Ich suche in Schleswig-Holstein

Moin, ich suche nach dem Sterbedatum meines Ururgroßvaters Johann Peter Carl Lundt. Er wurde 1822 in Schleswig geboren.
Er war 1855 als Waffenmeister in Kopenhagen stationiert. Volkszählung DK und Geburtsurkunde meines Urgroßvaters.
Er war verheirate mit Ida Margaretha Dorothea, geb. Gries/Griese. Sie verstarb am 09.11.1888 als Witwe in Kiel-Elmschenhagen.
Ich habe jetzt alles KB in Schleswig und Kiel durch. Nichts, ob jetzt Lundt oder Lund.
Im Kieler Stadtarchiv hat man auch nichts gefunden.
Hat jemand noch eine Idee, wie ich fündig werden kann? Ich danke vorab für die Hilfe.
 
Sie schreiben, er wäre Waffenmeister gewesen. War er bei der Marine? Dann wäre - falls er bei der preußischen Marine war - vielleicht Wilhelmshaven eine Idee. Das heißt, die Kirchspiele Heppens und Neuende und die Christophs- und Garnisonskirche in Wilhelmshaven.

Interessant wäre auch noch, ob Ihre Ururgroßmutter Wittwe war, weil daß den Zeitraum eingrenzt.
 
Eine Frage am Rande bitte:
Warum stellt man eine Frage unter „Allgemeines“, wenn man in Schleswig-Holstein forscht und es dafür ein spezielles Forum gibt?

Das Thema wurde entsprechend verschoben. 😉😎
 
Lt. Wikipedia war das Regiment (Schleswig'sches Infantrieregiment Nr. 84) in Schleswig, Flensburg und Apenrade stationiert, das Apenrader Battaillon wurde später nach Hadersleben verlegt. Am Deutsch-Französischen Krieg hat Ihr Ururgroßvater vermutlich altersbedingt nicht teilgenommen. Aber die drei Staitonierungsorte könnten für eine Recherche interessant sein.
 
Ich habe den Link auch deshalb hier benannt, weil mich die Berufsbezeichnung des bereits verstorbenen Ehemannes
mit „Gerichtsdiener“ stutzig gemacht hat. ( Wenn ich mich beim Lesen nicht geirrt habe )
Wie passt das zu seiner Militärzeit und möglicherweise zu einem dortigen Ableben ?
Und was ist mit den beiden Kindern ? Kann man dort evtl. weiterkommen?
Ich nehme auch mal an, dass das genaue Heiratsdatum mit Ortsangabe nicht vorliegt.
Eine nicht ganz einfache Recherche.
Carsten
 
Moin, eine kurze Recherche beim AKVZ hat ergeben: Bei der Volkszählung 1864 war der Gesuchte als Ökonom Leiter einer Armenanstalt in Diedrichsdorf, Kirchspiel Schönkirchen, Amt Kiel. Da lebte er mit Frau und den Kindern Ida und Heinrich. Das war wohl auch der Herkunftsort der Ehefrau. Vielleicht kommt man da weiter. VG
 
Ein Nebenvermerk in der VZ besagt, er sei 1866 in der Brunswik bei Kiel Gastwirt gewesen. Das würde zur Nikolaikirche gehören. Man könnte auch in den Adressbüchern von Kiel schauen.
 
Danke, gern geschehen. Ich habe auch noch mehr gefunden (beschäftige mich selbst mit Schleswig und Nordfriesland, daher hat der Fall mich interessiert):

Hier die Konfirmation von Sohn Friedrich zu St. Nikolai in Kiel, 1868, Vater immer noch Gastwirt. Außerdem heiraten beide Kinder 1875/76 in Kiel St. Nikolai, wobei der Vater jeweils Trauzeuge ist (bei Archion leicht zu finden über die Namensregister; Ida heiratet einen Herrn Meß, wie in der Sterbeanzeige der Mutter ja zu lesen ist). Man kann auch die Enkelkinder über das Taufregister finden.
J.P.C. Lund(t) hat also 1876 auf jeden Fall noch gelebt, und die Familie gehörte zu St. Nikolai in Kiel. Leider fehlen die Sterbelisten in Archion ausgerechnet ab 1877.
Die Witwe Lund ist möglicherweise nach dem Tod ihres Mannes zu ihrer Tochter nach Wellingdorf gezogen (siehe Todesvermerk oben) - wenn man Glück hat, lebte das Ehepaar aber auch schon vorher dort. Die Sterbelisten aus Wellingdorf sind ja offenbar einsehbar.
Viel ERfolg also weiterhin!

P.S.: Als grundsätzlicher Tipp: Für das 18./19. Jahrhundert in Schleswig-Holstein und Mecklenburg lohnt sich immer ein (kostenloser) Blick in die Volkszählungslisten des AKVZ (unter akvz.de - ich selbst mache dort ehrenamtlich mit, deshalb ein bisschen Werbung). Lund taucht dort z.B. auch schon früher in verschiedenen Jahren auf.
Viele Grüße, Angela
 
Zurück
Oben