Klage gegen Familysearch

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1091 Beiträge

Gab es denn einen "sachdienlichen Hinweis" von Archion mit der Aussage
JA oder NEIN auf die erste Frage ? Frage mit Gegenfrage beantwortet.
Gäbe es ein laufendes Verfahren oder Absichten dahin,
käme natürlich keine Antwort JA.
Nun kommen mir noch zum Jahresende 2018 einige Gedanken.
Sie meinen, die Antwort Nein, die gegeben werden durfte,
wäre so zeitintensiv gewesen, so dass sich die Mitarbeiter von Archion nicht mehr um andere Dinge kümmern könnten ?
Entschuldigen Sie mich bitte, aber bei derartigen Themen kommen mir
frühere Beiträge zu gewissen Themen in den Sinn.
Auch einen Verweis an einen Forumteilnehmer, der andere auch sehr
hilfreiche online-Dienste erwähnte.
Aus meiner Sicht haben hier Forum-Teilnehmer mit ihrer unentgeltlichen Antwort und Hilfe für Fragesteller den Archion-Mitarbeitern schon sehr viel zeitintensive Arbeit abgenommen. - Hierzu gehört zum Beispiel, dass Fragen nach Kirchengemeinden gestellt werden, die bei Archion zumindest erwähnt werden müßten - da die Gemeinden zu Landeskirchen gehören - die mit Archion ( der Kirchenbuchportal GmbH ) einen Vertrag geschlossen haben -
und Archion-Kunden (und Interessierte) davon ausgehen dürften,
dass alle Gemeinden dieser Landeskirchen ihre Kirchdenbücher veröffentlichen werden. -
Nun suchen hier immer wieder Familienforscher nach Orten -
die vorhanden sein müßten, aber nicht aufgelistet sind -
und Forumteilnehmer helfen ihnen unentgeltlich.
Es werden nun aber ausdrücklich die Gemeinden, die nie teilnehmen wollen,
bei Archion gar nicht erwähnt - und sind aber auch nicht unter den Landeskirchen erwähnt (mit Hinweis, bei welchem Archiv sie eingesehen werden können - auch das bleibt den Helfenden im Forum überlassen.
Das Thema wurde mehrfach angeschnitten.
Nun nehmen wir einmal den Fall an, dass -zig Kirchengemeinden der vertraglich an die Kirchenbuchportal GmbH gebundenen Landeskirchen -
niemals ihre Einwilligung zur Veröffentlichung geben !
die Familienforscher gar nicht informiert werden und sich "schwarz warten" und andere Online-Dienste aus anderen Gründen auch
gehemmt würden. Oder hier bei Archion sind -zig Bücher von
Gemeinden nicht online - enden 1845 z. B. - sind schon lange aus
dem Datenschutz heraus - werden nicht veröffentlicht - weil die Bücher
von 1846 bis 1950 gehen - also wenige Jahre noch im Datenschutz sind ....
Würden andere Online-Dienste gehemmt, diese schon längst aus
dem Datenschutz herausgefallenen Bücher zu veröffentlichen -
Familienforscher nicht herumreisen können -
würde sich das "Kundenfreundlichkeit" - nennen ?
Mich persönlich stimmt es sehr nachdenklich, wenn ich Beiträge
lese, die durchfärbt sind von "Inschutznahme" der Kirchenbuchportal GmbH - anstatt im Sinne aller Familienforscher zu denken.
Ich wünsche mir, dass die massenhaft vorhandenen Milliardäre
alle Archive in Deutschland usw so finanziell, personell
und technisch ausstatten, dass nichts mehr aus Zeit-/Personal-/Geldmangel
liegen bleibt.
Allen, die dieses lesen (vielleicht darunter ein paar Milliardäre ? ...)
wünsche ich ein wundervolles Weihnachten und
alles Liebe, Gute, Gesundheit
für das Neue Jahre 2019.

Tonx
Mitglied seit
30.04.2018

143 Beiträge

Zitiert von: karpa85
Klagt Archion gegen Familysearch?

Dies ist keine Frage, sondern wird rechtlich als Ausforschung bezeichnet. Dies ist illegal und führt vor Gericht zur Unzulässigkeit des damit gestützten Vorgehens. Man kann in den einschlägigen Kommentaren dazu ausführlich Informationen sammeln. Es ist nicht strafbar.

Auf eine solche Ausforschung antwortet man niemals mit "ja" oder "nein", sondern immer mit einer Gegenfrage oder einem Antrag auf Zurückweisung, das gilt schon im Privatleben und erst recht im geschäftlichen Schriftverkehr.

Offensichtlich hat die Mehrzahl der Nutzer das ganz gut im Gefühl. Auch Archion selbst ist richtig beraten und reagiert sehr höflich und vermeidet es, den Poster der Ausgangsfrage einfach hinauszuwerfen, was man bei einer solchen Frage auch gut hätte verstehen können.

