Hugenotten (in der Uckermark) - Auswertung der Kirchenbücher

Aktualisierung / Update vom 26.10.2025 - Raphael Dammer schreibt:

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Liebe Listenmitglieder,

ein kleines Update zum Stand der Dinge: Die Orte mit den Anfangsbuchstaben A-G (also von Angermünde bis Groß Ziethen) sind jetzt bis einschließlich 1775 ausgewertet und in die Datenbank integriert worden (freilich noch ohne die hessischen Orte Bad Karlshafen und Carlsdorf). Die weiteren Orte werden folgen. Anschließend geht es im nächsten Schritt bis 1780 weiter.

Herzliche Grüße
Raphael
[Zitat Ende]
 
Aktualisierung / Update vom 18.11.2025 - Raphael Dammer schreibt:

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Liebe Listenmitglieder,

mit dem heutigen Update sind folgende Orte bis einschließlich 1775 ausgewertet und in die Datenbank integriert worden (jedenfalls soweit die Bücher vorhanden sind):

Angermünde, Battin, Bergholz, Berlin, Bernau, Brandenburg (Havel), Braunsberg, Burg, Bützow, Cottbus, Danzig, Frankfurt (O.), Französisch Buchholz, Gramzow, Groß Ziethen, Halberstadt, Haldensleben, Halle (S.), Hammelspring, Hannover, Königsberg (Pr.), Köpenick, Magdeburg (frz.-ref. und wallon.), Müncheberg, Parstein, Pasewalk (dt.-ref.), Potsdam, Potzlow, Prenzlau, Schwedt, Spandau, Stendal, Stettin (ohne Bestattungen) und Strasburg.

Bis einschließlich 1750 ausgewertet wurden bisher die Bücher von

Bad Karlshafen, Carlsdorf, Hofgeismar, Leckringhausen (Wolfhagen), Mariendorf und - neu hinzugenommen - Neustadt (Dosse).

Bei Judtschen bleibt es vorerst bei dem Endpunkt 1730.

Herzliche Grüße
Raphael
[Zitat Ende]
 
Aktualisierung / Update vom 08.01.2026 - Raphael Dammer schreibt:

[Zitat]
Liebe Listenmitglieder,

mit dem heutigen Update sind von den bisher schon bearbeiteten Orten folgende bis einschließlich 1780 ausgewertet und in die Datenbank integriert worden (jedenfalls soweit die Bücher vorhanden sind):

Angermünde, Battin, Bergholz, Berlin, Bernau, Brandenburg (Havel), Braunsberg, Burg, Bützow, Cottbus, Danzig, Frankfurt (O.), Französisch Buchholz, Gramzow, Groß Ziethen und Halberstadt.

Neu hinzugenommen worden sind außerdem die Register von Bremen (bestand bis 1748, die Einträge der Jahre 1728-1732 sind durch massiven Textverlust weitgehend zerstört) und Fredericia (DK) (bis 1780). Ferner wurden aus den Registern der reformierten Kirche von Friedrichswalde (ebenfalls bis 1780) die Einträge herausgezogen, die für dieses Projekt von Interesse sind. Und schließlich kommt nun Erlangen neu hinzu; das erste Gesamtkirchenbuch (Taufen, Trauungen, Bestattungen) bis einschließlich 1696 ist inzwischen in der Datenbank enthalten.

Herzliche Grüße
Raphael
[Zitat Ende]
 
Aktualisierung / Update vom 10.04.2026 - Raphael Dammer schreibt:

[Zitat]
Liebe Listenmitglieder,

weil Dreusicke die Angaben aus den (inzwischen verlorenen) Kasseler Registern selbstverständlich nicht in chronologischer, sondern in alphabetischer Anordnung zusammengestellt hat, wäre es in diesem Fall nicht sinnvoll gewesen, sie nur bis zu einem bestimmten Datum (z.B. dem Jahr 1800) zu übernehmen. Also enthält meine Datenbank jetzt alle Angaben aus den Kasseler Registern bis einschließlich 1867 (Dreusickes Enddatum) - abzüglich der (geringen) Verluste, die Dreusickes Verkartung 1944 erlitten hat und ohne die Angaben aus der Patenliste, die Dreusicke in einem Anhang noch mitteilt.

Nachdem nun also die Arbeit an den Kasseler Registern abgeschlossen ist, wird es in der alphabetischen Reihenfolge bis zum Jahre 1780 weitergehen, zunächst in Haldensleben, dann in Halle (S.) und so weiter.

