Welche Todesursache?

Hallo zusammen,
hier habe ich, aus der gleichen Familie und Gemeinde, nochmal einen Todeseintrag.





Diesen Mannes Tod war seltsam __ es sein Leben
gerufen war. ____ seiner _____lichen Lebens___
____ im Parransis _____ Lebenslauf.
Er _____ ____ seinen Angehörigen ___
______________________________
____ Er starb, nach ___ Tagen lang
__ ___ __ auf seinem Bett eingeschlaffen.


Schöne Grüße

Moni
 
Ein noch etwas unvollständiger Anfang:

Dieses Mannes Tod war seltsam wie es
sein Leben gewesen war. Ueber seine
eigenthümlichen Lebensschicksale siehe
seinen im Pfarrarchiv aufbewahrten
Lebenslauf. Er hat durch seine Pr...ß-
... seinen Angehörigen viel geschadet.
Seine, wahrscheinlich durch eine ungeordnete
Lebensweise veranlaßte Krankheit war Brust-
wassersucht. Er starb, nachdem er Tage lang
fast regungslos sitzend auf seinem Bett
geschlaffen hatte.
 
Vielen lieben Dank fürs Übersetzten!

Weil dort steht, das sein Lebenslauf im Pfarrarchiv liegt. Wurde das immer ein Lebenslauf geschrieben oder nur wenn es sich um
etwas extremere Lebensschicksale dreht?

Schönen Gruß
 
Mit ist das noch nie untergekommen und das war auch meines Wissens nach nicht das, was üblicherweise von den Pfarrern in den Kirchenbüchern festgehalten wurde (bzw. musste). In den älteren Kirchenbüchern sind noch besondere Ereignisses im Laufe der Jahre festgehalten worden. Warum ein Pfarrer den Lebenslauf eines Dritten hatte und scheinbar offiziell im Pfarramt aufbewahrte, kann ich daher leider nicht beantworten.
 
Weil dort steht, das sein Lebenslauf im Pfarrarchiv liegt. Wurde das immer ein Lebenslauf geschrieben oder nur wenn es sich um
etwas extremere Lebensschicksale dreht?

Dass Lebensläufe, die ja für die entsprechenden Leichenreden/-predigten benötigt und angefertigt wurden, in Pfarrarchiven verwahrt wurden, wo sie teilweise auch bis zum heutigen Tag "überdauerten", ist an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist m.E., dass der Kirchenbuchführer dies im Kirchenbuch eigens erwähnt. Sofern erhalten geblieben, wird der Lebenslauf des Andreas Fischer demnach heute als Teil des Pfarrarchivs Altershausen im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg verwahrt (Pfarrarchiv Nr. 315, vgl. https://www.archiv-elkb.de/system/files/dateien/pfarrarchive_im_laelkb_stand_29.01.2026.pdf).

Die Überlieferungsdichte ist, was Lebensläufe betrifft, unterschiedlich. In Fürth, beispielsweise, gab es einen an St. Michael tätigen Pfarrer, Daniel Lochner (1667-1727), der für so gut wie jede bestattete Person einen (z.T. sehr ausführlichen) Lebenslauf ausgearbeitet und in ein eigenes Buch eingetragen hat. Diese Texte sind komplett erhalten und werden seit Jahrzehnten in den Fürther Geschichtsblättern sukzessive veröffentlicht; Beispiele, zusammen mit einer kurzen generellen Erläuterung, finden sich im Heft 2024/3 ab Seite 87): ->Download
 
Sofern erhalten geblieben, wird der Lebenslauf des Andreas Fischer demnach heute als Teil des Pfarrarchivs Altershausen im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg verwahrt (Pfarrarchiv Nr. 315, vgl. https://www.archiv-elkb.de/system/files/dateien/pfarrarchive_im_laelkb_stand_29.01.2026.pdf).
Soweit es sich hier um das Pfarrarchiv von Altershausen im Dekanat Rügheim handelt, und nicht um das von Altershausen im Dekanat Markt Einersheim. Leider ist dies der Liste nicht zu entnehmen.
 
