdorf
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Wedell-Piesdorf - der wiederum war Reichstagspräsident 1884 bis 1888 unter Wilhelm I, später auch noch "eng verbandelt" mit Wilhelm II - die von Wedel waren ab 1755 (2fach Urgroßeltern in direkter Linie der o.g. Brüder von Wedel) Besitzer des Ritterguts Piesdorf, daher kommt auch der Doppelname von Wedel-Piesdorf, da das ein eigener Stamm (Herren auf Piesdorf).
Wilhelm II war dann tatsächlich auch zur Jagd mit den von Wedel auf Schloss Piesdorf.
Von daher
denke ich, dass der Kaiser nicht mal rein zufällig und ehrenhalber Taufpate war, sondern es einen direkten Bezug gab. Aber ohne mehr Material direkt aus der Familie Nette sind das natürlich nur Gedanken, da ich mich viel mit Heimatforschung & dem alten Adel meines Heimatortes beschäftige.