Von der Dovenmühle. Hat jemand Ahnen dieses Familiennamens?

Anna Trin
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29.03.2018

27 Beiträge

Meine Ururgroßmutter hieß Sophie Marie von der Dovenmühle und wurde *1813 im ehemaligen Kirchenkreis Ostenholz geboren (jetzt TrÜbPl Bergen, LK Celle, Niedersachsen)
Obwohl mir meine direkten Ahnen dieses Familiennamens bereits bekannt sind, möchte ich die Familie von der Dovenmühle so weit wie möglich erforschen. Der Name ist wohl einzigartig und aus dem Platz entstanden, an dem die erste Stelle errichtet wurde, vorher befand sich dort eine eingegangene Mühle. Der Hof hieß Dövenhof und ist ca 2-3 km von Ostenholz entfernt gewesen. Aus den KB Ostenholz, teilweise auch Düshorn, aus ‚Die Heidmark‘ von Hans Stuhlmacher und aus den OFB der Gegend habe ich (meine ich zumindest) alles rausgelesen. Leider beginnen die KB Winsen Aller erst um 1825, die älteren sind einem Pfarrhausbrand zum Opfer gefallen. Ein paar Dovenmühles sind genau in dieses Kirchspiel verschwunden.
Deshalb hoffe ich, dass hier jemand zufällig ebenfalls nach dem Namen forscht, davon gelesen oder darüber gehört hat und sich gern austauschen möchte. Meine Ergebnisse stelle ich natürlich auch gern zur Verfügung.

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1103 Beiträge

Sicherlich haben Sie schon alle Suchmaschinen mit diesem Namen gescannt.
Den Namen finden Sie -zigfach. - Hier haben Sie aber den Stammbaum Ihrer Vorfahrin Sophie Marie, der bis zu Johann Friedrich von der Dovenmühle, * um 1723, zurück geht. Auch finden Sie bei u. a. Link eine Kontaktadresse.

http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=soltau&ID=I20096100

mfG

Anna Trin
Mitglied seit
29.03.2018

27 Beiträge

Erst einmal vielen Dank für den Tipp. Von meiner Vorfahrin Sophie Marie habe ich die Daten, teilweise, weil ich selbst Urkunden hatte, und weil ich die Bearbeiterin des OFB Soltau angemailt habe.
Bis jetzt habe ich nur google als Suchmaschine genutzt, vielleicht können Sie mir noch andere empfehlen?
Über my heritage und ancestry u.ä.habe ich auch gesucht, aber viel mehr, als ich selbst aus den Kirchenbüchern (besonders Ostenholz) herausgelesen habe, konnte ich dort auch nicht erfahren.
Ich dachte nur, dass hier vielleicht jemand zufällig auch nach dem Namen forscht.

Tonx
Mitglied seit
30.04.2018

202 Beiträge

Hallo Ann Trin,

für Ostenholz und die Höfe Drumherum ganz hilfreich ist auch die Chronik "Das Kirchspiel Ostenholz und seine Vergangenheit" von Wilhelm Lüdeke. Wilhelm Lüdeke war in den 1930er Jahren der Organist in der Ostenholzer Kirche und auch Lehrer dort und hat das Buch 1936 veröffentlicht. Da es auch den größer gedruckten Titel trägt "Up dem Dühr", wird es häufig bei Literatursuchen und im Internet nicht gefunden.

Es überschneidet sich natürlich vielfach mit der "Heidmark" von Stuhlmacher, die aber weit mehr Dörfer umfasst. Lüdeke hatte dagegen wohl noch etwas bessere lokale Kenntnisse.

Ein Exemplar steht im Niedersächsischen Landesverein für Familienkunde in Hannover, ein weiteres in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, natürlich auch in Hannover.

Die älteren Kirchenbücher von Winsen an der Aller sind erst im zweiten Weltkrieg verlorengegangen. Das könnte uns im Ergebnis egal sein, hat aber zur Folge, dass einige Forscher in den 1920ern und 1930ern für sich selbst zufällig Auszüge notiert hatten, die es zumindest teilweise noch gibt. Das betrifft vor allem Hambühren, von dem es sogar ein gedrucktes Ortsfamilienbuch gibt (steht auch beim Niedersächsischen Landesverein für Familienkunde).

