Georg Leonhart Lindemeier geboren 12-4-1775 Waldecker Soldat

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Georg Leonhardt[,] Johann Leonhardt Linde-
mejers, Becken meisters und Inn wohners dahier
et uxore Magdalena, ehl. erzeugtes Söhnlein, ist
d. 11. oct. nachts zwischen 11. u 12 uhr gebohren postea
die
(am folgenden Tag) getaufft, und von Johann Georg Schmizer
Soldaten und Innwohnern dahier christ[lich] versprochen worden.
 
Wie finde ich alle Lindemeijers in Beyerberg und Umgebung? Die Texterkennung funktioniert nicht richtig, und ich kann die Bücher nicht lesen. Gibt es zum Beispiel ein Namensverzeichnis für Beyerberg und Umgebung?
 
Hier ist der Text des 1790 ausgestellten kirchliches Zertifikats.
W.L.C. Fuldner primae legionis Waldeeco-Hollandicia sacrorum Minister! Georg Leonhard Lindemeier nune a nostra militia liber ad guaevis Lutherani coetus sacra admitti protest? DAB Arnhemii d. 2 oktober 1790.
Er is verstorben in Franeker, die Niederlanden 1813.

Da Georg Leonhard Lindemeier Soldat in Waldeck war, würde ich nicht in Bayern suchen, sondern in Kurhessen-Waldeck. Ich quäle mich derzeit durch die gedruckten Trauregister von Hessen-Waldeck, konnte bisher aber nur wenig finden.

In Kurzform:
1) Kerspenhausen, Amt Niederaula, 27. Nov. 1757: Anna Lindemeyer heiratet, Vater: Hans L.
2) Homberg (Efze), 16. Juli 1828: Die Witwe des Wasenmeisters Johannes Lindemeyer heiratet. [Ein Wasenmeister beseitigte Tierkadaver.]

Vgl. auch:
3) Fürstenwalde an der Spree (BRANDENBURG), 17. Sep. 1843: Der Scharfrichtergehilfe Johann Heinrich Christian Friedrich Lindemeyer heiratet. Vater: Peter Lindemeyer, Halbmeister (=Henker) im [fernen] Hardegsen bei Göttingen.

Bei 2) und 3) bin ich wohl auf ein Scharfrichtergeschlecht namens Lindemeyer gestoßen. Scharfrichter, Abdecker, Soldaten waren ja eng miteinander verwoben.

Also noch kein Durchbruch, aber ich habe auch lange noch nicht alle gedruckten Trauregister geprüft.

Was ergab denn die Anfrage beim Waldecker Geschichtsverein?
 
@Stefan-Rückling und andere, in Beyerberg evangelisches Taufbuch die folgende:
Georg Leonhart Lindemejers gebohren 11 Oktober 1755. Sein Vater heißt Johann Leonhardt Lindemejers.
Georg Leonharts sohn geboren in den Niederlanden, heisst Johannes leenhart Lindemeier. Was soll ich davon halten? Gibt es noch weitere Georg Leonharts Lindemejers die im Jahr 1755 geboren wurden?
 
Man kann noch stundenlang darüber diskutieren: Ist er's oder nicht?
Man muss die Familie in Beyersburg näher untersuchen. Gibt es dort vielleicht einen Heirats- und Sterbeeintrag des Georg Leonhard Lindemeier?
Es wäre sehr schön, wenn das wirklich ein Volltreffer wäre!
 
Im Dezember 1752 wird ein älterer Bruder, Johann Georg Lindenmeyer, geboren


Im Juni 1758 wird ein jüngerer Bruder, Johann Michael Lindemeyer, geboren


Im Mai 1760 wird ein weiterer jüngerer Bruder, Georg Friedrich Lindenmeyer, geboren.

 
Heirat 1774 des Johann Georg Lindenmeyer / Lindenmayer


Heirat 1777 der Anna Margaretha Lindemayer


Heirat 1784 Georg Friedrich Lindenmayer


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Speziell diese Heiratseinträge sind so gut lesbar geschrieben, dass es für Sie wenig Probleme machen sollte, den Familiennamen Lindemeyer / Lindenmeyer / Lindemayer.... zu erkennen.