Mit der GenWiki-Erklärung bin ich nicht glücklich.
Er starb, nachdem er Tage lang
fast regungslos sitzend auf seinem Bett
geschlaffen hatte.
Das ist
Ein Symtom, dass bei einer Herzerkrankung, einer chronischen Lungenerkrankung, einem Lungenödem (also Wasser in der Lunge) und einem Pleuraerguss (wie in GenWiki beschrieben) auftreten kann. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten Ärzte das auch schon durch Perkussion (Klopfen) und Auskultation (Abhorchen) bereits weitgehend differenzieren - aber der Pfarrer war kein Arzt. Daher sollte m. E. in dem Fall eher einfach der beschreibende Begriff Wassersucht verwendet werden, statt diesen zu interpretieren.

Glückauf
Wolfgang
 
es ging dabei um den vorgegebenen Eintrag Brustwassersucht, zu dem ich keine andere Erklärung geben konnte, da ich dazu keine Kenntnisse habe
Hatte ich auch so verstanden. Weil ich mal irgendwann etwas mehr darüber gelernt habe, wollte ich Informationen ergänzen, da der GenWiki-Eintrag in diesem Fall auf eine falsche Fährte führen kann ;)
Deshalb schrieb ich ja auch
Mit der GenWiki-Erklärung bin ich nicht glücklich.
und wollte keinesfalls Ihre Antwort kritisieren.

Glückauf
Wolfgang
 
Mit ist das noch nie untergekommen und das war auch meines Wissens nach nicht das, was üblicherweise von den Pfarrern in den Kirchenbüchern festgehalten wurde (bzw. musste). In den älteren Kirchenbüchern sind noch besondere Ereignisses im Laufe der Jahre festgehalten worden. Warum ein Pfarrer den Lebenslauf eines Dritten hatte und scheinbar offiziell im Pfarramt aufbewahrte, kann ich daher leider nicht beantworten.

Die Familie Fischer hat auf den Windberg gewohnt, es gibt mehr Geschichten darüber. Auch spätere Familien die dort gewohnt haben scheinen von seltsamen Schicksalen berichtet haben und heute schweigen viele der Alten Generation, hat mir ein Ahnenforscher berichtet.
Jetzt ist das eine Ruine.
Weiter unten im Forum war der andere Eintrag mit dem Mord an Jacob Fischer. Bin da gerade am zusmmen puzzeln, aber die scheinen aus einer Familie zu kommen.
 
Dass Lebensläufe, die ja für die entsprechenden Leichenreden/-predigten benötigt und angefertigt wurden, in Pfarrarchiven verwahrt wurden, wo sie teilweise auch bis zum heutigen Tag "überdauerten", ist an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist m.E., dass der Kirchenbuchführer dies im Kirchenbuch eigens erwähnt. Sofern erhalten geblieben, wird der Lebenslauf des Andreas Fischer demnach heute als Teil des Pfarrarchivs Altershausen im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg verwahrt (Pfarrarchiv Nr. 315, vgl. https://www.archiv-elkb.de/system/files/dateien/pfarrarchive_im_laelkb_stand_29.01.2026.pdf).

Die Überlieferungsdichte ist, was Lebensläufe betrifft, unterschiedlich. In Fürth, beispielsweise, gab es einen an St. Michael tätigen Pfarrer, Daniel Lochner (1667-1727), der für so gut wie jede bestattete Person einen (z.T. sehr ausführlichen) Lebenslauf ausgearbeitet und in ein eigenes Buch eingetragen hat. Diese Texte sind komplett erhalten und werden seit Jahrzehnten in den Fürther Geschichtsblättern sukzessive veröffentlicht; Beispiele, zusammen mit einer kurzen generellen Erläuterung, finden sich im Heft 2024/3 ab Seite 87): ->Download
Danke für die Hinweis für das Archiv und der Fürther Geschichtsblätter!
 
Mit der GenWiki-Erklärung bin ich nicht glücklich.

Das ist
Ein Symtom, dass bei einer Herzerkrankung, einer chronischen Lungenerkrankung, einem Lungenödem (also Wasser in der Lunge) und einem Pleuraerguss (wie in GenWiki beschrieben) auftreten kann. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten Ärzte das auch schon durch Perkussion (Klopfen) und Auskultation (Abhorchen) bereits weitgehend differenzieren - aber der Pfarrer war kein Arzt. Daher sollte m. E. in dem Fall eher einfach der beschreibende Begriff Wassersucht verwendet werden, statt diesen zu interpretieren.

Glückauf
Wolfgang
Danke für die Erklärung!
 
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