Sterbedatum Felicitas Barabeau / Barabo / Barbeau

Hallo,

ich bin auf der Suche nach dem Sterbedatum von Felicitas Barabeau (Barabo / Barbeau), die wohl nach 1710 verstorben ist. Verheiratet war sie mit Jacob Barabeau (im KB als Barabo), der Kammerdiener und Kunstkämmerer in Ansbach war. Jacob Barabo stirbt am 11.01.1708 in Ansbach im Alter von 63 Jahren.

https://www.archion.de/p/9399481b5c/

Im Mai 1710 war Felicitas Barabo (etc.) noch Taufpatin in Barthelmesaurach.

https://www.archion.de/p/2c5b6390d6/

In Ansbach habe ich ihren Sterbeeintrag nicht gefunden. Eine weitere Heirat kann ich ausschließen.

Vielleicht hat jemand in die gleiche Richtung geforscht und ist mir einen Stück voraus. Die Frage ist, wann und wo ist Felicitas Barabeau (o.ä.) verstorben?

Grüße
Martin
 
Da es scheinbar in Barthelmesaurach auch keinen einschlägigen Sterbeeintrag bis 1730 gibt, würde ich ggf. die Taufspur weiterverfolgen - und hier den Pfarrer Georg Jacob Fürst, der der Schwiegersohn von Felicitas war. Diese - als Großmutter des Täuflings - könnte zu ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn gezogen sein und mit diesen, bei Pfarrstellenwechsel, evtl. auch mit umgezogen sein. Ist nur so eine Idee.

Im Übrigen sh.: https://forum.ahnenforschung.net/fo...yern-genealogie/215393-pfarrersfamilie-fuerst
 
Hallo,

Georg Jacob Fürst zog 1727 mit seiner Familie nach Weiboldshausen. Hier war die Bestattung allerdings auch nicht zu finden. Parallel hierzu habe ich die Spur vom Sohn Johann Hermann Barabeau (1679 - 1749) verfolgt mit der Hoffnung, dass Felicitas dort auch als Taufpatin erscheint. Die Spur führte nach Weimersheim, Ansbach und Schalkhausen. Als Taufpatin erschien sie nicht und in den Bestattungsbüchern ebenso nicht. Dann habe ich bei Ancestry einen Hinweis auf Crailsheim gefunden. Johannn Hermann Barabeau war dort für eine kurze Zeit ansässig und siehe da, Felicitas ist 1723 in Crailsheim verstorben.

https://www.archion.de/p/ce06e2ffae/

Grüße
Martin
 
Hallo Martin,

Felicitas starb am 9. August 1723 in Crailsheim, dort war ihr Sohn Johann Herrmann zeitweise Kastner (belegt für 1721-1723), im Alter von 71 Jahren (Crailsheim, Totenregister 1705-1772, Bl. 153). Strammen Sie ihrerseits wie ich von den Barabos/Barabeaus ab? Da wäre ich neugierig, wohin Ihre Linie führt. Viele Grüße, Edgar Büttner
 
Noch etwas zu Jakob Barabo/Barbo: Er ist seit 1669 in Ansbach nachgewiesen. Dass er in Sedan geboren ist, glaube ich nicht. Denn es gibt 1690 in Ansbach die Trauung einer Johanna Barabonin, Tochter eines Gabriel Barabo, die aus Limalonges (Herrschaft Poitou) stammt. Sie könnte sehr wahrscheinlich mit Jakob verwandt gewesen sein. Dass zwei Personen gleichen Namens aus zwei Ecken Frankreichs unabhängig voneinander nach Ansbach kamen, ist äußerst unwahrscheinlich. Edgar Büttner
 
Hallo Edgar,

ja Jacob Barabo ist mein 9xUr-Großvater. Bereits seit 1669? Ist er dort als Taufpate in Erscheinung getreten oder gibt es da eine andere Quelle? Interessant ist auch der Hinweis auf die Trauung im Jahr 1690, die war mir bisher noch nicht bekannt. Ich habe mich auch schon immer gefragt, wie man auf den Herkunftsort Sedan kam, denn ich habe keine Quelle gefunden, die die Vermutung bekräftigen würde.

Das Johanna eine Verwandte von Jacob sein könnte, scheint gar nicht so abwegig zu sein, wenn schon zwei Barabo's in Ansbach in Erscheinung treten. Von der Johanna, verheiratete Schäfer habe ich den Sterbeeintrag aber in Ansbach nicht mehr finden können, dann könnte man auf das ungefähre Alter schließen.

Meine Linie führt dann weiter über die Tochter Anna Sophia Barabo (* Ansbach 15.05.1687 + Weiboldshausen 05.02.1755). die seit 1709 mit dem Pfarrer Georg Jacob Fürst (* Thannhausen 17.10.1676 + Weiboldshausen 10.06.1754)

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin,

die Jahreszahl 1669 stammt wohl aus "amtlicher Überlieferung", nicht aus Kirchenmatrikeln. Ich will im ersten Halbjahr 2026 einmal selbst im StA Nürnberg die dortigen Quellen überprüfen, denn ich schreibe an einer Geschichte dieses Familienzweigs, die ist - über das genealogische Anliegen hinaus - durchaus auch sozialgeschichtlich interessant. Ich hoffe, ich kann die Sache im nächsten Jahr veröffentlichen. (Ich war selbst 3 1/2 Jahrzehnte lang Archivar, aber v.a. im Bereich der Zeitgeschichte).

