Der passende Spruch für jede Lebenslage

August Methusalem Georg Büchmann wurde am 4. Januar 1822 in Berlin geboren, wo er Theologie, Archäologie und Philologie studierte. Nach seiner Promotion in Erlangen arbeitete er als Lehrer in Brandenburg und Berlin. Seit jeher interessierte sich Büchmann für deutsche Redewendungen und Sprichwörter und machte es sich zur Aufgabe, literarische und mündlich überlieferte Zitate zu sammeln und zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen.
Sein 1864 erschienenes Werk Geflügelte Worte umfasste bei Erstveröffentlichung rund 2.000 Einträge und wurde im Zuge zahlreicher Wieder- und Neuauflagen kontinuierlich ergänzt sowie in diverse Sprachen übersetzt. Auch heute noch gelten Büchmanns Geflügelten Worte als „[e]in Quellenwerk von hohem Rang“ (Aachener Zeitung) und Nachschlagewerk für alle, die auf der Suche nach Inspiration für eine Rede oder Ansprache sind oder sich ganz allgemein für das Kulturgut Sprache interessieren. Büchmann starb am 24. Februar 1884.

Jetzt seinen Taufeintrag erforschen:

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Berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz: Landeskirchliches Archiv in Berlin > Berlin-Stadt I > Sankt Petri > Taufen 1820-1824, Bild 70

Hätten Sie’s gewusst?

Dass das theatralisch ausgerufene „Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!“ und das Zitat „Es irrt der Mensch, so lang er strebt“ – das man gerne mal in Gespräche einfließen lässt, weil man dadurch gleich gebildeter wirkt –, beide aus Goethes Faust stammen, dürfte den meisten bekannt sein. Aber wussten Sie auch, dass wir dank der Bibel zur Salzsäule erstarren (1. Mos. 19, 26) und jemandem ein Dorn im Auge sind (gebildet aus 4. Mos. 33, 55)? Überall begegnen uns Zitate und Redewendungen, die sich ins eigene Vokabular schleichen und unseren alltäglichen Sprachgebrauch beeinflussen. Manchmal sogar völlig unbewusst. Ein Blick in Büchmanns Werk lohnt sich also allemal!