Fundstücke (makabres, trauriges, erheiterndes)

eggi
Mitglied seit
02.06.2015

823 Beiträge

Ein Opfer des Alkohols

Der Gärtner Paul Weger verkaufte Ende März auf dem Markt in Bühl Samen und ging dann, nach einer Zechtour, abends zurück nach Affenthal, wo er offenbar seine Unterkunft hatte. Unterwegs fiel er betrunken in einen Graben und wurde dort erst nach Mitternacht gefunden.
Man brachte ihn ins Dorf, trocknete ihn und legte ihn in die warme Stube, aber trotzdem war er am nächsten Morgen tot.

http://www.archion.de/p/dc2987981e/

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

261 Beiträge

"Die Braut starb abends 9 Uhr vor der Copulation am Nervenfieber"

http://www.archion.de/p/bd0541b3af/

Gerade letzten hatte ich schon gelesen, dass aus der Hochzeit nichts wurde, weil der Bräutigam dem Tode nahe war. Aber am geplanten Hochzeitstag zu sterben...
Da wüßte ich ja gerne, was Psychologen dazu sagen.

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

261 Beiträge

Klipp und klar für alle Zeiten festgestellt:
"Der Bräutigam ist ein Ausländer."

http://www.archion.de/p/532b7c058e/

vnagel2004
Mitglied seit
18.12.2014

2161 Beiträge

Zitiert von: KrisK
Klipp und klar für alle Zeiten festgestellt:
"Der Bräutigam ist ein Ausländer."

Daran ist vor geschichtlichem Hintergrund (um den es hier einzig und allein geht) nichts bemerkenswert oder bedeutsam.

KrisK
Mitglied seit
17.07.2015

261 Beiträge

Es ist zum Glück jedem freigestellt, was er oder sie in diesem Thread als "makaber, traurig, erheiternd" anmerkt. Um geschichtliche Bedeutsamkeit geht es da nicht.

Wobei ich diese Anmerkung für einen Mann, der aus heutiger Sicht - und wie viele andere aus der selben Kirchenbuchzeit - "um die Ecke" geboren wurde, schon bedeutsam finde. Der Pastor hat es noch einmal extra erwähnt, warum auch immer. Ansonsten finden wir ja nur reine Herkunftsangaben, ganz selten Hinweise auf Einbürgerungen - und die meist als angehender Bürger einer Stadt. Da ist dieser Satz nun wirklich allein auf breiter Flur.

Aber wem ein Eintrag nicht gefällt, der mag ihn doch einfach überlesen. Beschwerdeformulare gibt es hier zum Glück ja auch nicht. Und rechtfertigen muss sich nun wirklich auch niemand.

moonbeam29
Mitglied seit
23.07.2020

2 Beiträge

Zitiert von: KrisK
Nicht nur Heinrich, Friedrich und Wilhelm...

Geboren 1816 in Minden: Laertes

http://www.archion.de/p/e5911b7257/

Vater oder Mutter Shakespeare Fan?

HErtl
Mitglied seit
07.09.2016

7 Beiträge

Hallo Zusammen,
da ich auf die Onlinestellung des KK Melle warte , eine weitere Drillingsgeburt (kein Kind, aber die Mutter hat überlebt):
Am 20.03.1913 in Ödenburg/Ungarn geborene Drillinge des Ehepaares Karl u. Katharina Schey geb. Schranz (ev.). Zuerst eine Tochter, es folgten zwei Söhne.
Alle drei blieben ungetauft. Keines bekam einen Vornamen.
1 Junge stirbt nach 6 Stunden am Tag der Geburt, wird am gleichen Tag bestattet.
1 Junge stirbt nach 8 Stunden am Tag der Geburt und wird nach 2(!) Tagen erst bestattet (22.) !?.
Das Mädchen stirbt nach zwei Tagen (22.) und wird am 24. bestattet.

HErtl
Mitglied seit
07.09.2016

7 Beiträge

und eine weitere Story:
Meine Uroma, eines von 7 unehelichen Kindern, die Mutter blieb unverheiratet (Niederbiel, Kr. Wetzlar):
1. Sohn * 1885; Zwillinge (m/w) * 1887; meine Uroma * 1895; Zwillinge (m/w) * 1898; Tochter * 1904.
Offenes Geheimnis, der Vater meiner Uroma war ein Schäfer. Durch umfangreiche Befragungen von Zeitzeugen habe ich vor Jahrzehnten den Schäfer ausmachen können; keiner bei uns wusste wer es war; jeder kannte aber die Nachkommen; und die wiederum wussten von der Blutsverwandtschaft. Sogar dass der "mittlere Teil" 1895/98 eben dieser Liaison mit dem verheirateten Schäfer entstammt ist überliefert (seine ehel. KK 1885-1893), sogar ein vermuteter Nachname des Vaters des "ersten Teils" 1885/87 liegt vor! Alle wohnten im Dorf! Sie war Landwirtin, Vater/Bruder kümmerten/arrangierten das Auskommen! Die Vermutung der Vaterschaft des Schäfers bei der jüngsten liegt auch nahe (* 1904).
Kein Kuriosum, welches allein durch KB aufgedröselt werden kann.
Jedoch ist das Ledig- und "Am Leben-" Bleiben für die damalige Zeit ungewöhnlich; kein Kind starb klein!
VG, Hendrik

Oberfranke
Mitglied seit
21.08.2015

16 Beiträge

Entweder unfassbare Dummheit oder geniale Ausrede :-)
Ich finde diesen Eintrag, den ich schon 30 Jahre kenne, immer wieder interessant:
http://www.archion.de/p/ec1824407f/

den 8 Augusti hat Nicolaus Dressel sein erstes ehelich erzeugtes Kind, ein Söhnlein tauffen lassen, da er Jahrs vorher eines im Ehebruch erzeugt hatte und sein Weib gerichtlich beschuldigt, daß sie nicht ad femininum sexum gehöre. Die Sache wurde in Hildburghausen ausgemacht, weil er damals auf dem Hetschbach wohnte. Das von seinem Weibe Anna Dorothea einer gebohrenen Morgenrothin zu ihrer Legitimation nunmehr gebohrene Söhnlein wurde in seiner Taufe Johann Lorenz genennet, sein Taufzeuge ist Joh Lorenz Heß von Elsa

Oberfranke

Frank_Amoneit
Mitglied seit
13.11.2018

28 Beiträge

Da hat wohl jemand kalte Füße bekommen:
http://www.archion.de/p/afaeba650f/

"Vater soll sein der entlaufene und bereits mit ihr aufgebotene Knecht Friedrich Führer aus der Stadt Goldapp."