Zu der Johanna Schäfer, geb. Barabo: Vielleicht, aber nur vielleicht ist sie identisch mit der am 4. April 1742 verstorbenen Witwe des Schneiders Johann Schäffer, das Alter „88 Jahre und 2 Monate“ würde jedenfalls passen; allerdings ist dort angegeben: „cathol. relig“ (Ansbach, St. Johannis, Verstorbene …., Seite 3, Nr. 111). Nun ist das kein besonders exklusiver Name, wie es auch in früherer Zeit bis Ende 19. Jh. vor der industriellen Kleiderproduktion vergleichsweise viele Schneider gab. Es könnte sich aber auch nur um die irrige Schlussfolgerung eines Matrikelschreibers handeln, weil die Herkunft der "Schäffrin" vergessen und eine lutherische Taufe einfach nicht nachweisbar war. Geboren wäre die 1742 verstorbene Frau demnach im Februar 1654. Es bleiben immer wieder lose Enden, die wir nach drei oder vier Jahrhunderten einfach nicht mehr zusammenfügen können... Nicht unterschätzen sollte man m.E. auch die konfessionelle Anpassungsfähigkeit im Einzelfall.

Selbst stamme ich von Christian Friedrich Barabo ab (* 31. Okt. 1675, + 1. Jan. 1733), einem Bruder der Anna Sophia; was danach kommt, ist allerdings eine ziemlich leb- und wechselhafte Geschichte ... (eine meiner Urgroßmütter hieß noch Barabo)

Dann sind wir also gemeinsam 9x (oder ich vielleicht sogar 10x, ich überschaue das gerade nicht) Urenkel des Jacques/Jakob. Ich würde Sie über weitere gesicherte Erkenntnisse informieren; das muss nicht alles öffentlich sein. Ich schreibe aus Koblenz, unsere Tel-Nummer können Sie finden.

Viele Grüße
Edgar
 
Hallo Edgar,

das klingt auf jeden Fall sehr spannend und weckt natürlich meine Neugier, welche Informationen noch ans Licht kommen. Ich werde mich auf jeden Fall über einen anderen Kanal melden, damit wir in Verbindung bleiben. Als ehemaliger Archivar haben Sie natürlich einen Vorteil, weil Sie dann noch einen besseren Überblick haben und genau wissen, wo Sie forschen könnten. Im Staatsarchiv habe ich nur in ein paar wenigen Fällen geforscht, bei Jacques/Jacob Barabo habe ich mich aber zurückgehalten.

Ich komme aber nochmal auf die Felicitas zurück. Problematisch ist, dass die Trauungsbücher von St. Johannis nach einer Lücke erst wieder 1672 beginnen, sodass die Trauung von Jacob und Felicitas ab 1672 nicht zu finden ist. Das erste Kind, Johann Friedrich Ernst Barabo, wurde am 02.10.1673 getauft.

Vor vielen Jahren hatte ich einer Quelle entnommen, dass die Felicitas eine geborene Groll/Grüll o.ä. sein soll. Sie wurde am 13.04.1652 in Ansbach geboren (Ansbach, St. Johannis, Seite 150)
https://www.archion.de/p/61a3c95952/

Der Vater der Felicitas hieß Hans Grüll/Groll und war Koch "in der großen Küche im Schloß". Auszuschließen wäre es nicht, das Jacob Barabo so in die Dienste am Ansbacher Hof getreten ist, aber für die eindeutige Bestätigung, dass das die richtige Felicitas ist, fehlt eigentlich die Trauung.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin, am besten wir tauschen uns einmal bilateral aus. Auf Felicitas bin ich meinerseits vor ein paar Wochen gestoßen, sie ist die einzige Person dieses Namens mit "passendem Geburtsdatum" in Ansbach, m.E. lautet ihr Geburtsname Knoll/Knüll (die Schreibungen sind eben schwankend). Ihr Vater war markgräflicher Koch, das passt alles gut zusammen (Geburtseintrag: "Felicitas, Hansen Knüllen, Kochs in der großen Kuchen im Schloß. Z[eugin] Felicitas, Michael Wolffen Kuchenschreibers allhier haußfrau"); die Knolls waren offenbar eine Familie von Wirten in Ansbach (das wäre schon wieder eine eigene Geschichte), die sich dann bis ins 16. Jh zurückverfolgen lässt. Ich will v.a. über den Zweig schreiben, von dem ich abstamme. - Und im landeskirchlichen Archiv Nürnberg habe ich nachgefragt, ob das Trauungsbuch für 1672 tatsächlich verlorengegangen ist oder ob es nur nicht verfilmt/digitalisiert wurde. Ich warte noch auf eine Antwort. Am besten melden Sie sich, viele Grüße Edgar
 
Zurück
Oben