Herzliche Grüße
Raphael
[Zitat Ende]
 
Hallo,
nachdem jetzt auch Haldensleben, Halle etc. erfasst werden, hätte ich gern gewußt, ob irgendwann auch die franz.-reformierten Register der Jahre 1686-1688 drankommen, die sich im Stadtarchiv Magdeburg befinden.
Vielen Dank,
Ulheflo
 
Hallo,
nachdem jetzt auch Haldensleben, Halle etc. erfasst werden, hätte ich gern gewußt, ob irgendwann auch die franz.-reformierten Register der Jahre 1686-1688 drankommen, die sich im Stadtarchiv Magdeburg befinden.
Vielen Dank,
Ulheflo

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Aktualisierung / Update vom 14.07.2026 - Raphael Dammer schreibt:

[Zitat]
Liebe Listenmitglieder,

nach der Bearbeitung von Neu-Isenburg bis einschließlich 1750 (wobei die Angaben zu den Bestattungen im Januar 1742 abbrechen) habe ich zunächst die Register der wallonischen Kirche von Heidelberg (bis 1780) hinzugenommen, und seither werte ich die Bücher der wallonischen Kirche von Hanau aus.
Die Taufen und die Trauungen sind jetzt von 1668 bis einschließlich 1700 in meiner Datenbank enthalten (weiß jemand, weshalb das Bestattungsregister nicht in französischer, sondern in deutscher Sprache abgefasst wurde?). Jetzt liebäugele ich damit, Otterberg in der Pfalz hinzuzunehmen. Wir werden sehen.

Herzliche Grüße

Raphael
[Zitat Ende]
 
Aktualisierung / Update vom 20.07.2026 - Raphael Dammer schreibt:

[Zitat]
Liebe Listenmitglieder,

zu Beginn dieses Projekts ging es um die „Hugenotten in der Uckermark“, doch dann wuchs die Sache an, weil hier ja doch letztlich alles miteinander zusammenhängt. Das zeigt sich wieder einmal deutlich in den Büchern von Otterberg, die jetzt bis einschließlich 1720 ausgewertet sind. Auf S. 309 des französisch-reformierten Gesamtkirchenbuchs von 1546-1793 wird eine große Gruppe von Flüchtlingen aus der Gegend „proche de Monts en Henaut“ genannt, die – „natifs & elevez dans l’Eglise Romaine“ – sich in Otterberg 1685 offen zum reformierten Glauben bekannt hätten, ca. 150 Personen, die hier in Otterberg nur auf der Durchreise waren, denn sie wurden später eben in der Uckermark ansässig. Beispielsweise werden hier genannt Vincent Villain, Jean Cornet, Jean Urbain, Simon Dupont, Lambert Mercier und auch George Benoit mit ihren Familien:


Bemerkenswert an diesem Zufallsfund ist der Umstand, dass damit einer wichtigen Sekundärquelle zur Geschichte der Hugenotten in der Uckermark, der „Geschichte der Familie Benoit 1621-1909“ von Wilhelm Benoit, teilweise widersprochen wird. Wilhelm Benoit (S. 66ff.) schildert die Lebensumstände und die Flucht der Gruppe um George Benoit kurz gesagt wie folgt: Im Hennegau hätten sie zwar vor 1685 „nur im Geheimen ihrem reformierten Bekenntnis gemäß“ (S. 67) leben können, sich aber „mit den Verhältnissen abgefunden“ (S. 67); im Zuge der großen Fluchtbewegung ab 1685 seien sie jedoch zu dem Entschluss gekommen, ebenfalls auszuwandern. Als Route ihrer Flucht per Schiff gibt Benoit an: Mons – Namur – Maastricht – Amsterdam – Hamburg (Ankunft am 4.12.1685) – Angermünde (Ankunft noch im Dezember 1685).

Diese Darstellung wird man angesichts der besagten Otterberger Proselyten-Liste zumindest teilweise in Frage stellen müssen, denn die von Wilhelm Benoit skizzierte Route lässt sich nicht so recht mit dem nun nachweisbaren Aufenthalt dieser Flüchtlinge in der Pfalz vereinbaren.

So schlagen die Otterberger Register wieder den Bogen zu den Uckermärkern zurück - und fördern auch ein Detail meiner eigenen Familiengeschichte zutage, denn der besagte George Benoit zählt zu meinen direkten Vorfahren.

Herzliche Grüße

Raphael
[Zitat Ende]
 
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