Das Wort "Zensur" verwende ich gemeinhin nicht leichtfertig - mein Großonkel Dr. Franz Jahrow von der Abteilung Filmproduktion der Hauptverwaltung Film war zu DDR-Zeiten ein maßgeblicher Zensor im Rahmen der staatlichen Filmkontrolle.
Wenn ich am Ende der sechseitigen Diskussion zum Artikel "Was ist mit den Kirchenbüchern in Sachsen los"
das abschließende Verdikt von ModeratorIn vnagel2004 lese "Nach Abwägung gegebener Rahmenbedingungen sowie auch nach Abstimmung mit Archion bleibt dieses Thema geschlossen." mache ich mir schon ernsthafte Gedanken! Der Kommentar von maxkli gibt wertvolle Einblicke in die Situation vor Ort. Wieso fühlt sich vnagel2004 als ModeratorIn des Archion-Forums berufen, hier einzugreifen? Eine Gegendarstellung müßte doch seitens des Landeskirchlichen Archivs Dresden erfolgen, sollten einzelne Aussagen in maxkli's Beitrag korrekturbedürftig sein. So funktioniert das ja auch in der Tagespresse!
Der Satz "Da ich davon ausgehe, daß kein Diskussionsteilnehmer z.B. exakte(!) Kenntnisse darüber hat..." wirft die Frage auf: Woher weiß vnagel2004 das? Ich selbst bin als aktiver Heimatforscher im südthüringischen Raum sehr gut vernetzt, und weiß z.B., daß im Landeskirchenarchiv Magdeburg bei den Kirchenbüchern des Kirchenkreises Henneberger Land (die bereits auf Mikrofilm im Lesesaal des LKA Eisenach genutzt werden können) Schleusingen und umliegende Orte schlichtweg "übersehen" wurden.
Hinweise auf die Situation in Sachsen finden sich übrigens auch online: Benutzer Bergkellner schrieb am 30.01. 2020 im Forum "Ahnenforschung.net": "hatte heute ein interessantes Telefongespräch mit der Pfarramtsekretärin in Eibenstock. Die Situation ist folgende: Die ältesten KBs sind wegen schlechtem Erhaltungszustand ganz geschlossen(1562-1708). Die von 1709 bis 1885 sind nur für den von der Gemeinde Beauftragten zugängig(Platzprobleme). Im Moment haben sie aber ein großes Projekt, bei dem sie schon 2 Jahre im Verzug sind. Alle anderen Anfragen werden da hintenan geschoben." Ich selbst erhielt vom Pfarramt die Auskunft, die ältesten KiBü würden "restauriert"!
Und in anderen Landeskirchenarchiven haben Mitarbeiter ihre eigene Meinung zur Effizienz des LKA Dresden, wozu ich mich aber aus Quellenschutzgründen nicht weiter äußern möchte.
Wenn ich am Ende der sechseitigen Diskussion zum Artikel "Was ist mit den Kirchenbüchern in Sachsen los"
Was ist mit den Kirchenbüchern in Sachsen los
@DerGörlitzer Danke für Deinen Beitrag – aber hier muß etwas klargestellt werden: Wer jemals im Archiv Dresden selbst gearbeitet oder auch nur einen Tag im Lesesaal verbracht hat, weiß, daß dort sämtliche Digitalisate – inklusive der Schutzfristen-Prüfungen – längst vorliegen. Diese...
www.archion.de
das abschließende Verdikt von ModeratorIn vnagel2004 lese "Nach Abwägung gegebener Rahmenbedingungen sowie auch nach Abstimmung mit Archion bleibt dieses Thema geschlossen." mache ich mir schon ernsthafte Gedanken! Der Kommentar von maxkli gibt wertvolle Einblicke in die Situation vor Ort. Wieso fühlt sich vnagel2004 als ModeratorIn des Archion-Forums berufen, hier einzugreifen? Eine Gegendarstellung müßte doch seitens des Landeskirchlichen Archivs Dresden erfolgen, sollten einzelne Aussagen in maxkli's Beitrag korrekturbedürftig sein. So funktioniert das ja auch in der Tagespresse!
Der Satz "Da ich davon ausgehe, daß kein Diskussionsteilnehmer z.B. exakte(!) Kenntnisse darüber hat..." wirft die Frage auf: Woher weiß vnagel2004 das? Ich selbst bin als aktiver Heimatforscher im südthüringischen Raum sehr gut vernetzt, und weiß z.B., daß im Landeskirchenarchiv Magdeburg bei den Kirchenbüchern des Kirchenkreises Henneberger Land (die bereits auf Mikrofilm im Lesesaal des LKA Eisenach genutzt werden können) Schleusingen und umliegende Orte schlichtweg "übersehen" wurden.
Hinweise auf die Situation in Sachsen finden sich übrigens auch online: Benutzer Bergkellner schrieb am 30.01. 2020 im Forum "Ahnenforschung.net": "hatte heute ein interessantes Telefongespräch mit der Pfarramtsekretärin in Eibenstock. Die Situation ist folgende: Die ältesten KBs sind wegen schlechtem Erhaltungszustand ganz geschlossen(1562-1708). Die von 1709 bis 1885 sind nur für den von der Gemeinde Beauftragten zugängig(Platzprobleme). Im Moment haben sie aber ein großes Projekt, bei dem sie schon 2 Jahre im Verzug sind. Alle anderen Anfragen werden da hintenan geschoben." Ich selbst erhielt vom Pfarramt die Auskunft, die ältesten KiBü würden "restauriert"!
Und in anderen Landeskirchenarchiven haben Mitarbeiter ihre eigene Meinung zur Effizienz des LKA Dresden, wozu ich mich aber aus Quellenschutzgründen nicht weiter äußern möchte.