»Schlag doch mal im Brockhaus nach …«

Friedrich Arnold Brockhaus

Jetzt seinen Taufeintrag erforschen:

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Westfalen: Landeskirchliches Archiv der Evang. Kirche > Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost > Dortmund, St. Reinoldi > Taufen 1769-1808, Trauungen 1769-1791,Beerdigungen 1769-1809,Taufen 1809 Band 5, Bild 26

Friedrich Arnold Brockhaus

Friedrich Arnold Brockhaus wurde am 4. Mai 1772 in Dortmund geboren. Auf Wunsch seines Vaters begann er im Alter von sechzehn Jahren eine kaufmännische Lehre, die er aus Mangel an Interesse vorzeitig abbrach. Brockhaus war sehr lesebegeistert, und je mehr er las, desto größer wurde in ihm der Wissensdurst. Nach einer einjährigen Studienzeit in Leipzig gründete er eine Firma, die sich auf englische Manukakturwaren spezialisierte. Weil es zum Bruch mit seinen Geschäftspartnern kam, zog Brockhaus nach Amsterdam, wo er 1805 gemeinsam mit J. G. Rohloff die Buchhandlung "Rohloff & Co“ eröffnete. Buchhändler Rohloff lieh ihm dafür jedoch im Grunde nur seinen Namen, da Brockhaus als Deutscher kein Mitglied der Amsterdamer Büchergilde werden konnte. Von Anfang an war Brockhaus nicht nur als Buchhändler, sondern auch verlegerisch tätig. Der Erwerb des „Konversations-Lexikons“ 1808 entpuppte sich als bedeutsamster Schritt in seiner verlegerischen Karriere, bildete dieses Lexikon, von dem bereits einige Bände erschienen waren, schließlich die Grundlage für die Brockhaus Enzyklopädie. 1811 verlegte Brockhaus den Sitz der Firma nach Deutschland und benannte sie in „Verlagsbuchhandlung F. A. Brockhaus“ um, 1818 erfolgte der Umzug nach Leipzig – ins Zentrum des Buchhandels – und der Bau einer eigenen Druckerei. Kontinuierlich baute Brockhaus das enzyklopädische Programm weiter aus und bezog auch seine Kinder in das expandierende Unternehmen mit ein. Mit seinem Tod am 20. August 1823 in Leipzig hinterließ er den Grundstein für ein wahres Wissensimperium, das bis heute, wenn auch in geänderter Form, existiert.

Im Jahre 2006 erschien mit der 21. Auflage die letzte gedruckte Ausgabe des Brockhaus. Aufgrund des Vormarschs kostenfreier Online-Enzyklopädien wie Wikipedia wurde der Vertrieb der Brockhaus’schen-Verlagsprodukte, nun unter dem Bertelsmann-Dach, 2014 komplett eingestellt. Ein Jahr später wurde die Lizenz an den Verlag der Schwedischen Nationalenzyklopädie verkauft, deren deutsche Tochterfirma die Onlineausgabe der Brockhaus Enzyklopädie entwickelte. Seit 2015 sind neben den online verfügbaren Nachschlagewerken auch digitale Lehrinhalte sowie englischsprachige Materialien und Videos erhältlich – ein Onlineangebot, das sich insbesondere an Schulen, Bibliotheken und Medienhäuser richtet.