Kostenpflicht

landgraf31
Mitglied seit
07.01.2015

17 Beiträge

Vorgekaute Transkriptionen etc ist Unsinn. Das hat niemand verlangt, und das wird auch niemand erwarten.

Dass Archion "billiger" ist als ein Archivbesuch, stellt ebenfalls niemand in Abrede. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz passend, weil Archive nun mal antiquiert sind. Auch wenn es immer noch viel zu oft nur diese Möglichkeit gibt.
Eine Paysite allerdings als genial zu bezeichnen, nur weil etwas völlig Überholtes teurer ist, kommt mir ein wenig so vor, wie sich über eine Preiserhöhung bei MS Word zu freuen, weil Meißel für Steintafeln mehr kosten. Und das als Argumentation zu bringen, wenn andere OpenOffice mit Word vergleichen.

Archion kann ich nur im direkten Vergleich mit anderen Online-Archiven betrachten und bewerten, weil nur das wirklich zeitgemäß ist. Und wenn ich im Archiv von Zamrsk KB als pdf sogar downloaden und in aller Ruhe offline durchforsten kann, dann finde ich EUR 20,- Monatsgebühr für ein schlecht bestücktes und technisch im Vergleich mit anderen Online-Archiven bestenfalls durchschnittliches Online-Archiv einfach Wucher.
Aus demselben Grunde melde ich mich auch nicht bei Ancestry.com oder ähnlichen an.

libero
Mitglied seit
01.01.2015

436 Beiträge

Es ist doch wirklich gut, dass auch hier jeder seine Meinung haben kann und darf - von SUPER bis SCH AURIG! Und dass man nach einem halben Jahr (oder auch weniger), wo man sich mit den bescheidenen Möglichkeiten von ARCHION abquälen muss, nicht auch noch zwangsweise zum kostenpflichtigen Mitmachen gezwungen wird.
Ich werde also im März voll einsteigen!

falx_manubrium
Mitglied seit
25.12.2014

69 Beiträge

Herzlichen Glückwunsch landgraf31!

Ich beobachte diese unselige Kostenpflicht Diskussion seit Start des Blogs und auch schon davor auf anderen Seiten bzw. in diversen Mailinglisten. Bisher war diese Thematik von einer unglaublichen Jammerei geprägt obwohl man dem Thema auch auf andere Weise begegnen kann.
Ihr Beitrag ist der erste den ich lese der in die richtige Richtung führt. Ich persönlich bin zwar komplett anderer Meinung als Sie, finde aber, dass man aber auf diesem Wege in die Unterhaltung eine gewisse Sachlichkeit und gute Basis hineinbekommt.

Ich meine, man muss auch die Philosophie betrachten, die hinter den div. kostenlosen Angeboten unserer europäischen Nachbarn steht. Warum ist gerade dort der Umgang mit diesem kirchlichen Gut anders? Ich meine, es gibt auch Gründe jenseits von den Europäischen Fördermitteln die einen kostenlosen Zugang fordern.

Von den ev. Landeskirchen in Deutschland war diese Lösung die uns vorliegt diejenige mit der kleinsten gemeinsamen Schnittmenge. Das Problem kennen wir ja aus anderen Bereichen des täglichen Lebens das viele Köche nicht unbedingt zu einer innovativen und ganzheitlichen Lösung kommen.

Die Struktur bei unseren Europäischen Nachbarn ist hier eine ganz andere, so dass man die Entscheidungsfindungsprozesse nicht vergleichen kann.

Ich empfehle jedem der einmal hinter die Kulissen blicken möchte, er solle einmal einen Gesprächstermin mit dem Leiter/in eines Archivs suchen.

Grüße
Andreas Sichelstiel

Profil gelöscht

Das Gute zuerst, ich hoffe es wird für einige nicht schockierend, mit Ablauf des Test-Kontos spätestens aber im März werden diesen Thread nur noch zahlende Kunden nutzen.

Und nun nochmal zur Sachlichkeit. Wenn man sachlich an dieses Thema herangehen möchte dann empfehle ich allen "Saubermännern" die Meinungen anderer Menschen zu respektieren und nicht abwertend mit "Gemecker, Nörgelei, Gejammer" zu beurteilen. Ich mag mich täuschen aber irgendwie habe ich das Gefühl das gerade die sich "Demokraten" nennenden immer wieder mit denselben Floskeln eine Abwertung anderer Meinungen vornehmen.

Bernd
Mitglied seit
15.12.2014

249 Beiträge

Zitiert von: falx_manubrium

Von den ev. Landeskirchen in Deutschland war diese Lösung die uns vorliegt diejenige mit der kleinsten gemeinsamen Schnittmenge.


Das sehe ich auch so. Ein Dutzend völlig selbständige Landeskirchen, einige darunter wie Lippe-Detmold absurd klein und die staatlichen Verhältnisse von vor zweihundert Jahren abbildend. Und diese Landeskirchen setzen sich zusammen und sollen sich über ein gemeinsames Projekt abstimmen. Da kann nur der kleinste gemeinsame Nenner bei herauskommen, und der ist nicht optimal.
Die Staaten mit einer Nationalkirche oder den Kirchenbüchern unter zentraler staatlicher Verwaltung haben es da einfacher.
Im Grunde können wir froh sein, das aus Archion überhaupt etwas geworden ist obwohl große Kirchen nicht mitmachen.
Es war meiner Meinung nach eine gute Entscheidung das System bewusst offen zu halten für die in der Zukunft mögliche Teilnahme weiterer Institutionen. So besteht immerhin noch die Möglichkeit dass dabei das herauskommt, was wir alle wollen und wünschen: Das große Deutsche Kirchenbuchportal.

Mit freundlichen Grüßen an die Macher und alle Mitstreiter

Bernd

sh01
Mitglied seit
16.01.2015

19 Beiträge

Zitiert von: falx_manubrium

....
Ich meine, man muss auch die Philosophie betrachten, die hinter den div. kostenlosen Angeboten unserer europäischen Nachbarn steht. Warum ist gerade dort der Umgang mit diesem kirchlichen Gut anders? Ich meine, es gibt auch Gründe jenseits von den Europäischen Fördermitteln die einen kostenlosen Zugang fordern.

Das könnte Bildung sein. Warum aber gerade die östlichen pol. Archive kostenlos und digital anbieten, weiß ich nicht. Eigentilch richtet sich das meiste Archivangebote an Deutsche.

karpa85
Mitglied seit
14.01.2015

14 Beiträge

Die Kirchenbücher sind auch Kulturgut. So etwas einer GmbH zu überlassen ist mehr als leichtfertig.

sh01
Mitglied seit
16.01.2015

19 Beiträge

Zitiert von: karpa85
Die Kirchenbücher sind auch Kulturgut. So etwas einer GmbH zu überlassen ist mehr als leichtfertig.

Sehr richtig, Stiftung oder gGmbH wäre die richtige Form.

simse66
Mitglied seit
18.01.2015

2 Beiträge

Hallo!
ein Archivbesuch oder Bibliotheksbesuch kostet auch Geld.
Wichtig für mich wäre, dass ich auch Kopien / Downloads im Preis enthalten sind.
Dies würde ich nicht gut finden, wenn ich pro download noch Summe X bezahlen muss.

Ich hoffe auch auf die ehemaligen Ostgebiete.

sh01
Mitglied seit
16.01.2015

19 Beiträge

Ich hoffe auch auf mehr digitale KB aus den Ostgebieten. Diese werden aber eher auf FamilySearch und den pol. Archivplattformen zu finden sein.