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Ottilie Wildermuth entdecken

Ottilie Wildermuth
wurde vor 200 Jahren, am 22. Februar 1817 in Rottenburg am Neckar geboren. Sie ist als Verfasserin zahlreicher Erzählungen und Kinderbücher bekannt geworden.

Ottilie Wildermuth war die Tochter von Gottlob Christian Rooschütz (1785-1847) und Leonore, geb. Scholl (1796-1874). Sie wuchs in der Schillerstadt Marbach am Neckar auf, wo ihr Vater Oberamtsrichter war. Am 5. September 1843 heiratete sie Johann David Wildermuth (1807–1885), der in Tübingen Gymnasiallehrer war. Von den fünf Kindern erreichten drei das Erwachsenenalter.

Ab 1847 begann sie, ihre literarischen Werke zu veröffentlichen. Bekannt wurde sie vor allem durch die „Schwäbischen Pfarrhäuser“, in denen sie verschiedene Typen evangelischer Pfarrhäuser ihrer Heimat skizzierte. Durch die Verwandtschaft ihrer Mutter war sie bestens mit diesem Milieu vertraut. Sie porträtierte die bürgerliche Welt des Biedermeiers ihrer Umgebung sehr überzeugend. Die Charakterisierung gelang ihr so gut, dass sich elf Pfarrer beschwerten, weil sie glaubten, beim „geizigen Pfarrhaus“ seien sie beschrieben worden.

Ottilie Wildermuth starb am 12. Juli 1877 in Tübingen an einem Schlaganfall. Nach ihr wurde in Tübingen eine Straße und 1928 die neu erbaute Höhere Mädchenschule, das heutige Wildermuth-Gymnasium, benannt. Ihr Enkel Eberhard Wildermuth war von 1849 bis 1952 Bundesminister für Wohnungsbau.