Jacob Schweppes prickelndes Vermächtnis

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Jacob Schweppes prickelndes Vermächtnis

Jacob Schweppe wurde am 16. März 1740 als Jacob Schweppeus im nordhessischen Witzenhausen getauft. 1766 zog der Uhrmacher und Silberschmied nach Genf, wo er ab 1780 ein Verfahren entwickelte, Wasser mit Kohlensäure zu versetzen und in Flaschen abzufüllen. 1783 ließ er sich den Vorgang patentieren und gründete gemeinsam mit zwei Partnern eine Firma zur Herstellung von Sodawasser. 1792 eröffnete eine Niederlassung in London. Als sich seine Partner aus dem Londoner Geschäft zurückzogen, verkaufte Schweppes selbst einige Jahre später drei Viertel seines Anteils und kehrte 1802 nach Genf zurück.

Schweppes Idee, die zur Malariaprophylaxe nötige Chinintablette in Limettensaft und Sodawasser aufzulösen, stieß in den indischen Kolonien auf große Begeisterung und bald darauf im ganzen britischen Empire. Die Bezeichnung „Indian Tonic Water" verweist noch heute auf diesen Hintergrund. Jacob Schweppe starb am 18. November 1821 in Genf. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte das Unternehmen 1851, als zu Werbezwecken für die erste Weltausstellung in London eine riesige Fontäne im Londoner Hyde Park installiert wurde. Die Schweppes Fountain ziert noch heute das Firmenlogo. Mit seiner Erfindung legte Jacob Schweppe den Grundstein für die heutige Soft-Drink-Industrie und ist Wegbereiter für Erfolgsmarken wie Coca Cola.