Kürnbach und Sulzfeld im 30jährigen Krieg

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KrisK
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17.07.2015

219 Beiträge

In den zugehörigen Kirchenbüchern suche ich gerade und könnte ein wenig Nachhilfe in Lokalgeschichte gebrauchen.

Im 30jährigen Krieg flohen die Kürnbacher Bürger (u.a.) zur Ravensburg nach Sulzbach.
(http://www.archion.de/p/0c6453457a/)
Dementsprechend müssen sie dort in den Kirchenbüchern auftauchen.
Im Kürnbacher Kirchenbuch wurden die Taufen dann nachgetragen.
(http://www.archion.de/p/de0718f0d1/)

In meiner Linie gibt es Johann Michael Treulieb aus Kürnbach, den Sohn von Jacob und Margareth(a) Treulieb. Laut Nachtrag ist er am 21.08.1647 getauft worden. Paten sollen der Junker Hans Bernhard Göler von Ravensburg und Michael Staiger (laut Heirat 1640 in Sulzfeld wohl Küster aus Kürnbach) gewesen sein. (Das waren damals wohl samt ihren Ehefrauen übliche Paten, die auch bei sämtlichen Treulieb-Kindern Pate gestanden haben sollen - laut Nachtrag.)
Im Sulzfelder Kirchenbuch finde ich aber gerade mal das erste Kind, was 1639 getauft wurde, sowie 1643 wohl Kinder eines Bruders, dessen Paten Vögte waren.

Wann sind die Geflohenen zurückgekehrt? Weiß das zufällig jemand?
Und wo könnten die anderen Taufen eingetragen worden sein?

Mal abgesehen davon, finde ich in Kürnbach die ersten Treuliebs mit diesen Nachträgen.
Hat da jemand eine Idee, woher die Treuliebs ursprünglich stammen könnten? Aufgefallen ist mir der Name schon in den alten Stuttgarter Büchern, da könnte natürlich eine Verwandtschaft bestehen. Bauern waren es wohl keine.

landeskirchlichesarchivkarlsruhe
Archivmitarbeiter
Landeskirchliches Archiv Karlsruhe
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15.09.2014

28 Beiträge

Sehr geehrter Archion-Nutzer,
werfen Sie doch einen Blick in Rössler, Klaus: Familienbuch Sulzfeld. Erstellt aufgrund örtlicher Quellen und Kirchenbücher von 1638 bis 1957. Hg. v. d. Gemeinde Sulzfeld. Sulzfeld 2003. In einem Vorwort bietet Rössler eine Einführung in die Überlieferung, die für Ihre Fragestellung erhellend sein dürfte (S. 10 ff.). Zudem sind in diesem Werk einige Einträge Treulieb nachgewiesen, durch die die enge Verbindung nach Kürnbach ersichtlich wird (S. 717).
Ansonsten muss man damit leben, dass die Quellenlage jener Jahrzehnte fragmentarisch und für Kürnbach/Sulzfeld eigentlich überdurchschnittlich gut einzuschätzen ist.
O. g. Veröffentlichung können Sie als kostenfreie Fernleihe über die Landeskirchliche Bibliothek (Email: Bibliothek@ekiba.de; T.: 0721/9175-791) bestellen.
Mit freundlichen Grüßen
i. A. Heinrich Löber

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