Laut Viehschatzregister 1589 gab es im gesamten Fürstentum Lüneburg genau einen von der Dovenmühle, mit Vornamen Casten, und zwar dort, wo auch die Dovenmühle hingehört. Die Familie wird natürlich nicht aufgezählt. Das Viehschatzregister 1589 ist von Friedrich Barenscheer komplett abgeschrieben und 1939 in der Schriftenreihe des niedersächsischen Heimatbundes Band 20 veröffentlicht. Steht auch beim Niedersächsischen Landesverein für Familienkunde, vermutlich aber auch in der Leibniz-Bibliothek.

Erstaunlicherweise habe ich bisher noch keinen von der Dovenmühle unter meinen Vorfahren und Anverwandten, nur mehrere von seinen Nachbarn. Kann ja noch kommen.

Gruß, Tonx

Linde
Mitglied seit
13.01.2015

1103 Beiträge

An Ann-Katrin = es gab mehrere Dovenmühle(n) an
verschiedenen Orten. -- Falsch verstanden hatte ich,
dass ich annahm, Sie suchten die Vorfahren von Ihrer Marie Sophie *1812.
----Damit ich nicht unnötig schreiben muss: welche Suchmaschinen, Datenbanken etc haben Sie schon durchgesucht? (nur grobe Angabe reicht - muss nicht der ganze link sein ). MfG

Anna Trin
Mitglied seit
29.03.2018

27 Beiträge

Hallo Tonx
In der Online Datenbank des NLF habe ich bis jetzt keinen Dovenmühle gefunden, vielleicht, wenn sie mal wieder aktualisiert wird. Die Heidmark hatte ich vor kurzem ausgeliehen. Der Dövenhof, also die Stelle, die zum Namen gehört, wird erwähnt. Im Schatzregister der Großvogtei Celle taucht 1438 als erster schriftlich erwähnter Dovenmühle Henneke zur Dovenmühle auf.
Vor Albert 1667 fehlen auch die Ehefrauen in den Einträgen. Ich hatte Glück, dass die KB Ostenholz nicht zerstört und recht ordentlich geführt wurden. Geburten ließen sich anhand der frühen Sterbeeinträge errechnen. Obwohl mich das 'undeutliche Geschreibsel' der Pastoren oft an die Decke springen ließ, wurden meistens Ehefrauen erwähnt. Bei Geburtseinträgen u. Sterbeeinträgen gab es fast immer einen Hinweis auf die Eltern oder wenigstens auf den Ehepartner. Ich weiß, dass das nicht überall so ist. 

Hallo Linde
Suchmaschine ist google
Datenbanken:
Genealogy.net: Ortsfamilienbücher Walsrode-Soltau, Fallingbostel, Celle Nord, Celle West, Celle Süd Ost, NLF Hannover.
Falls die auch mitzählen: my heritage, ancestry, wiki tree, family search (da hatte ich noch einen Peter v.d. D.gefunden, der auf dem Rittergut der Generalin v. Oldershausen in Wülfel als Gärtner arbeitete, aber zu dem es keine Eltern gibt, nur einen Heiratseintrag von 1827 im KB Döhren )

Mehr kann ich leider nicht anbieten, bin ja auch erst ein Anfänger, was die Forschung betrifft.

Sagt euch der Schlager 'Ich will nen Cowboy als Mann' etwas? Den hat Rudi von der Dovenmühle, *1920 Köln +2000 in Köln, komponiert. Bei Wikipedia gibt es keinen leider keinen Hinweis zu den Eltern, vermtl. wegen Datenschutz. Ich denke, dass sie auch aus der Gegend um Ostenholz kommen. Vielleicht waren es auch schon die Großeltern, die nach Köln gezogen sind.