Hier kommt noch hinzu, dass Interna eines Dritten betroffen sind, nämlich der Kirche der Heiligen der Letzten Tage, der Betreiber von Family search. Es sollte jedem klar sein, dass Archion nicht auf seinem Portal dulden darf, dass etwaige Rechtsstreitigkeiten von Family search oder auch das Nichtstattfinden solcher Rechtsstreitigkeiten hier diskutiert werden. Man stelle sich vor, die Rechtsstreitigkeiten zwischen Samsung und Apple würden im Nutzerforum von Apple diskutiert. Undenkbar.

Zitiert von: Linde
Gab es denn einen "sachdienlichen Hinweis" von Archion mit der Aussage JA oder NEIN auf die erste Frage ? Frage mit Gegenfrage beantwortet.?
Ja, also die optimale, höfliche Reaktion.

Zitiert von: Linde
Sie meinen, die Antwort Nein, die gegeben werden durfte,
Nein, auch eine Antwort "Nein" durfte natürlich nicht gegeben werden, denn das wäre bereits eine Information mit Sachinhalt gewesen und hätte außerdem Interna von Family Search preisgegeben.

Zitiert von: Linde
Es werden nun aber ausdrücklich die Gemeinden, die nie teilnehmen wollen,bei Archion gar nicht erwähnt
Die Beschlüsse von Kirchenvorständen sind nicht öffentlich. - Da dürfte zu bezweifeln sein, dass Archion so ohne Weiteres die Erlaubnis bekommt, nicht öffentliche Beschlüsse auch nur im Ergebnis automatisch und vollständig zu veröffentlichen.

Ich finde nicht, dass die zahlreichen Beiträge von Nutzern hier im Forum den Mitarbeitern von Archion irgendwelche Arbeit abnehmen. Viele Vorschläge der Nutzer widersprechen sich gegenseitig. Jeder möchte seine geographischen Interessensgebiete verständlicherweise zuerst behandelt wissen und mancher greift dabei schon zu sehr ruppigen Formulierungen. Andere Vorschläge sind keineswegs konstruktiv, sondern deutlich kontraproduktiv. Viele angebliche Erwartungen an Archion sind aus dem leider weit verbreiteten Konzept entstanden, Leistungen abzuholen und andere die Kosten tragen zu lassen.

Archion ist keine Lehrbuch- oder Informationsseite für Historiker und Genealogen, dafür gibt es vielfach andere Seiten. Es ist nicht die Aufgabe der Kirchenbuchportal GmbH, Kirchengemeinden zu identifizieren und dazu den Unterschied von Sachsen und Sachsen-Anhalt oder von evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Gemeinden zu erklären oder darauf hinzuweisen, aus welchen Dutzenden verschiedener Kleinstaaten mit eigenen Landeskirchen bis ins 20. Jahrhundert Thüringen bestand oder auf welchen anderen Plattformen es noch weitere Quellen gibt. Dieses Knowhow ist imho das, was auch den Reiz der Familienforschung ausmacht: Man lernt die geschichtlichen Zusammenhänge kennen und gleich auch noch die Teilaspekte, die die eigenen Vorfahren dabei erlebt und auch selbst eingebracht haben, ob sie nun Müller oder Schulze hießen.

Es ist nicht im Sinne von Familienforschern, wenn man ihnen die Forschungsarbeit weitgehend abnimmt. Das Forum leistet Hilfe zur Selbsthilfe und ich finde das auch ganz gut so.

Auf dieser Grundlage wünsche ich auch allen anderen Forschern viel Erfolg, das Auflösen vieler "Toten Punkte" und einen großen Wissensgewinn im Zusammenhang mit ihrer Forschung.

Gruß, Tonx

Noknoche
Mitglied seit
04.10.2018

90 Beiträge

Eines darf man bei all dem auch nicht vergessen. Ich bin z.B. hier, da ich bei Familysearch Einträge fand, welche zu meinen Forschungen passten, aber nachkontrolliert werden mussten. Dies gilt auch für andere Ahnenforschungsportale. Das Unvollständige dort lockt die Leute hier her.
Auch wenn irgendwann fast das gesamte Kirchenbuch eines Ortes drin stehen würde, kämen immer noch neue Mitglieder zu Archion, da jeder Ahnenforscher irgendwann Entscheidungen zwischen zwei Personen treffen muss,da beide Personen zuträfen. Sowas prüft man dann hier.
Das ist eine Symbiose zwischen den Foren, da wäre eine Klage absolut schädlich.
Probleme gäbe es nur, wenn man das Kirchenbuch komplett kopieren würde und woanders veröffentlicht,womit man Archion dann Konkurrenz macht.
Familysearch schließe ich da aus.
Die User können dort ihre Stammbäume erstellen, dies aber ohne große Bilder. Obendrein ist Familysearch auch ein Portal, welches zu einer Kirche gehört und ist nicht kommerziell.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide Betreiber "in die Haare kriegen", halte ich für äußerst gering. Wenn es zu einem problematischen Upload käme würde man sich anrufen und das "auf kurzem Wege" regeln.
Auf Hochdeutsch: "Die brauchen sich"!