Matthias Hohner entdecken

Jetzt seinen Geburtseintrag erforschen:

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Hohner und die Harmonika

Matthias Hohner wurde am 12. Dezember 1833 als Sohn des Webers Jacob Hohner und seiner Frau Katharina (geb. Link) in Trossingen geboren. Seine Ausbildung zum Uhrmacher bot dem jungen Mann aufgrund der aufkommenden Konkurrenz aus dem Schwarzwald keine Perspektive. Ab 1855 arbeitete er daher im elterlichen Betrieb mit, wo inzwischen neben der Weberei auch andere Aufträge bearbeitet wurden. Dort baute Hohner seine ersten Mundharfen. Mundharmonikas waren in Württemberg bereits seit den 1830ern bekannt. 1832 gründete Christian Messner in Trossingen die erste Werkstätte, die später von der Matthias Hohner AG übernommen werden sollte. Als Hohners Mutter 1857 verstarb und er einen Anteil erbte, begann er gemeinsam mit seiner Frau Anna (1836-1907) und seinem Bruder Jacob mit der Produktion von Mundharmonikas. Das Ehepaar hatte sechs Söhne sowie neun Töchter.

Schnell feierte das Unternehmen Erfolge und exportierte ab 1862 auch nach Amerika. Als Hohner den Betrieb im Jahr 1900 an seine Söhne übergab, war er führend am Weltmarkt. Das 1896 erschienene diatonische Modell Marineband wurde zur meistverkauften Mundharmonika der Welt und war in Blues, Folk und Rockmusik beliebt. Neben Bluesmusikern wie Sonny Terry waren es auch Künstler wie Bob Dylan und John Lennon, die auf Hohner Instrumenten spielten. Hohner ergriff früh die Chance, mit Musikern zu werben. Für die erste USA-Tournee der Beatles wurde das Sondermodell "The Beatles" produziert. Bei der - heute sehr gesuchten - ersten Auflage der Schachtel wurden Bild und Unterschrift von George Harrison und Paul Mc Cartney falsch zugeordnet. Eine Hohner Mundharmonika war dann auch 1965 das erste Musikinstrument, das im Weltraum gespielt wurde.

Die zweite große Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann 1903 nach dem Tod Matthias Hohners mit der Herstellung der Handharmonika (Akkordeon). Bis heute gehört der Musikinstrumentenhersteller aus der baden-württembergischen Kleinstadt zu den Global Playern der Branche.