Anna Trin
Mitglied seit
29.03.2018

27 Beiträge

Hallo Tonx
In der Online Datenbank des NLF habe ich bis jetzt keinen Dovenmühle gefunden, vielleicht, wenn sie mal wieder aktualisiert wird. Die Heidmark hatte ich vor kurzem ausgeliehen. Der Dövenhof, also die Stelle, die zum Namen gehört, wird erwähnt. Im Schatzregister der Großvogtei Celle taucht 1438 als erster schriftlich erwähnter Dovenmühle Henneke zur Dovenmühle auf.
Vor Albert 1667 fehlen auch die Ehefrauen in den Einträgen. Ich hatte Glück, dass die KB Ostenholz nicht zerstört und recht ordentlich geführt wurden. Geburten ließen sich anhand der frühen Sterbeeinträge errechnen. Obwohl mich das 'undeutliche Geschreibsel' der Pastoren oft an die Decke springen ließ, wurden meistens Ehefrauen erwähnt. Bei Geburtseinträgen u. Sterbeeinträgen gab es fast immer einen Hinweis auf die Eltern oder wenigstens auf den Ehepartner. Ich weiß, dass das nicht überall so ist. 

Hallo Linde
Suchmaschine ist google
Datenbanken:
Genealogy.net: Ortsfamilienbücher Walsrode-Soltau, Fallingbostel, Celle Nord, Celle West, Celle Süd Ost, NLF Hannover.
Falls die auch mitzählen: my heritage, ancestry, wiki tree, family search (da hatte ich noch einen Peter v.d. D.gefunden, der auf dem Rittergut der Generalin v. Oldershausen in Wülfel als Gärtner arbeitete, aber zu dem es keine Eltern gibt, nur einen Heiratseintrag von 1827 im KB Döhren )

Mehr kann ich leider nicht anbieten, bin ja auch erst ein Anfänger, was die Forschung betrifft.

Sagt euch der Schlager 'Ich will nen Cowboy als Mann' etwas? Den hat Rudi von der Dovenmühle, *1920 Köln +2000 in Köln, komponiert. Bei Wikipedia gibt es keinen leider keinen Hinweis zu den Eltern, vermtl. wegen Datenschutz. Ich denke, dass sie auch aus der Gegend um Ostenholz kommen. Vielleicht waren es auch schon die Großeltern, die nach Köln gezogen sind.

Tonx
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30.04.2018

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Hallo Ann Trin,

die NLF-Datenbank bei den Ortsfamilienbüchern auf CompGen hat mit der Bibliothek des Niedersächsischen Landesvereins für Familienkunde nichts zu tun, abgesehen davon natürlich, dass beides vom gleichen Verein kommt.

Die Bibliothek des NLF enthält ganz herkömmlich Bücher, die man sich ausleihen kann, wenn man dort Mitglied ist, und zumindest anschauen kann, wenn man als Gast in den Räumen in der Rückertstraße in Hannover ist (ggf. bitte Termin vereinbaren, sonst ist da zu). Das sind zum Beispiel die drei Bücher, die ich oben genannt habe.

Die NLF-Datenbank enthält diverse Ahnenlisten und ähnliche Forschungsergebnisse, die Vereinsmitglieder im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen haben. Natürlich mit den Fehlern, sollten diese beim Sammeln passiert sein, so wie bei allen anderen Internetquellen auch. Viele, aber sicherlich längst nicht alle sind im Laufe der letzten Jahre schon korrigiert worden, weil sie anderen Forschern aufgefallen sind. Auch Bücher können Fehler enthalten. No risk, no fun. Die Inhalte von Büchern werden in die Datenbank normalerweise nicht übernommen. Das ergibt auch keinen Zusatznutzen für die Familienforscher, da man die Bücher ohnehin lesen wird und sich ganz andere Zusammenhänge ergeben.

Linde hat übrigens schon sehr richtig darauf hingewiesen, dass der Familienname Dovenmühle auch auf ganz andere Mühlen an anderen Orten verweisen kann. Dove bedeutet einfach "taub", also entweder eine Wassermühle, die aufgrund von Austrocknung ihres Bach- oder Flusslaufs nicht oder vielleicht nur gelegentlich funktioniert oder aber auch eine Wassermühle an einem Nebenarm eines größeren Flusses.