Um Lesehilfe für die Details eines gefundenen Eintrages können Sie ja jederzeit gerne über das Forum "Lesehilfen" bitten.

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Die gleiche Schreiber -mit der schönen Handschrift- schreibt Todeseinträge / Sterbefälle ab 1762 auf.... auch diese können Sie mit Sicherheit selbständig auf Ihren gesuchten Familiennamen hin durchsuchen - heißt: Seite für Seite des Kirchenbuches lesen / durchsehen....

Beginn ist hier:

.... und dort findet man dann z.B. bei sorgfältigem Lesen im Kirchenbuch im Jahr 1771


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Und noch eine Recherchehilfe:

Zwischen 1755 und 1762 stirbt Georg Leonhardt Lindenmeyer nicht(!) in Beyerberg.
 
Möglicherweise könnte eine Anfrage an das Hessische Staatsarchiv in Marburg zur Klärung der Herkunft des Gesuchten beitragen (und die derzeitig aktuelle Hypothese bestätigen bzw. widerlegen). Dort finden sich für den gefragten Zeitraum (1790) Stammlisten für das holländisch-waldeckische 1. Regiment (durch Anklicken von "Kontext anzeigen" erhält man weitere Archivalien zu diesem Regiment):

Ein Blick in teilweise online stehende Dokumente, das englisch-waldeckische Regiment betreffend, zeigt, dass Unterlagen dieser Art offenbar sehr penibel geführt wurden und sich auch Geburtsorte der Soldaten darin verzeichnet finden. Beispiele:

Hier noch der Link zum eingangs zitierten Dokument:
 
Möglicherweise könnte eine Anfrage an das Hessische Staatsarchiv in Marburg zur Klärung der Herkunft des Gesuchten beitragen

Das wurde bereits umfangreich behandelt…,

…..nebst


…,sowie vielfache Folgebeiträge

Alles von Beginn an erneut auszurollen macht wohl wenig Sinn.
 
Nun habe ich folgendes Problem.
Der Großvater heißt Johannes Leonhart Lindemaier. Sein Sohn, geboren 1718, heißt Johann Leonhart Lindemeier. Die Söhne dieses Herrn heißen: Johann Georg und Georg Leonhart und Johann Michael und Georg Friedrich. Beyerberg ,Evangelisch- Luthers.
Vragen:
Gibt es ein System hinter diesen Vornamen?
Warum immer Georg und Johann, Wer denkt sich so etwas aus?
Welche Namensgebungsmethode gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland?
 
Gibt es ein System hinter diesen Vornamen?

Gar keines - jedenfalls keines, das Sie auf alle Fälle anwenden können und das immer identisch angewandt wird.

Warum immer Georg und Johann, Wer denkt sich so etwas aus?

Christlich geprägte "Modenamen" der damaligen Zeit.

Welche Namensgebungsmethode gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland?

Gar keine - jedenfalls keine, die Sie auf alle vorkommenden Fälle anwenden können und die immer identisch umgesetzt wurde.

So etwas wie: der erstgeborene Sohn heißt immer so, wie der Vater des Kindsvaters bzw. die erstgeborene Tochter heißt immer so wie die Mutter der Kindsmutter gibt es 100% durchgängig nicht.
Bedeutet: manchmal stimmt es - manchmal aber auch nicht.
Kein System - keine strikten Vorgaben der Namensgebung.
 
Alles von Beginn an erneut auszurollen macht wohl wenig Sinn.

Dass das Hessische Staatsarchiv bereits angeschrieben wurde, hatte ich tatsächlich übersehen, mea culpa. Allerdings hätte ich schon etwas Bauchschmerzen bei einer konsequenten, weiteren Verfolgung der "Beyerberger Spur" - ohne zusätzliche Bestätigung.

Eine Absicherung über eine "dritte Person", welche Einsicht in die in Marburg vorhandenen Unterlagen nimmt, die ja (gemäß der Antwort des Archivs) eine durchaus nicht unrealistische Chance bieten, Gewissheit zu erlangen, wäre m.E. wärmstens zu empfehlen. Ansonsten forscht man "unter Vorbehalt", was sich auf Dauer auch nicht gut anfühlt.
 
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