Die Grundlage der Schönheit

Welche Art von Mustern wir bevorzugen, ist Geschmackssache. Während die einen auf große Flächen oder bunte Farben setzten, bevorzugen andere filigrane und geschwungene Linien und Formen. Doch wer entwirft die Muster, die letztendlich auf unserer Kleidung, auf unseren Decken oder Teppichen landen?

Heute erledigen das Designer*innen mit Hilfe von Computerprogrammen, früher nannte man diesen Berufsstand Patroneur, Dessinateur oder einfach „Musterzeichner/Musterzeichnerin“. Bei diesem Ausbildungsberuf wurden in einer Art technischen Zeichnung Stoffmuster, „Patrone“ genannt, auf ein Musterpapier übertragen, das sogenannte „Patronenpapier“. Auf dem in Quadrate unterteilten Musterpapier zeichnete sich dann die schematische Darstellung des Textilmusters ab. Dies war die Grundlage für die Fertigung des Gewebes, beispielsweise durch Webstühle, mit entsprechendem Muster.

Das auf dem Screenshot dargestellte Beispiel einer Patroneurin stammt aus der „Samt- und Seidenstadt“ Krefeld, wo das textilverarbeitende Gewerbe eine lange Tradition hat.

Rheinland: Archiv der Evang. Kirche > Krefeld > Taufen 1885-1890, Bild 335

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