Fundstücke (makabres, trauriges, erheiterndes)

msiegle
Mitglied seit
10.01.2015

1356 Beiträge

Jämmerlich verbrannt, mit Unterkleid an Nagel hängend
(Landeskirchliches Archiv Stuttgart > Dekanat Backnang > Murrhardt > Mischbuch 1706-1759 Band 3 (Bild 496))
http://www.archion.de/p/b550ca6932/

[1726]d. 1. Junij
Agnes Johanna, Johann Georg Veitingers, geweßten Becken allhier hinterlaßene
Wittib, begraben, diese hat beÿ der in ihrem Hauß d 29 Maij nachts zwischen
11 und 12 Uhr, da sie in der Kammer oben im Hauß von den Flammen ergriffen
worden, entstandener Feuersbrunst, ihr Bett auff die gassen hinunter geworfen,
in Hoffnung auff dasselbe ohne Schaden hinunter zuspringen, sie ist aber
an einem nagel mit den unterkleid hangen gebliben, und zwar so lang, biß
es von den Flammen verzehret, und sie hinunter gefallen, und die eine Hand ausein-
ander gehalten, und ist sonst jämmerlich an dem gantzen Leib zugerichtet worden, ist den
31 Maij morgends zwischen 2 und 3 uhr gestorben und an obgesetzten Tag
begraben worden. Der gantze Leib war beÿ dieser Verstorbenen wie gebraten,
und doch sah man beÿ ihr biß in an ihr Ende eine große geduldt verm … [?]
Sie war alt worden 53 Jahr, weniger 5 Monat. Zweÿ Haüser fielen damahlen
zu Murrhard in die Aschen, daher wir Gott bitten: Vor Feüersnoth behüte
künfftighin uns alle lieber Hern Gott, amen.

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

288 Beiträge

"welchen sie mit ihrem eigenen Vater gezeugt"

http://www.archion.de/p/90687e0762/

Ich frage mich ja, wie das damals bestraft wurde.

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

288 Beiträge

Ist das jetzt ein Joker und ich kann einsetzen, was ich will,oder was?
*seufz*

http://www.archion.de/p/557dadf3b6/

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

288 Beiträge

http://www.archion.de/p/e505b0ae6c/

Die "Eheliebste". So schön habe ich das noch nicht gelesen.

Seaotter
Mitglied seit
02.07.2021

539 Beiträge

Eheliebste - habe ich auch schon öfter gelesen in anderen KBn
und das Wort auch so schön gefunden. Wurde aber - so weit ich das
bisher gelesen habe, nur geschrieben bei Frauen, deren Männer einen
gewissen Stand in der Gesellschaft hatten - wie in Ihrem Beispiel
war der Mann der Eheliebsten ein Advokat. - Pfarrer schrieben bei
Tod ihrer Angehörigen oft "mein/e liebe/r Frau/Tochter/Sohn/..."
VG.

msiegle
Mitglied seit
10.01.2015

1356 Beiträge

(1766) "d. 16. Aug. Entschläft in ihrem Herrn Jesu meine /:Pastoris:/
herzinniggeliebteste Ehegattin Charlotta Fri-
derica g. Gerstlacherin und wurde unter
allgemeinen Thränen d. 18 h(ujus) beerdiget.
Ihr edles und tugendvolles Leben war sehr
kurz, ...."
http://www.archion.de/p/db29ddd4ca/

Wolfgang_F
Mitglied seit
03.04.2022

16 Beiträge

Auch wenn ich nicht alles lesen kann ... Seid besser nicht so viel (und oft) dem Alkohol zusprechen: http://www.archion.de/p/e64355b90a/