Rudi von der Dovenmühle muss daher nicht aus dem Ostenholzer Raum stammen. Seine Eltern fehlen in der Wikipedia, weil sich niemand bisher dafür interessiert hat, sie in Wikipedia einzutragen. Mit Datenschutz hat das nichts zu tun. Vergleiche einfach den Eintrag von Ralph Siegel, einem anderen, sogar noch lebenden deutschen Schlagerkomponisten.

Gruß, Tonx

Anna Trin
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Zitiert von: Tonx
Hallo Ann Trin,

Linde hat übrigens schon sehr richtig darauf hingewiesen, dass der Familienname Dovenmühle auch auf ganz andere Mühlen an anderen Orten verweisen kann. Dove bedeutet einfach "taub", also entweder eine Wassermühle, die aufgrund von Austrocknung ihres Bach- oder Flusslaufs nicht oder vielleicht nur gelegentlich funktioniert oder aber auch eine Wassermühle an einem Nebenarm eines größeren Flusses.


Das will ich nicht bestreiten, obwohl es dann schon ein großer Zufall wäre, dass nur im Ostenholzer Raum, sowohl in Düshorn, in Winsen und in Bergen vom Beginn der Kirchenbücher ~1700 - Ende des 18. Jahrhunderts (so ganz genau will ich mich nicht festlegen) verstärkt dieser Familienname auftaucht, aber in keiner Datenbank, die ich durchforstet habe, ein weiterer Dovenmühle auftaucht. Später findet man sie natürlich auch woanders, u.a.auch zwei weibliche Personen, die vielleicht mit Rudi verwandt sind.
Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass die Betreiber der OFB, die ihre Daten ja u.a. auch aus Kirchenbüchern einspeisen, sonst nirgendwo einen Dovenmühle gefunden hätten. Ebenso sind in GEDBAS anhand der Metasuche einige zu finden, fast alle nur in den oben genannten Kirchspielen. Natürlich sind auch noch nicht alle Kirchenbücher als Online OFB erfasst, das ist mir klar.

Tonx
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30.04.2018

202 Beiträge

Hallo Ann Trin,

niemand will Ihnen einen prominenten Verwandten wegnehmen und es ist doch genau richtig, wenn Sie die vermutete Verwandtschaft jetzt einfach mal mit kreativen Mitteln belegen wollen.

Die Standesamtsregister für Köln werden gerade unter Mithilfe diverser Familienforscher mit Registern versehen und man kann sie dann recherchieren. In Ermangelung eigener Kölner Interessen kenne ich den Stand nicht so genau, aber auf der Ihnen bekannten Homepage von CompGen wird regelmäßig darüber berichtet. Es gibt außerdem von CompGen veröffentlichte Adressbücher von Köln aus diversen Jahren. Vielleicht finden Sie da schon Rudi selbst oder andere von der Dovenmühle, die nach Ihrer Vermutung eigentlich alle Eltern, Geschwister oder vielleicht auch Cousins sein müssten, samt Herkunftsangaben.

Nach den üblichen Quellen für die Musikbranche, etwa der Internationalen Musiker Datenbank IMDb.com, war Rudi von der Dovenmühle verheiratet mit Margot Böhm und hatte mindestens ein Kind.

Die Online-Zeitschrift Smago! hat dieses Kind von Rudi von der Dovenmühle 2014 interviewt, demnach handelt es sich um eine Tochter Silke Volgmann. Das Interview betraf allerdings einen Schlagersänger, der ein anderes Lied dieses Komponisten interpretiert hatte.

Offensichtlich gibt es auch bei der Plattenfirma Electrola noch Quellen.

Also wenn Sie wollen, werden Sie dort noch viel herausfinden können. Wenn Sie Erfolg haben, wäre das sicherlich einen Aufsatz in der Celleschen Zeitung im Sachsenspiegel wert, ich vermute, dass Sie mehr oder weniger im Verbreitungsbereich leben und sie kennen. Auch die Zeitschrift für niederdeutsche Familienkunde könnte interessiert sein.

Viel Spaß und Erfolg, Tonx