Berührende Einträge

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Frank_Amoneit
Mitglied seit
13.11.2018

17 Beiträge

http://www.archion.de/p/e33ff16f59/

Gurnen, Kreis Goldap, 1818.
Der Pfarrer muß den Tod seiner eigenen Ehefrau eintragen, "meine unvergeßliche treue Gefährtin"

In der sonst so nüchternen Buchhaltung des Todes anrührend....

Anna Trin
Mitglied seit
29.03.2018

27 Beiträge

Ja, dem stimme ich zu. Mir standen auch schon bei vielen Einträgen die Tränen in den Augen, wenn zum Beispiel von vier Kindern alle starben, oder die Mutter gleich nach der Geburt starb. Manchmal starben auch beide Eltern kurz nacheinander, und die Waisen wurden von Verwandten aufgezogen. Oder wie muss es Kindern ergangen sein, die unehelich zur Welt kamen? Diese Kinder hatten sogar noch in meiner Kindheit (in den Sechzigern) einen Makel und waren Außenseiter. Niemand sprach für sie.
Meistens sind es eher sachliche Formulierungen, aber zwischen den Zeilen steht so viel.

mickimicki
Mitglied seit
21.03.2019

64 Beiträge

Ich habe neulich irgendwo im Hessischen auch einen Eintrag gesehen, wo der Pfarrer beim Tod seiner Frau ihr Alter angibt, und dann aufschlüsselt "davon 18 Jahre und (soundsoviel Monate etc.) ledigen Standes und X Jahre, Y Monate... als meine gute Frau" (oder so ähnlich; sehr viele Jahre). Wenn ich es wiederfinde, stelle ich es denn Link ein, es ging mir auch nahe...
(Der Pfarrer ist dann auch sehr bald darauf gestorben und ein anderer Pfarrer schrieb seinen Eintrag.)

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