Kirchenbücher Nordhackstedt und Thumby-Struxdorf

  • 1
Nielsen-Thumby
Mitglied seit
26.02.2016

2 Beiträge

Zwei Fragen habe ich:

1. Warum ist das Kirchenbuch Bestattungen 1866-1989 Nordhackstedt

Bestand nach Kirchenbuchportal:
19.31 Fl - KKR SL-FL (vorher KKR Flensburg)

nicht verfügbar?

Laut Kirchenbuchportal ist es microverfilmt.

2. Bei Thumby-Struxdorf gehen die veröffentlichen Bücher bis 1853.
Im Kirchenbuchportal sind auch keine gelistet.

Ich gehe davon aus, das die Bücher nach diesem Datum nicht im Archiv liegen (noch in der Gemeinde) und somit nicht verfilmt sind.

Da diese inzwischen alt sind, meine Frage: wird das irgendwann in absehbarer Zeit noch geschehen und
würden diese dann hier veröffentlicht?

Tonx
Mitglied seit
30.04.2018

143 Beiträge

Hallo,

zu 1: Datenschutzvorschriften. Der letzte Jahrgang ist nach den geposteten Daten noch keine 30 Jahre abgeschlossen. Teile von Kirchenbüchern werden nicht freigegeben.

Da die Mitarbeiter von Archion hier nicht mitlesen, könnte man sie 2020 direkt kontaktieren und auf den Ablauf der 30 Jahre hinweisen.

zu 2: Das entscheidet der Kirchenvorstand der betreffenden Kirchengemeinde. Archion ist da nicht involviert. Eventuell könnte man das Archiv der Nordkirche kontaktieren und fragen. Mit jährlichen Entscheidungsrunden ist da aber wohl nicht zu rechnen.

Gruß, Tonx

berndsh
Mitglied seit
19.10.2018

30 Beiträge

[quote=40855]Hallo,

zu 1: Datenschutzvorschriften. Der letzte Jahrgang ist nach den geposteten Daten noch keine 30 Jahre abgeschlossen. Teile von Kirchenbüchern werden nicht freigegeben.
/quote]

Doch, es werden Teile von Kirchenbüchern veröffentlicht.
Beispiele:
Verfilmt sind die Taufen von Boren 1874 - 1935, aber online zu lesen sind nur die Taufen bis 1908.
Ähnliches kann man auch bei den Taufen von Süderbrarup und den Trauungen von Ulsnis sehen.

Wenn man weiß, wie schwierig es war, bis überhaupt irgendwelche Daten der Nordkirche online gingen, dann kann man sich freuen, dass überhaupt etwas da ist.
Die Frage, wann aber mehr kommt als das, was schon auf Mikrofilm vorliegt, finde ich aber sehr berechtigt. Dass es nicht jährlich neu entschieden wird ist klar, aber die genannten Daten von Thumby und Struxdorf sind eben doch ziemlich alt. Wenn die aktuellsten Daten bei Trauungen und Bestattungen ca. 160 Jahre alt sind, dann ist dort für viele überhaupt keine Familienforschung möglich, man nur die Daten bis zu den Großeltern oder Urgroßeltern kennt. Von Erforschung der Nachkommen ist gar nicht zu reden.
Und das betrifft nicht nur Struxdorf. Wie oft habe ich mich schon bei mir im Stammbaum gewundert, wenn in Boren nur steht gestorben 1907 oder getraut
ca. 1870, aber es gibt eben leider keine aktuellen Daten, wo man das nachsehen kann. Dann suche ich nach den Sterbedaten von einigen Verwandten in Rabenkirchen und muss feststellen, dass es die nur bis 1870 gibt! Keine Chance mehr über die herauszufinden. So bleibt einem eigentlich nur bei den Kirchenbüros der betreffenden Gemeinden nachzufragen, aber es dürfte wohl auch nicht im Interesse der Kirche sein, wenn das sehr viele tun würden.
Die Namensregister in Kappeln sind auch noch eine Quelle, da die Daten auch weiter reichen als die Verfilmungen, aber zum einen sind die eben auch (noch) nicht verfilmt und damit auch nicht online verfügbar, und zum anderen erfahre ich dadurch auch nur das Jahr und sonst nichts.

Gruß
Bernd

Tonx
Mitglied seit
30.04.2018

143 Beiträge

Zitiert von: berndsh

Doch, es werden Teile von Kirchenbüchern veröffentlicht.

Dann wird es offenbar unterschiedlich gehandhabt. Im Fall des Fragestellers fehlt nur noch ein einziges Jahr, vielleicht möchte man aus Handhabungsgründen das dann in einem Rutsch freigeben, statt sich mehrfach damit befassen zu müssen.

Ich würde es einfach positiv sehen, wenn man etwas einsehen kann, und nicht jammern, wenn es woanders nicht geht.

Der Blick auf das halbvolle und das halbleere Glas ist gerade in der Familienforschung immer wieder dabei.

Die neueren Jahrgänge seit etwa 1850 bieten auch die besten Möglichkeiten, sich mit der jüngeren Geschichte zu beschäftigen und die Probleme zu umgehen, wenn man an die Kirchenbücher nicht so ohne weiteres herankommt. Ich habe eine Menge in Stadt- und Kreisarchiven gefunden. Das hat gleich den Vorteil, ein bisschen was über die Personen hinter den Zahlen und Daten zu erfahren.

Gruß, Tonx

  • 1